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Freitag, 5. Mai 2023

Lukas Hässig outet Michael Perricone


Lukas Hässig hat auf "Inside Paradeplatz" einen Artikel über den Abgang von Michael Perricone beim "SRF" veröffentlicht. Dieser ging dem Vernehmen nach nicht ganz freiwillig. Hässig suggeriert unter anderem in einen Zusammenhang mit den Belästigungsvorwürfen, welche die ehemalige "SRF-Moderatorin" Patrizia Laeri unlängst gegen einen "SRF"-Mitarbeiter erhoben hat. Fun Fact: Der Beschuldigte wurde von einer externen Fachstelle vom Vorwurf freigesprochen. Dessen Name wurde aber in keinem Medienbericht genannt. Auffällig ist, dass Hässig im Artikel Perricone nur M nennt. An einer Stelle setzte der Autor aber einen Link. Ankertext: erfahrenen Journalisten. Jede(r) kann also problemlos sehen, dass es im Artikel um Michael Perricone geht, denn der Link führt zu dessen LinkedIn-Profil. Hässig und Laeri lagen immer wieder über Kreuz, weil der Beni Frenkel, freier Autor von "Inside Paradeplatz", der Unternehmerin wiederholt fehlenden Erfolg mit ihren Finanzprodukten und dem Portal Ellexx attestiert hatte. Hässig musste daraufhin gerichtlich angeordnet einige Passagen löschen und entschuldigte sich später - auch für den triefenden Sexismus der Berichterstattung. Verschwörungstheorie: Hässig wollte etwas gut machen und Perricone für Laeri outen. Davon abgesehen, nur eine Frage an Hässig zum Link: War das Absicht oder haben Sie als alter weisser Mann das Internet nicht verstanden?

Samstag, 29. April 2023

-30 Prozent würden diesen Artikel weiterempfehlen


Andreas Frei hat für den "Tages-Anzeiger" einen Artikel beim deutschen "Handelsblatt" abgeschrieben. Thema: Die Unzufriedenheit der Kund:innen mit der Lufthansa und der Swiss. Es gibt kaum Fakten im Artikel. Immerhin geht es auch um den Net Promotor Score (NPS). Nur leider weiss Frei nicht, was das ist, denn ein NPS von 35 sagt mitnichten, dass 35 Prozent der Befragten ein Produkt oder Unternehmen weiterempfehlen würden. Es ist ein Indexwert, der zwischen -100 und 100 liegt. Daher nur eine Frage an Andreas Frei: Konnten Sie nicht einmal das korrekt abschreiben?

Donnerstag, 27. April 2023

Exklusive Werbung bei CH Media


Das Adjektiv "exklusiv" sollte nicht für Reklame-Texte wie diesen für Roger Federers Sonnen- und Skibrillen verwendet werden. Im Klartext: Es steckt keine Recherche dahinter. Solche Launches werden von Marketingabteilungen orchestriert. Als Journalist:in ist frau nur Mittel zum Zweck. Daher nur eine Frage an Simon Häring von CH Media: Haben Sie für diese PR wenigstens eine Federer-Brille gratis bekommen?

Mittwoch, 26. April 2023

Clickbaiting-Alarm


Liest man den Teaser von Florian Osterwalder, Redaktor bei "20 Minuten", denkt man, das E-Mail stamme von Netflix. Spoiler: Es ist aber nur ein Phishing-Mail von Cyberkriminellen. Daher nur eine Frage an Osterwalder: Dumm klickt gut, gell?

Sonntag, 16. April 2023

Dieses Interview ist das Letzte


Nur eine Frage
an Anne Hoffmann, Chefredaktorin des deutschen Magazins "die aktuelle" zu diesem vermeintlichen Interview mit Michael Schumacher, das in Wahrheit von Chat GPT erstellt wurde: Schämen Sie sich denn kein bisschen?

Donnerstag, 30. März 2023

"Blick" nicht von der Schlussredaktion gerettet


Hier wird suggeriert, dass Roger Federer und Trevor Noah wirklich mit den SBB ohne Billett unterwegs gewesen wären. Daher nur eine Frage an den "Blick": Warum ist dieser Spot von Schweiz Tourismus nicht als Werbung gekennzeichnet

