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Mittwoch, 24. Januar 2024

Das ging ins Auge


Weil "Rocky" ein Film, aber kein Filmsong ist, nur eine Frage an Stefan Künzli von der "Aargauer Zeitung" zu diesem Nachruf auf Frank Farian: Hat den Text eine KI verfasst?

Medoutside


Priska Christen, Jeannine Kohli und Anja Wüest betreiben den Podcast "Villa Margarita". Die beiden Apothekerinnen und die Frauenärztin widmen sich in diesem allerlei Frauengesundheitsthemen. Wie erfolgreich sie reichweitenmässig und finanziell damit sind, ist nicht öffentlich bekannt. Daher nur eine Frage an Esther Diener-Morscher von "Medinside": Wie kommen sie darauf, dass die drei Stars seien?

Sonntag, 21. Januar 2024

Zahlen, bitte


Typische Geschichte: Man hat ein paar Einzelfälle und versucht diese zu einem schweizweiten Phänomen aufzublasen. Dieses Mal geht es um Baumängel. Sylvain Besson und Anielle Peterhans haben leider nichts Handfestes recherchiert. 

Was sie haben: Brigitte Hunkeler, Architektin und Mitverfasserin eines Expertenberichts über die Villen Champs du Léman (Aufhänger für den Artikel), sagt sie hätte in zwei Jahren 30 Fälle dieser Art bearbeitet; und zwar alle aus der Region Genf.

Es gibt eine Studie von 2013. Die Besson und Peterhans zitieren nun Othmar Helbling von der Kammer unabhängiger Bauherren mit der Aussage, dass sich die Situation heute noch  verschlimmert haben könnte. Cornelio Zgraggen, Fachanwalt Bau- und Immobilienrecht aus Luzern, sagt, dass die Qualität oftmals nicht stimmt. 

Im Intro steht, dass Baummängel auch woanders zunähmen. Natürlich, denn sonst wäre es ja nichts weiter als eine Genfer Lokal-Posse. Daher nur eine Frage an Sylvain Besson und Anielle Peterhans: Konnten oder wollten Sie nicht richtig recherchieren?

Montag, 15. Januar 2024

Eigene Wörter zählen


Oben eine Medienmitteilung der Kantonspolizei Schwyz, unten zunächst ein Artikel aus dem "Blick", dann einer aus "20 Minuten". Davon abgesehen, dass jeweils im Vergleich zur Mitteilung nur ein paar Wörter verändert wurden und es nicht einmal für die obligatorische Bilderstrecke reichte, weil die Kapo nur ein Foto zur Verfügung gestellt hatte, nur eine Frage an Letizia Vecchio von "20 Minuten": Schämen Sie sich nicht, über so etwas Ihre Autorinnenzeile zu setzen, anstatt es verschämt beim Kürzel zu belassen, wie es solcher Copy-and-Paste-Journalismus gebietet? 

Interessenskonflikt aus dem Lehrbuch


In ihrer aktuellen Kolumne für "Das Magazin" setzt sich Nadine Jürgensen mit der (fehlenden) Geldanlagestrategie vieler Frauen auseinander. Sie schreibt unter anderem: "Wer anfangen will zu investieren, sollte erstens einen Kurs besuchen oder sich anderweitig informieren; zweitens ein Budget mit Sparquote erstellen; drittens einen Notgroschen auf der Seite haben; viertens mit einer 3a-Säule die erste Investition tätigen und Gebühren beachten; fünftens danach weitere breit abgestützte Investitionen tätigen, etwa in Indexfonds oder ETF, und dort sechstens regelmässig kleine Beiträge einzahlen; siebtens Gewinne immer wieder reinvestieren (wegen Zinseszins) und achtens einen langen Anlagehorizont wählen, damit die Zeit immer zu ihren Gunsten spielt." 

Jürgensen schiesst unter anderem gegen die Banken: "Daran sind auch die Finanzinstitute schuld: Sie begegnen Frauen nicht auf Augenhöhe, sprechen Finanz-Bla-Bla und lassen die Finanzwelt als undurchdringlichen Dschungel erscheinen. Drei Viertel der Vermögensverwalter geben in einer Studie von BNY Mellon an, hauptsächlich Männer anzusprechen. Laut der Studie fühlen sich 82 Prozent der Frauen in der Schweiz unwohl beim Gedanken, einen Teil ihres Geldes am Finanzmarkt anzulegen. Eine deutsche Studie zeigt ausserdem, dass Bankberater Frauen häufiger teure Fonds mit tiefem Risiko empfehlen."

Ein Problem: Jürgensen, die schon bei der "NZZ" nicht als grosse Rechercheurin auffiel, nennt manche Quellen ihrer Behauptungen nicht, andere sind nicht unabhängig, etwa BNY, also eine Bank. Das grössere Problem: Nadine Jürgensen ist eine der Gründerinnen von ellexx, einem Start-up, das unter anderem Säule-3a-Produkte und ein Tracker Zertifikat vornehmlich für Frauen anbietet. Jürgensen hat also einen echten Interessenskonflikt, denn im Grunde macht sie Werbung für ihren Laden, indem sie andere Finanzanbieter disst. Von der bescheidenen Performance des ellexx-Trackers einmal abgesehen, nur eine Frage an "Magazin-Chefredaktor" Bruno Ziauddin: Warum hat aus Ihrer Redaktion niemand Jürgensen gestoppt?

Donnerstag, 11. Januar 2024

Dabeisein ist alles


Bei der "Luzerner Zeitung" hat 
Diana Sonja Tobler zum Jahresanfang Musikkritiker Urs Mattenberger ersetzt, der pensioniert wird. Den Auftakt macht ein öder Bericht zum Neujahrskonzert der Luzerner Sinfoniker. Im Artikel werden Werke erwähnt, die zwar im Programm stehen, aber dann doch nicht gespielt wurden. Daher nur eine Frage an Tobler: Waren Sie nicht drin oder kennen Sie die Stücke nicht?

Dienstag, 9. Januar 2024

Trennung von Nachricht und Meinung völlig ausser Acht gelassen


Nur eine Frage
an Matthias Heine von der "Welt" zu seinem Artikel über die Beschlüsse des deutschen Rats für Rechtschreibung zum Gendern: Was hat die gelb markierte Polemik in einem nachrichtlichen Text zu suchen?

"Blick" schafft die Recherche ab


Axa Schweiz macht geschickt PR in eigener Sache. Man positioniert sich im "Blick", dessen offenbar ahnungsloser Redaktor Christian Kolbe den Spin vom hierarchiefreien Unternehmen für den vermeintlichen Scoop übernimmt. Dabei ist es doch so: Es gibt neu 13 Verantwortungsstufen, also immer noch eine Hierarchie, denn jemand auf Stufe 9 ist höher als jemand auf Stufe 8. Daher nur eine Frage an Christian Kolbe: Warum lassen sich Sie derartig instrumentalisieren?