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Sonntag, 18. Juni 2023

Sehr fern von den Menschen


Izzy ist bekanntlich gescheitert und fristet noch ein Schattendasein auf blick.ch. Hin und wieder begegnen einem Videos wie das oben zu sehende (Screenshot). Man hätte als Teaser streng genommen schreiben müssen: "Entertainer Cedric Schild, auch als Aktionskünstler bekannt, klebt einen Parkplatz mit Klebeband ab und in der Ferne fahren ein paar Polizeiautos vorbei, ohne dass der Schwindel auffliegt." Klickt natürlich dann niemand. Stattdessen suggeriert man also beim Blick, ein beliebiger Typ würde den Leser:innen nun mal zeigen, wie man gratis überall parkieren kann. Dass oben noch "izzy projects" der 2020 lancierte Name für izzy, steht, dürfte den Leser:innen nichts sagen bzw. nicht auffallen. Im Artikel selbst, siehe Bild unten, wird das Ganze übrigens auch nicht aufgeklärt. 

Kürzlich sagte Ladina Heimgartner, CEO Blick-Gruppe, zur Einführung des Bezahlmodells Blick+ übrigens: "Bei uns steht ein Qualitätsstempel drauf. Da stehe ich zu 100 Prozent hinter Blick. Wir bieten eine Qualität, die einfach verständlich und sehr nah bei den Menschen ist." Daher nur eine Frage an den Blick: Ist das diese Qualität, für die frau bezahlen soll?



Sonntag, 4. Juni 2023

Mit Volldampf zum Verlust des Leser:innenvertrauens


Dass frau es bei Tamedia nicht so genau nimmt mit der Trennung zwischen bezahlten und redaktionellen Inhalten, war hier im Blog schon des öfteren Thema. Jüngstes Beispiel ist der obige Artikel von Christoph Ammann über die Brienz-Rothorn-Bahn. Unten drunter prangt die bezahlte Anzeige, die einerseits Grund für die Veröffentlichung und darüber hinaus für den liebedienerischen Ton des Artikels ist. Plus: "Eine Zusammenarbeit mit" ist kein ausreichende Kennzeichnung für bezahlte Inhalte. Daher nur eine Frage an Ammann: Warum wehren Sie sich nicht?

Es gab eine Zeit, da hatte ich den Glauben an unabhängigen Journalismus verloren


Vom seltsamen Zufall, dass unter dem Feuilleton-Aufmacher eine bezahlte Anzeige zur Ausstellung «Amazônia» des Fotografen Sebastião Salgado in der Maag-Halle Zürich zu sehen ist, einmal abgesehen: Nur eine Frage an Moritz Marthaler von der "SonntagsZeitung": Warum wird in der Infobox auch noch erwähnt, dass die Ausstellung "dank einer Zusammenarbeit mit der Zurich-Versicherung" ermöglicht wurde?