Dienstag, 14. März 2023

Diese Recherche sollte nicht Schule(r) machen


Edgar Schuler schreibt im "Tages-Anzeiger" unter Berufung auf diverse Exper:innen, das Argument der SP-Politikerin Jacqueline Badran, Mieter:innen hätten in der Schweiz dutzende Milliarden zu viel Miete bezahlt, sei arg irreführend. Seltsamerweise lässt sich aber nur einer der von Schuler ins Feld geführten "unabhängigen Spezialisten" zitieren: Martin Neff, Chefökonom der Raiffeisen-Bank. Unabhängig ist er natürlich nicht, denn Raiffeisen ist bekanntlich ein Schwergewicht der Immobilienbranche, denn das Finanzinstitut zählt etwa zu den grössen Hypothekenbanken hierzulande. Anonyme Quellen sind, das wissen alle, die jemals eine adäquate journalistische Ausbildung genossen haben, nur bei Whistleblower-Geschichten zulässig und auch dann mit höchster Vorsicht zu geniessen. Man sah das zuletzt im Fall Finn Canonica. Denn auch Whistleblower:innen haben meistens Interessen. Daher nur eine Frage an den bekanntermassen nicht sondernlich Linken Edgar Schuler (, der nicht ohne Grund einst bei der "NZZ" war): Wie genau wird Badran von unabhängigen Experten widerlegt?

Sonntag, 12. März 2023

Encore une fois


Diese Woche wurde ja anlässlich der Tamedia-Jahreszahlen bekannt, wie tief das Unternehmen wirklich in der Krise steckt. Es geht um jeden Rappen. Daher nicht besonders überraschend: Auch die heutige Ausgabe der Tamedia-Lifestyle-Postille verstösst wieder gegen das Gebot, Werbung klar als solche zu kennzeichnen. Dieses Mal sind die Kunden Bulgari (Backstage mit) und Rado (Publikreation). Daher nur eine Frage an Chefredaktorin Renata Libal: Wetten wir, dass Sie demnächst vom Presserat hören werden?

Immer mehr Journalist:innen setzen auf Clickbaiting


Frau vergleiche den Teaser auf der Startseite (oben) und Lead des Artikels (unten): Nur eine Frage an Marie-Astrid Langer von der "Neuen Zürcher Zeitung (NZZ)": Warum gibt es in Ihrem Artikel keine Belege dafür, dass "immer mehr Unternehmen ihre Angestellten zwingen, das Home-Office aufzugeben"?



Mittwoch, 1. März 2023

Zahlen, bitte


Diese Art des Journalismus ist eher von Boulevardmedien wie "20 Minuten" bekannt: Ein paar Einzelfälle, vielleicht noch ein paar Filme oder Songs und schon meint man/frau, einen Trend aufgespürt zu haben und schreibt "immer mehr ... machen das oder das". Natürlich hat auch Birgit Schmid, die bei der "NZZ" seit jeher für die seichten Themen zuständig ist, keine einzige Zahl (geschweige denn Studie) anzubieten, die belegt, dass "immer mehr Frauen jüngere Männer begehren". Daher nur eine Frage an die Journalistin: Wieder einmal von sich selbst auf die Allgemeinheit geschlossen?

Im Rechercherausch


Nur eine Frage
an den "Blick": Seit wann leben der deutsche Comedian und Moderator Oliver Pocher und seine Frau Amira Pocher im Aargau?

Mittwoch, 22. Februar 2023

Encore une fois


Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Nur eine Frage an Renata Libal, Chefredaktorin der Tamedia-Postille "Encore!": Warum sind diese von Rado, Mazda und Tag Heuer bezahlten Artikel nicht als solche gekennzeichnet?


Sonntag, 8. Januar 2023

Einspaltige Gratis-Anzeige


Isabel Strassheim, Redaktorin der "SonntagsZeitung", hatte Long Covid. Ihren länglichen Artikel zum Thema hat Beat Gomes, Kommunikationsbeauftragter der Swiss Pharma CAn AG zum Anlass genommen, für sein Unternehmen zu werben. So weit, so Usus. Aber nur eine Frage an Chefredaktor Artur Rutishauser: Warum wird ein solcher Leserbrief einfach so gedruckt?

Er kann es einfach nicht lassen



Zur Erinnerung: Schon zu seiner Zeit als Chef der NZZ-Mediengruppe erzählte der später auch bei Bauer gefeuerte Veit Dengler immer wieder, er hätte als Journalist für das renommierte "Time" Magazine gearbeitet. 2013 schrieb der "Tages-Anzeiger" dazu: "Dengler war zu Amtsantritt als Osteuropareporter bei Time Inc. im Jahr 1986 gerade mal 17 Jahre alt. Sein journalistischer Hintergrund beschränkt sich also auf eine Assistenz des Osteuropakorrespondenten als Studentenjob und ein fünfmonatiges Stage im Hauptsitz des Magazins in New York." Die "Aargauer Zeitung" ergänzte dazu: "In einem zentralen Punkt dementiert die NZZ-Medienstelle den Artikel des Konkurrenzblattes: Anders als im «Tagi»-Artikel insinuiert, sei Denglers Name im Lauf der Jahre mehrmals im «Time Magazine» erschienen, schreibt Sprecherin Bettina Schibli. Und: «Das CV von Herrn Dengler ist nicht geschönt. Er hat immer betont, dass der Journalismus eine Jugendliebe war, er aber hauptsächlich als Manager gearbeitet hat." Trotzdem ist offenkundig, dass Dengler hier übertrieben hat. Unlängst hat Dengler mit Emilie Rauschütz, Arnd Wagner und Derek Alderton draw.solutions gegründet, eine typische Beratungsfirma von Leuten, die karrieremässig aussortiert wurden. Und was lesen wir in seiner Kurzbiographie? "
Veit got started in the professional world as a journalist in the Eastern Europe bureau of TIME Magazine, nearly getting himself arrested a few times as popular revolts were toppling Communist regimes across the region." Daher nur eine Frage an Veit Dengler: Wie tief sitzt der Stachel?

