Nur eine Frage an Uwe Buse, Christoph Reuter, Thore Schröder und Hani Alagbar vom "Spiegel" zum Artikel über die verheerende Explosion im August im Hafen von Beirut: Seit wann ist "Quelle: Internet" eine Ihren Qualitätsansprüchen genügender Fotocredit?
Sonntag, 15. November 2020
Der unperfekte Fotocredit
Nur eine Frage an Uwe Buse, Christoph Reuter, Thore Schröder und Hani Alagbar vom "Spiegel" zum Artikel über die verheerende Explosion im August im Hafen von Beirut: Seit wann ist "Quelle: Internet" eine Ihren Qualitätsansprüchen genügender Fotocredit?
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Jennifer Ann Gerber – mit 11 Jahren zur Miss Schweiz gekrönt
Nur eine Frage an Flavia Schlittler vom "Blick": Erkennt man den Bedeutungsverlust der Miss Schweiz auch daran, dass Sie sich nicht mal mehr um korrekte Altersangaben kümmern?
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Freitag, 25. September 2020
Schumacher soll bei seinen Leisten bleiben
"Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört." Das hat der deutsche Journalist Hanns Joachim "Hajo" Friedrichs einst gesagt. Nur eine Frage an Steffen...äh Stefan Winterbauer vom deutschen Branchendienst Meedia: Warum schreiben Sie es Hajo Schumacher zu?
Dienstag, 22. September 2020
Billig - da steht ihr doch drauf
Wussten Sie, was ein Picclip wie der obige ist? Ein aus Standbildern und ein paar Zooms erzeugtes Video. Es soll hier aber nicht, um diese Fake-Clips gehen, die nur erstellt werden, um Videowerbung vor billig erzeugtem Content ausspielen zu können. Tarek El Sayed, immerhin Vize-Video-Chef von "20 Minuten", hat für den erwähnten Braut-Picclip einfach von der Trash-Website ebaumsworld.com Fotos genommen und diese zusammengeschnitten. Eine weitere von zahlreichen Urheberrechtsverletzungen auf 20minuten.ch. Nur eine Frage an El Sayed: Oder haben Sie etwa ebaumsworld.com wegen der Bildrechte gefragt?
Sonntag, 20. September 2020
Vieler Leser haben genug von recherchefreien Print-Artikeln
Lucie Machac von der "SonntagsZeitung" hat es sich einfach gemacht: Es wird nicht ein Beleg dafür geliefert, dass sich Singles wieder vermehrt klassischen Partnervermittlungen zuwenden. Stattdessen bekommt Partnervermittlerin Andrea Klausberger eine erstklassige PR-Plattform. Daher nur eine Frage: Warum nennt nicht mal Klausberger eine Zahl, welcher die Kernthese des Artikels beweisführen könnte?
Mittwoch, 16. September 2020
NZZ Handelsblatt One
Nur eine Frage an Christiane Hanna Henkel von der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ): Warum wird der Artikel zur gestrigen Apple Keynote, den Alexander Demling, San-Francisco-Korrespondent der deutschen Wirtschaftszeitung "Handelsblatt", für sein Hausblatt geschrieben hat (übrigens kostenlos lesbar), nur leicht abgewandelt (siehe Bildschirmfoto unten) auf nzz.ch veröffentlicht?
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Montag, 14. September 2020
Die Uhr tickt
Eines Tages werden Social Networks wie TikTok und Facebook ihre Urheberrechte einfordern. Dann werden Websites wie 20min.ch so viel zahlen müssen, dass sie bankrott gehen - oder die Hälfte ihres Videocontents verlieren. In diesem Zusammenhang: Nur eine Frage an Thomas Mathis von "20 Minuten": Haben Sie die Jugendlichen beziehungsweise TikTok gefragt, ob Sie das Video für Ihren Bericht verwenden dürfen?
Wer (Studien) lesen kann, ist klar im Vorteil
Heute war nicht nur in Trash-Medien wie dem "Blick" zu lesen, Echinacea/Echinaforce wirke gegen Corona (Covid-19). Ein Menge Leichtgläubige dürften es glauben. Dabei ist alles, was man derzeit sagen kann, das hier: "Wenn wir Echinaforce auf Zellkulturen geben, reduzierte dies in gewissen Fällen und bei gewissen Viren die Viruslast. Ob dieser Effekt der Echinacea oder dem Alkohol oder etwas anderem geschuldet ist, können wir nicht sagen." Ich möchte aber auf etwas Anderes hinaus: Hersteller A. Vogel AG hat die Studie indirekt mitfinanziert. Das liest man im Paper. Es muss die Studie nicht verfälschen, ist aber natürlich, da ein potenzieller Interessenskonflikt, erwähnenswert. Nur eine Frage an - nicht an den "Blick", sondern an vermeintlich bessere Medien wie die "NZZ": Warum hat keiner Ihrer RedaktorInnen die Studie aufmerksam gelesen?
