Nur eine Frage an Karin Leuthold von "20 Minuten": Seit wann reisen Leichen an die Street Parade in Zürich?
Freitag, 28. August 2026
Bummbummbumm
Nur eine Frage an Karin Leuthold von "20 Minuten": Seit wann reisen Leichen an die Street Parade in Zürich?
Je linker, desto rechercheempfindlicher
In der Schweiz erzielen Grüne und SP in urbanen Gebieten die höchsten Wähleranteile. Gleichzeitig staut sich in diesen Städten die Hitze durch Asphalt, Beton und enge Bebauung viel stärker, was unweigerlich zu mehr Tropennächten führt. Ein kritischer Journalismus müsste daher zwingend hinterfragen: Reagieren linke Wähler wirklich sensibler auf hohe Temperaturen oder liegt ihr Wohnort schlichtweg in den heisseren Zonen? Die nüchterne Schlagzeile "Die Stadtbevölkerung leidet stärker unter der Hitze" verkauft sich aber natürlich schlechter. Daher nur eine Frage an Iwan Städler vom "Tages-Anzeiger": Deutlich mehr Nachrichtenwert verspricht die unterschwellige Erzählung vom wehleidigen Linken im Kontrast zum wetterfesten SVP-Wähler, oder?
Mittwoch, 19. August 2026
Die Geldnot seines Vaters oder seines Bruders?
Fast 20 Jahre war er einer DER Kinderstars im deutschen TV. Heute lebt "Toggo"-Legende Paddy Kroetz von wenigen Hundert Euro im Monat. Im Reality-TV hofft er auf die grosse Wende. So weit, so relevant für meine vier Kinder, die ihn alle vergöttert haben. Nur eine Frage an "Blick-Redaktor" Fynn Müller: Konnten Sie sich kein richtiges Possessivpronomen leisten?
Samstag, 15. August 2026
"Der Spiegel" macht sehr gute Werbung für Ulrich Siegmund
"Der gefährlichste Mann Deutschlands" titelt "Der Spiegel" über Ulrich Siegmund, AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt. Der Politiker wird wohl Ministerpräsident des deutschen Bundeslandes werden. Er wäre der erste AfD-Ministerpräsident. Astrid Geisler, Fabian Hillebrand und Peter Maxwill ist es allerdings nicht gelungen, harte oder neue Fakten zu bringen, die diese These, bei der ja nicht nur jeder bisherige oder künftige Terrorist mit den Ohren schlackert, belegen würden. Natürlich ist die AfD vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft worden. Verboten wurde sie bekanntlich nicht. Natürlich umgibt sich Siegmund mit Personen, die eine problematische Vergangenheit (und vielleicht eine ebensolche Zukunft haben).
Doch im Zweifel gilt: in dubio pro Siegmund. Kein Wunder also, dass dieser den "Spiegel" für Eigenwerbung nutzt: Am Rande einer Wahlkampfveranstaltung bezeichnete der AfD-Politiker das Titelbild im Gespräch mit einem «Welt»-Reporter als «sehr gute Werbung». Es zeige jemanden, der sein Land liebe und der für eine bessere Zukunft dieses Landes kämpfe. Siegmund teilte ausserdem auf Instagram eine Videosequenz, in der er das «Spiegel»-Cover signiert. Bereits am Donnerstag hatte er das Titelbild direkt geteilt, unterlegt mit Musik der Rapper Dr. Dre und Snoop Dogg. Gut drei Wochen vor der Landtagswahl am 6. September liegt Siegmunds AfD in Umfragen mit 41 bis 43 Prozent und grossem Abstand vorn. Mangels koalitionswilliger Partner hofft Partei, eine absolute Mehrheit der Sitze zu erringen und dann allein regieren zu können.
Daher nur eine Frage an den "Spiegel", der sicherlich ungewollt, aber selten dämlich die Mär von der Lügenpresse befeuert: Ist das "Sturmgeschütz der Demokratie" zum Steigbügelhalter der Macht geworden?
Musste dieser Mann sterben, nur weil er schwarz ist?
Glück für die "ZEIT" und ihre Autorin Anna-Lena Scholz, dass Jason Arday, einst Soziologe an der Universität Cambridge und wegen Plagiatsvorwürfen, die er bestritten hatte, zurückgetreten, erst am 14. August 2026, also einen Tag nach Erscheinen des ohne eigene Recherche auskommenden Artikels, tot aufgefunden wurde. Ansonsten hätte sich das Hamburger Wochenblatt erneut mit einem veralteten Artikel blamiert. So tut es das bloss inhaltlich. Nur eine Frage an Scholz: Schon gewusst, dass weder ein Rücktritt noch ein Suizid ein Schuldeingeständnis sind?
Donnerstag, 13. August 2026
Meistgelesener ungelesener Artikel
Nur eine Frage an Fabian Pöschl von "20 Minuten", der hier im Blog schon wiederholt mit Glanzleistungen aufgefallen ist: Merken Sie selbst, oder?