Recherche ohne Sele


Sebastian Sele berichtet für "20 Minuten" über 5 Lieferdienste, bei denen man kein schlechtes Gewissen haben muss. Darunter ist Lyfa. Allerdings ist der Basler Zero-Waste-Shop seit längerem pleite. Daher nur eine Frage an den Autor: Für die Recherche wohl nicht einmal die Websites der Anbieter gecheckt, oder?

Sonntag, 25. Dezember 2022

Gib dem Controlleraffen Zukker


Kürzlich berichtete meine Kollegin an dieser Stelle, dass Bettina Weber für die "SonntagsZeitung" einen ihrer Artikel rezykliert hat. Und nun das: In der heutigen Ausgabe ist ein Artikel von Nora Zukker erschienen, der 2020 bereits im "NZZ Folio" gedruckt wurde. Auch in diesem Fall wird am Ende darauf hingewiesen. Trotzdem nur eine Frage an Superchefredaktor Arthur Rutishauser: Kommt in zwei Wochen ein Artikel, der vor zwei Wochen im "Blick" kam?

Dienstag, 13. Dezember 2022

Klick dich, Blick!


"Ein 16-Jähriger soll am Sonntag in der Gondelbahn von Grindelwald auf den Männlichen eine Schlägerei mit Stammgästen angezettelt haben. Der Jugendliche liegt noch immer im Spital, und die Untersuchungen zum Vorfall laufen", berichtet Nicolas Lurati im "Blick". Garniert ist der Bericht, wie so oft, mit einer Bilderstrecke, deren einzelne Fotos oben zu sehen sind. Im Klartext: Man sieht auf keinem Bild etwas Relevantes, es wird bloss suggeriert, es wäre zum Beispiel der Schläger zu sehen - oder gar Aufnahmen von der Prügelei. Angesichts dieser Masche, die beim Blick und 20 Minuten weiterhin allzu oft zu sehen ist nur eine Frage: Ist immer noch 2010?

Bei Anruf Kohle


Er hat es schon wieder getan: Christof Gertsch ("Das Magazin"), der sich gern als Qualitätshüter im Journalismus geriert, hat erneut einen Artikel für das "Red Bulletin", die PR-Postille des Brauseherstellers Red Bull, geschrieben. Dieses Mal geht es um Misra Torniainen, den Freeskiing-Coach. Nur eine Frage an Gertsch: Wird Ihnen beim nächsten Mal jemand bei Tamedia sagen, dass Journalist:innen mit Restethik nicht für Unternehmen arbeiten?

Nix zu lachen



Nur eine Frage an die Lokalinfo aus Zürich zu diesem Artikel im "Zürich 2": Was ist trauriger - dass Heier Lämmler, der Pressesprecher des Zirkus Conelli, diesen Artikel über das Fehlen des Clowns Gaston (Hänni) schrieb oder dass Sie unter dem Artikel so nonchalant darauf hinweisen?

Kein Mut zur Lücke


Nur eine Frage
an Bettina Weber von der "SonntagsZeitung": Welche Geschichte ist Ihnen denn weggebrochen, so dass Sie auf die Schnelle noch zwei Seiten mit dieser Wiederholung füllen musste?

Sonntag, 13. November 2022

Journalistische Ethik im Sturzflug


Zum Zusammenstoss eines B17-Bombers und eines Kleinflugzeugs an einer Flugshow in Dallas nur eine Frage an "Blick"-Chefredaktor Christian Dorer: Warum verwendet Ihre Redaktion einfach das Video des Twitter-Nutzers Giancarlo Segura (GianKaizen) für diesen Beitrag, ohne den Rechteinhaber um Erlaubnis zu bitten?

Die heimliche Macht der kaputtgesparten Bildredaktion


Nur eine Frage
an Jorgos Brouzos von der "SonntagsZeitung": Warum ist das Hotel Schweizerhof in Zürich abgebildet?