Sonntag, 13. September 2020
Jeder muss sehen, wo er bleibt
Zum Start des (dem Vernehmen nach nicht sonderlich erfolgreichen) NZZ-Finanzportals "The Market" liess sich dessen Chefredaktor und Geschäftsführer Mark Dittli so zitieren: Ungeschminkte, unabhängige Meinung ist ein rares Gut in der Finanzwelt." Nur eine Frage an ihn: Warum führen Sie dann in dessen Auftrag ein liebedienerisches Interview mit Herbert J. Scheidt, Präsident der Bankiervereinigung?
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Freitag, 11. September 2020
Was soll das Gerede von Redaktionsidioten?
Bezüglich seines Leitartikels zu Coviodioten wie Ken Jebsen nur eine Frage an Eric Gujer, Chefredaktor der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ): Erkennen Sie den Widerspruch?
Mittwoch, 2. September 2020
"20 Minuten" nur noch im kostenpflichtigen Abo
Netflix schafft den kostenlosen Probemonat ab und bietet stattdessen ein paar Filme und Serienfolgen gratis und ohne Registrierungszwang zum Anschauen an. Nur eine Frage an Tobias Bolzern von "20 Minuten": Warum machen Sie einen solch üblen Clickbait daraus?
Ruhe, bitte
Nur eine Frage an Andreas Mink, USA-Korrespondent der NZZ am Sonntag (NZZaS) zum Bericht über Kyle Rittenhouse: Warum haben Sie Ruhe und Ordnung nicht wenigstens in Anführungszeichen gesetzt?
Mittwoch, 26. August 2020
That escalated quickly
Nur eine Frage an "Die Welt": Seit wann ist Christian Lindner (FDP) Vorsitzender der deutschen Sozialdemokraten (SPD)?
Montag, 24. August 2020
Werbeplatz missbraucht
Nur eine Frage an Gaudenz Looser, Chefredaktor von "20 Minuten" zu diesem Banner für den Sexversand Amorana: Das nennt man wohl kontextsensitive Werbung, oder?
Montag, 10. August 2020
Malaise des Millenial-Medien-Artikels
Wer einmal schnell bei Wikipedia nachschlägt, wie das die junge Generation so macht, liest, dass Watson 2014 von der Fixxpunkt AG um Hansi Voigt, ehemals stellvertretender Chefredaktor von 20 Minuten Online, an den Start gebracht wurde. Die deutsche Lizenzausgabe startete Ströer Media 2018. Daher nur eine Frage an Aurelie von Blazekovic von der Süddeutschen Zeitung zu ihrem Artikel über das langsame Sterben der Newsportale für die nächste Generation (Ze.tt, Bento und eben Watson, aber auch Orange): Wenn Sie bei einem solch simplen Fakt schon versagen, wie steht es dann um den Wahrheitsgehalt des restlichen Artikels?
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Sonntag, 2. August 2020
Gemischte Gefühle bei diesem gemischten Doppel
Anna Dreher und Max Hägler haben für die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) ein Interview mit Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, und Hildegard Wortmann, Mitglied des Vorstands der Audi AG, geführt. Schon der Beginn (siehe oben) kommt arg werbelastig daher. Als weiteres Beispiel sei nur das untenstehende genannt. Daher nur eine Frage an die beiden Journalisten: Hätten Sie das Interview mit Kalle Rummenigge auch bekommen, wenn die Audi-Vorständin nicht dabei gewesen wäre?
Sie werden nicht glauben, was sich dahinter verbirgt
Es geht hier nur um eine Hundeattrappe, welche die Tierschutzorganisation PETA grill(ier)t. Daher nur eine Frage an Marie Todeskino, Chefredaktorin bzw. Chefredakteurin des deutschen Portals "Der Westen": Wollen Sie mit solchen Inhalten den Clickbait-Oscar abräumen?