Dienstag, 11. August 2026
Kurvendiskussion
Alle, die im Statistikseminar nicht eingeschlafen sind, wissen wie man mit Grafiken einen dramatischen Eindruck erzeugt. Man fängt in diesem Fall einfach bei 30000 an und lässt andere Zahlen, etwa den gleichzeitig stärkeren prozentualen Anstieg der Schweizer Wohnbevölkerung unerwähnt. Daher nur eine Frage an Iwan Städler vom "Tages-Anzeiger": Vorsatz oder einfach oft eingenickt an der Uni?
Sonntag, 9. August 2026
Einfach mal auf den Tod verzichten
Nur eine Frage an Reto Bollmann von "20 Minuten": Wie genau soll man auf zwei der drei Risikofaktoren verzichten?
Mittwoch, 5. August 2026
Michael Jordanien hätte seine Freunde an diesem Artikel
Nur eine Frage an Florian Gnägi von "20 Minuten" zu seinem Artikel über den Ärger um Fifa-Chef Gianni Infantino, dem Jordaniens Fussballboss Prinz Ali bin al-Hussein nun gar Erpressung vorwirft: Hat ChatGPT das Land nicht übersetzen wollen?
Dienstag, 4. August 2026
Lisa S., I mean L. Simpson
Nur eine Frage an "20 Minuten": Warum schreiben Sie nicht von Anfang an den Namen des in der Zentralafrikanischen Republik getöteten Schweizer Geologen aus?
Freitag, 31. Juli 2026
So einfach ist Schleichwerbung mit futurezone.at
Nur eine Frage an "Futurezone": Warum ist dieser Werbe-Tweet auf X für die Erste Bank und Sparkassen, der naturgemäss zu einer Werbung auf futurezone.at führt, nicht entsprechend gekennzeichnet?
Sonntag, 10. Mai 2026
Beliebt oder beliebig?
Nur eine Frage an Marcus Krämer, der im Text dann auch schreibt, Deniz Aytekin sei einer der beliebtesten Schiedsrichter Deutschlands: Welchen Beleg haben Sie dafür, dass Aytekin der beliebteste Schiri Deutschlands ist, wie es im Lead zum Interview im "Spiegel" zu lesen ist?
Blick auf die Werbeuhr
Nur eine Frage an "Bild": Warum diese Schleichwerbung für Smartwatches von Garmin im Ticker zum Extremlauf von Arda Saatçi durchs Death Valley nach Los Angeles?
Mittwoch, 15. April 2026
Abschreiben will gelernt sein
Zoë Egli hat für den "Tages-Anzeiger" bei "Blue News" abgeschrieben, dass die Migros Supermarkt AG 25 Stellen in ihrer Marketing- und Kommunikationsabteilung streicht. Egli erwähnt in ihrem Artikel weitere Einschnitte: "Der grösste Schweizer Detailhändler baute für Neuorganisation 1500 Stellen ab und verkaufte Hotelplan, M-Electronics, Sport X und die Hygienetochter Mibelle. Micasa und Do it + Garden wurden abgestossen. Dazu Obi, Bike World, Ex Libris und Tegut, aber auch Start-ups wie Bestsmile, Yuno, Smood oder Sparrow Ventures". Letztgenanntes war aber kein Start-up, sondern sollte für die Migros Jungfirmen gründen oder finden. Daher nur eine Frage an die Redaktorin: Warum haben Sie es nicht einfach beim Abschreiben bei "Blue News" belassen?
Dienstag, 14. April 2026
Ein Prosit auf Zimmermanns Niederlage
Am 2. April schrieb Kurt W. Zimmermann, dafür bekannt, oft nicht einmal Namen richtig zu schreiben, in der "Weltwoche", Viktor Orbán werde in Ungarn die Wahl gewinnen. «Als einziger Journalist in Westeuropa sage ich, dass Ungarns Premier die Wahl gewinnt. Denn als einziger Journalist in Westeuropa kann ich rechnen.» Es kam bekanntlich anders: Die Opposition um Péter Magyar gewann – nach aktuellem Stand – 138 Sitze. Viktor Orbáns Fidesz-Partei kam auf 55. Warum lässt Roger Köppel so etwas zu? Plus nur eine Frage an Zimmermann: Wann gehen Sie endgültig in Pension?
Dienstag, 7. April 2026
Schreibwaise
In typischer Manier hetzte Lukas Hässig gestern auf "Inside Paradeplatz" gegen Paul Arni, den Ex-CEO der VP-Bank, der nun bei Celsion einsteigt. Auch typisch: Hässig schiesst gegen Finanzinstutite wie Amina (einst Seba) und Sygnum, bei denen es auch nicht laufen soll. Belege liefert er wie so oft keine. Aber nur eine Frage an ihn: Was ist von einem Artikel zu halten, in dem nicht Sygnum richtig geschrieben wird?