Grosse Klappe, nichts dahinter


Nur eine Frage
an Daniel Schnüriger von "20 Minuten": Gibt es doppelt so viele Klicks, wenn sie suggerieren, die Taucherin sei vom weissen Hai getötet worden?

Sonntag, 23. Oktober 2022

Der Tod der guten Geschichte ist die Recherche


"Freitags häufen sich laut Insider Flüchtlinge aus Kriegsland, die fürs Weekend nach Wien und Warschau fliegen, von dort weiter in Heimat", schreibt Lukas Hässig auf insideparadeplatz.ch. Natürlich wird diese Aussage nirgendwo belegt. Man könnte jetzt darauf herumreiten, dass es doch mindestens zwei Quellen bräuchte 
 oder gar nach einer Zahl fragen. Hässig hat immerhin alibimässig bei Swiss nachgefragt. Die Airline sagt natürlich nichts. Kalkulieren wir mal vorsichtig, dass eine Reise in die Ukraine derzeit mindestens 15 Stunden dauert, bleibt den vermeintlichen Sozialtouristen – und genau auf diesen Vorwurf zielt Hässigs Story ja ab  ja ungefähr genau Zeit für ein Mittagessen im Kreis der noch nicht ausgebombten Familie, ehe es dann wieder in die Schweiz geht. Daher nur eine Frage an Lukas Hässig: Weil auch Ihre letzte eigene Geschichte schon lange her ist, wie wäre es mal wieder mit einer bombigen Recherche?

Sonntag, 16. Oktober 2022

Encore une fois


Das "Encore", die Stilbeilage der Tamedia-Zeitungen sei, behaupten böse Zungen, ohnehin nur Werbung; auch hier ist es schon öfter negativ aufgefallen. Doch besonders dreist sind in der heutigen Ausgabe Seiten wie die obige. Sie werden nur mit "Die Redaktion" als Autor:innenzeile gekennzeichnet. Und es steht nirgends Paid Post, Advertorial oder Ähnliches, das das Ganze als bezahlten Beitrag ausweisen würde. Dafür aber vermeintlich Redaktionelles wie "Ikone mit Longines", "Entschlüsselt mit Chanel" oder "Backstage mit Rado". Nur eine Frage an Chefredaktorin Renata Libal: Wissen Sie, dass Sie damit auch gegen die Richtlinien von Tamedia Commercial Publishing verstossen?

Freitag, 19. August 2022

Und der Schleichwerbemond schien Helle


Nur eine Frage
an Miryam Schellbach von der "Süddeutschen Zeitung": Warum wird in diesem Interview mit Schriftsteller Heinz Helle nicht erwähnt, dass die Autorin Julia Weber seine Frau ist?

Dienstag, 9. August 2022

Dank des Klein Reports findet niemand das Restaurant


Erst berichten und dann feige auf Druck von Marc Walder beziehungsweise Ringier löschen und nichts mehr verlinken? Man könnte lange darüber diskutieren, ob der Klein Report seine Rolle bei der Wiedereinführung des Ringier Personalfests nicht ein wenig überschätzt. Unstrittig hingegen ist, dass es in Rapperswil kein Restaurant Dietschi gibt. Daher nur eine Frage: Wer googeln kann, ist klar im Vorteil, oder?

Sonntag, 7. August 2022

Urheberrecht? Mir latte!


Leichtathlet Alberto Nonino ist an der U20-WM der Penis aus der Hose gerutscht. Klar, schönes Thema für Billig-Portale wie "20 Minuten". Preiswert ist man an der Werdstrasse auch an das Video zum Artikel gekommen. Man hat es nämlich einfach von einem Twitter-Konto genommen (siehe unten). Daher nur eine Frage an Redaktor Sven Forster: Darf man die Rechnung an Sie senden? 

Dienstag, 19. Juli 2022

Erster Promi-Blogger für längere Recherchezeiten


Nur eine Frage
an Carl-Victor Wachs von "Bild": Wussten Sie schon, dass Boris Palmer seine Mitgliedschaft bei den Grünen seit ein paar Monaten ruhen lässt?

Samstag, 16. Juli 2022

Näher dran


Bekanntlich ist die Dimension Nähe eine wichtige des Nachrichtenwerts beziehungsweise Nachrichtenfaktors nach Winfried Schulz. Daher nur eine Frage an Blick.ch: Hätten Sie im Teaser diese Meldung Südafrikanischer Rand statt Franken geschrieben, wären die Klickzahlen, weil man sofort gewusst hätte, dass das nicht in der Schweiz passiert ist, massiv kleiner gewesen, oder? Und kommen Sie uns bitte nicht mit "Im Artikel wird es ja dann aufgelöst". Dann ist der Klick doch schon passiert und gezählt ...