Sonntag, 19. Juli 2020
Gelebte Medienvielfalt
In der "NZZ am Sonntag" und in der "SonntagsZeitung" sind zwei ziemlich ähnliche Artikel der freien Journalisten Brigitte Kramer erschienen. Es geht um die Folgen von Covid-19 (Coronavirus) für Mallorca im Allgemeinen und den Ballermann im Speziellen. In beiden Berichten taucht beispielsweise der Reisebürobetreiber Guy Steffen auf. Und der balearische Tourismusminister Iago Negueruela wird zitiert. In der NZZaS wird aber wenigstens erwähnt, dass er nicht mit Kramer gesprochen hat, sondern sie bloss Zitate aus dem "Diario de Mallorca" nutzt. Es gibt also zwei Möglichkeiten: Kramer hat die beiden führenden Sonntagsqualitätszeitungen im Unklaren darüber gelassen, dass sie beiden eine ähnliche Story verkauft hat. Oder es war den Blattmachern egal. Daher nur eine Frage an die Chefredaktoren Luzi Bernet (NZZaS) und Artur Rutishauser (SoZ): Was ist hier schiefgelaufen?
Gut geschleimt, ist halb gewonnen
Im Februar ist im Feuilleton der NZZ ein angebliches Streitgespräch mit Victor Schmid und Andrés Luther erschienen. Geführt haben es seitens der Neuen Zürcher Zeitung Michael Schoenenberger (Inlandschef) und Feuilletonchef René Scheu. Wie liebedienerisch das das Ganze daherkommt, sieht man schon in der Bildunterschrift: "Als `Konsulenten` wollen sie beraten, keine Propaganda machen." Schmid und Luther arbeiten für Hirzel.Neef.Schmid.Konsulenten, die nach eigenen Angaben führende Kommunikationsberatung der Schweiz. Zu genau dieser wechselt NZZ-Ressortleiter Inland Schoenenberger per Januar 2021. Er gibt an, einige Male beruflich mit den Konsulenten zutun gehabt zu haben. Eine nicht unwesentliche Rolle dürfte das oben erwähnte Interview gespielt haben. Das Problem ist jedoch grösser: Immer wieder wechseln Redaktorinnen und Redaktoren der NZZ die Seite - und dabei allzu gern zu Unternehmen oder Organisationen, über die sie beispielsweise vorher berichtet haben oder deren Themen in ihre Verantwortung fielen. Als Beispiel sei Claudia Aebersold Szalay genannt, die einst relativ unkritisch über die Schweizerische Nationalbank (SNB) berichtete und 2019 zu derselben wechselte - als Mediensprecherin. Auch Schoenenberger hatte sich ja schon mal als Berater versucht. Nach einem kurzen Intermezzo bei der Agentur Farner kehrte er zur NZZ zurück. Wie zu vernehmen ist, bedauerte man dies bei der Agentur nicht sonderlich. Nur eine Frage aber an all jene NZZ-RedaktorInnen, die bald das Haus verlassen werden: Wäre es möglich, sich einen Job zu suchen, für den man sich nicht zuvor an den neuen Arbeitgeber heranschleimen muss?
Bruchrechnen: durchgefallen
Nur eine Frage an Brigitte Huber, Chefredaktorin von "Brigitte Wir": Was passiert in der vierten Lebenshälfte?
Samstag, 4. Juli 2020
Kranke Branche
In Zürich springen sie einem derzeit an vielen Orten ins Auge - die Werbeplakate für den Sanitas Health Forecast. Der Name der Krankenversicherung mag kleiner geschrieben sein als der Rest. Es ist aber nichts Anderes als Content Marketing des Unternehmens. Gemacht wurde das 400-seitige Werk von der Agentur Branders. Es gibt dazu den Sanitas Health Forecast Podcast mit Frank Baumann auf allen gängigen Streamingdiensten wie Spotify. Der Report wurde übrigens im Wörterseh Verlag veröffentlicht. Dessen Chefin ist Gabriella Baumann, Franks Frau. Dass es kein qualitätsjournalistisches Erzeugnis ist, wie der Verkaufspreis von 18 Franken nahelegen soll (in Wahrheit dürfte ein Grossteil der Auflage verschenkt werden), legt auch das Editorial nahe. Es ist (im Auftrag) von Andreas Schönenberger geschrieben worden - seines Zeichens Sanitas-CEO. Der Untertitel des Reports lautet "Die Gesundheit der Zukunft. Wie wir bald 120 Jahre lang gesund leben werden". Im Gros der Texte erfährt man dazu allerdings wenig, denn sie kommen ohne harte Fakten aus. Wird nun schwierig, wenn es zum die Zukunft geht. Doch auf das Niveau will ich nicht hinaus. Mir ist etwas anderes aufgefallen. Schon auf dem Buchrückseite ist stolz die Rede von 30 Journalisten, die an dem Werk mitgearbeitet haben. Vorn sind sie dann aufgelistet: Julia Heim, Jana Avanzini, Jessica Braun, Sven Broder, Joël Luc Cachelin, Michelle de Oliveira, Denise Dollinger, Fabienne Eichelberger, Manuela Engrist, Barbara Esser, Wilma Fasola, Daniel Gerhardt, Danica Gröhlich, Annik Hosmann, Matthias Mächler, Anna Miller, Corinna Mühlhausen, Jessica Prinz, Georges T. Roos, Michèle Roten, Katrin Roth, Annette Schär, Oliver Schmuki, Kathrin Schwarze-Reiter, Stefan Schweiger, Miriam Suter, Joëlle Weil, Christoph Zurfluh.