Donnerstag, 26. März 2026
Auf die Grösse kommt es an
Nur eine Frage an Luzia Nyffeler, Lorenzo Petrò und Jean-Marc Nia vom "Tages-Anzeiger": Seit wann legen grosse Boote, also etwa Zürisee-Schiffe, im Hafen Tiefenbrunnen an?
Mittwoch, 18. März 2026
Zurück in die Zukunft
Nur eine Frage an Beat Metzler und Patrice Siegrist vom "Tages-Anzeiger" zu ihrem Artikel über die neue Bau- und Zonenordnung in Zürich: Warum endet die Prognose 2025?
Freitag, 13. März 2026
Zum Schreien
Jerichos Stadtmauern wurden gemäss Bibel vom Klang von Trompeten, genauer sieben Schofaren, zum Einsturz gebracht. Beni Frenkel, der noch nie durch Faktentreue aufgefallen ist, schreibt bei "Inside Paradeplatz" in seinem Artikel über eine geplante McDonald's-Filiale am Zürcher Limmatquai "die Mauern von Jericho stürzten durch die Schreie der Israeliten ein (1600 v. Chr.)." Daher nur eine Frage an Frenkel: Keine Bibel auf dem Nachttisch?
Ausrufezeichen erwünscht
Lukas Hässig ist bei seiner Berichterstattung zur Brandkatastrophe von Crans Montana auf ein KI-generiertes Dokument hereingefallen. Nur eine Frage an ihn: Warum das Fragezeichen im Titel?
Sonntag, 18. Januar 2026
Dieser Artikel dürfte dem Schweizer Presserat nicht schmecken
Nur eine Frage an Thomas Sennhauser von "20 Minuten": Wie viel hat die Bio-Familia AG für diesen Schleichwerbungsartikel über die Swiss Choco Bits bezahlt?
Billiger Artikel
Der "Ktipp" zeigt angeblich, in welchen Wochen man bei Coop und in der Migros 2026 günstig einkaufen kann. Die Idee: Das Konsument:innenmagazin hat Aktionen der vergangenen Jahre ausgewertet und schliesst nun einfach daraus, dass diese 2026 auch wieder in den entsprechenden Wochen verfügbar sein werden. Es gibt manchmal Artikel, bei denen weiss man nicht, wo man anfangen soll. Also:
1. Nur weil etwas in der Vergangengenheit so war, muss es nicht in der Zukunft passieren. Man google einfach mal "historischer Determinismus". Hier könnte dieser Text enden, aber er hat noch viele weitere Mängel:
2. Redaktor Jocelyn Daloz hat sich nicht die Mühe gemacht, mal bei den Grossverteilern nachzufragen, ob man diese Schlüsse überhaupt ziehen darf. Aus Wettbewerbsgründen hätten sie dem Journalisten sicherlich nicht verraten, wann ihre Aktionen stattfinden. Aber etwas hätten sie bestimmt verraten, nämlich, ob derartige Schlussfolgerungen prinzipiell zulässig sind. Denn so riskieren sie zahlreiche verärgerte Kund:innen, die sich auf den "Ktipp" verlassen.
3. Die Tabelle enthält diverse Ungeauigkeiten, zwei Beispiele: Mal ist von konkreten Produkten die Rede (Pampers), mal von Kategorien (Waschmittel). Was tue ich, wenn ich mich zum Beispiel für Persil interessiere?
4. Ein Drittel des Artikel besteht aus plumper Werbung, zum Beispiel "Coop lockt ausserdem wiederholt mit Aktionswochen zu bestimmten Themen. Dazu zählen etwa (sic!) das "Beauty-Festival" für Kosmetikprodukte ..." Was genau soll man als Leserin mit dieser Information anfangen?
5. Natürlich wird diese Geschichte auch auf der Titelseite des Magazins angeteasert: "Der Ktipp zeigt, in welchen Wochen man 2026 günstig einkaufen kann". Das als absolute Tatsache zu verkaufen, grenzt schon an Unverschämtheit.
6. Migros und Coop verzetteln sich ständig in Kleinkriege mit Lieferant:innen. Daher sind bestimmte Produkte dann oft wochenlang nicht erhältlich. Derzeit übrigens Haribo bei Coop.
Daher nur eine Frage an Jocelyn Daloz: Welchen Knaller hauen Sie als nächstes raus - im April sind Ski bei Ochsner Sport günstiger als im November?
Dienstag, 13. Januar 2026
Zahlen, bitte
Nur eine Frage an Arielle Peterhans und Valeria Mazzeo: Warum liefern Sie in Ihrem Artikel keinen einzigen Beleg dafür, dass Gewaltvideos unter Kindern und Jugendlichen immer öfter im Netz auftauchen?


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