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Sonntag, 2. Januar 2022

Wohin die Nichtrecherche 2022 führt


Reisejournalismus war ja noch nie besonders glaubwürdig oder kritisch. Aber dieser Fall - puh: Denn wer sich über die (Menschenrechts-)Lage in Saudiarabien glaubhaft informieren möchte, muss nicht lange suchen. Seitens Amnesty International heisst es etwa: "In Saudi-Arabien wird die Todesstrafe weiterhin breit angewendet. Die Rechte der Frauen sind ebenso unterdrückt wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Die grausame Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi und der Fall des Bloggers Raif Badawi sind nur Beispiele für die Willkür von Regierung und Justiz. Im Konflikt in Jemen ist die von Saudi-Arabien angeführte Koalition für Kriegsverbrechen verantwortlich ."

Brigitte Jurczyk hat für eine Reisesammelgeschichte in der "SonntagsZeitung" (, die sie aus Pressemitteilungen der Tourismuszentralen zusammenkopiert zu haben scheint), auch Saudiarabien auf die Liste genommen. Verschleierungsverbot, Todesstrafe und alltägliche Verletzungen der Menschenrechte werden zwar kurz erwähnt. Doch es gibt offenbar Verbesserungen: "Die Abaya oder ein Kopftuch müssen nicht mehr zwingend getragen werden. Und der Dialog zwischen Saudis und Ausländern könnte Brücken bauen und die Öffnung des Landes und neue Ideen fördern." Nur eine Frage an die Autorin: Warum haben Sie sich nicht wenigstens feudal einladen lassen?

2022 ist noch kein Ende des Schwachsinns in Sicht


Ob die Redaktorin ein Corona zu viel hatte? Nur eine Frage an Bettina Zanni von "20 Minuten" ist es angesichts grassierender Fake-News-Gefahr eine gute Idee, Astrologen (in diesem Fall Myrtha Keusch-Schriber und Markus Bachmann) zu Covid-19 zu befragen?