Man möchte sich also dank der Namensnennung diverser JournalistInnen einen journalistischen Anstrich geben. Es gibt nur ein Problem: Journalisten dürfen keine interessensgeleitete Kommunikation machen, denn dadurch werden Abhängigkeiten und Interessenskonflikte generiert.
Nur eine Frage an die Beteiligten: Verstehen Sie nicht, dass sich damit das letzte Quäntchen Ihrer Glaubwürdigkeit für ein paar Franken nehmen lassen?
So erkennt man Werbung frühzeitig
Immer wieder haben wir hier im Blog über die Praktiken der TX Group berichtet, in deren Zuge Werbung bei 20 Minuten oder im Tages-Anzeiger nicht ordentlich gekennzeichnet wird. Interessant ist, dass etwa 20 Minuten im Impressum angibt, es gebe zwei Arten von Inhaltswerbung: Branded Content (mit Paid Post gekennzeichnet) und Native Advertising (mit Sponsored gekennzeichnet). Der obige Beitrag ist wie diverse andere aber als Kooperation betitelt. Klickt man ihn an, liest man am Ende unter der Überschrift "Unsere Partner und Sponsoren": "Dieser Beitrag wurde von Commercial Publishing in Zusammenarbeit mit... erstellt. Commercial Publishing ist die Unit für Content Marketing, die im Auftrag von 20 Minuten und Tamedia kommerzielle Inhalte produziert." Es fliesst also Geld. Nur eine Frage an den neuen Executive Chairman Pietro Supino: Was sagen Sie zu diesem Etikettenschwindel?
Alte vs. Neue Welt
Angesichts dieses Artikels zum Fall Bergisch Gladbach nur eine Frage an Daniel Deckers von der Frankfurter Allgemeinen (F.A.Z.): Wie kommen Sie darauf, dass sich hinter 30'000 IP-Adressen ebenso viele Menschen verbergen?
Freitag, 26. Juni 2020
Kooperative Redaktion
Nur eine Frage an Gaudenz Looser, Chefredaktor von 20 Minuten: Warum wird diese "Kooperation" nicht als das gekennzeichnet, was sie ist - reine Werbung?
Donnerstag, 12. März 2020
Alles hat seinen Preis
«Einzelne Beiträge» der neuen Werbeformate, in denen kommerzielle Inhalte mit journalistischen Mitteln aufgearbeitet worden sind, seien für die Leser allerdings «nicht eindeutig als nicht-redaktionell verantwortet erkennbar» gewesen, schreibt Res Strehle in seinem jüngsten Qualitätsreport 2019.
Vorbildlich sei, dass Tamedia-Journalisten nicht zugleich redaktionell und kommerziell tätig sein dürften. Als positiv wertete der Ex-Chefredaktor des «Tages-Anzeigers» auch, dass die Begriffe «Sponsored» (für «Native Advertising») und «Paid Post» (für Produktpromotionen) durch den Zusatz «Anzeige» respektive «Werbung» hervorgehoben würden und das Logo des Werbeauftraggebers gezeigt werde. Nur eine Frage an Res Strehle: Was halten Sie von Kennzeichnungen wie der obigen auf 20minuten.ch?
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Sonntag, 8. März 2020
Schneidet Hans-Hermann Tiedje Anne Losensky die Eierstöcke ab?
Anne Losensky berichtet für Bild vom Streit zwischen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Pflegeheim-Unternehmer Ulrich Marseille (MK-Kliniken). Es geht unter anderem darum, dass Erstgenannter letztgenanntem an einem Treffen der Unternehmensberatung WMP in Berlin gedroht haben soll, ihm die Eier abzuschneiden. Könnte aber auch überspitzt formuliert gewesen sein. Interessant ist ein anderes Detail: Losensky zitiert einen Zeugen, "Medienunternehmer Hans-Hermann T. (70). Bild nennt doch sonst gern Ross und Reiter. Daher nur eine Frage an Bild-Chefredaktor Julian Reichelt: Warum schreibt Bild nicht, dass es sich bei dem Zeugen um Hans-Hermann Tiedje handelt, einst Chef der Bild-Zeitung?
Freitag, 8. November 2019
Abschreiben, umschreiben, einsparen
Als Pascal Hollenstein noch bei der NZZ am Sonntag war, gab es dort ein interessantes Experiment: Man bestellte einige Agenturen ab und schrieb die Meldungen einfach aus dem Netz von Websites ab, die Kunden von Reuters und Co. waren. Kürzel davor, Quelle genannt und das war's. Das dürfte auch bei CH Media passieren, wenn dort, wie diese Woche angekündigt, das eigene Newsdesk steht und von der SDA nur noch ein Rumpfangebot bezogen wird. SDA-Meldungen, Stichwort: Ticker, gibt es bekanntlich im Netz nach wie vor vielerorts gratis oder mit einem Digital-Abo, an das - etwa für die NZZ - zu gelangen, für CH-Media-Mitarbeiter ja kein Problem sein dürfte. Fassen wir zusammen: Lokal müssen die CH-Media-Medien ohnehin eigene Stories produzieren. Inland und Wirtschaft können sie von anderen Medien/der SDA abschreiben, Kürzel darüber setzen, artig auf die Originalquellen (also etwa auch Medienmitteilungen) verlinken und schon spart man ein paar Hunderttausend Franken im Jahr - und hämmert der darbenden SDA einen weiteren Sargnagel ein. Deren Angebot wird noch schlechter. Darauf verweisend, können die Verleger noch weiter die Preise drücken und die Negativspirale dreht sich immer schneller. Nebenbei bemerkt: Redaktionen wie 20 Minuten beschäftigen seit jeher Netzreporter, die nichts anderes tun, als Meldungen aus dem Web abzuschreiben. Nicht nur von anderem Medien, sondern auch von Agenturen. Da wird dann etwa eine dpa-Meldung ins CMS kopiert und innert zehn Minuten so umgeschrieben, dass man das Original nicht mehr erkennt. Fact Checking und Quellensortierung hat die Agentur ja schon gemacht. Wenn Hollenstein davon spricht, dass man sich einen gewissen Einspareffekt erfhoffe, dann darf man nicht vergessen, dass Einsparungen der Hauptgrund für die Existenz von CH Media sind. Daher nur eine Frage an Pascal Hollenstein: Warum nicht mal ehrlich sein?
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Nicht ganz so schöne Aussichten
Es ist ein offenes Geheimnis, dass NZZ Bellevue nicht läuft. Paid Posts kommen meistens auf den NZZ-Lifestyle-Seiten nur zustande, weil man sie in Paketen mitverkauft. Insofern überrascht die heutige Jubelmeldung nicht. Man könnte jetzt dazu sagen, dass eine Million Page Impressions pro Monat lächerlich sind und ein Rekord immer leicht aufzustellen ist, wenn man keine Leistung gebracht hat. Oder: Kerstin Netsch hat die letzte Chance, das Projekt zu retten. Aber nur eine Frage an Edith Hollenstein von persoenlich.com: Seit wann sind Besuche gleich BesucherInnen?
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Passagiere können jetzt in der Zeitung auf Relevantes warten
Nur eine Frage an Gaudenz Looser, Chefredaktor von 20 Minuten: Was hat diese PR-Meldung für die neue Lounge der Airline Swiss mitten im Wirtshaftsteil der Zeitung zu suchen?
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Mittwoch, 2. Oktober 2019
Quizfrage: Wie war das noch gleich mit dem Interessenkonflikt?
Zum Thema journalistische Unabhängigkeit nur eine Frage an Blick-Journalistin Flavia Schlittler und ihren Chefredaktor Christian Dorer: Darf man als Mitarbeiterin der Zeitung am Zurich Filmfestival für UPC Schweiz eine Quizshow (UPC Movie Challenge) moderieren?
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