Die Kollegen von bildblog.de haben sich unlängst bereits zur Qualität von TargetMap.com als Quelle ausgelassen. Damals ging es um Busen- und Penisgrössen im internationalen Vergleich und die mangelhafte Berichterstattung von bild.de über diese Statistiken. Kurz zusammengefasst. Auf TargetMap.com kann jeder Karten erstellen, die Datenbasis ist daher oftmals nicht besonders zuverlässig.
Und nun habe ich bei blick.ch nicht nur die Bild-Geschichte noch einmal gelesen, sonder auch folgende Karte erspäht:
Ein kurzer Blick zeigt, dass mitunter Bevölkerungszahlen mancher Länder von 1990 stammen, während andere von 2010 sind. Das gilt auch für die geschätzten Zahlen der Prostituierten im jeweiligen Land. Die Erhebung weist noch viel mehr Mängel auf. Beispielsweise ist Russland als Land angeben, die Zahl der Dirnen wurde aber nur für Moskau geschätzt. Ohnehin sind in der Quellenliste kaum seriöse zu finden. Abschliessend nur eine Frage zum "Atlas der käuflichen Liebe", blick.ch: Wenn man im Text schon demonstrativ die vom Bildblog publik gemachten Bild.de-Fehler wiederholt, warum hängt man sich nicht wenigstens bei der eigenen Prostituierten-Geschichte rein?
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Dienstag, 1. Mai 2012
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Mittwoch, 3. November 2010
Man muss auch delegieren können

Der Multimedia-Bund der SonntagsZeitung ging in diesem Jahr nicht ohne Grund im Wissensteil auf, denn allzu viel Interessantes findet sich selten auf den Digital-Seiten. Die erste Seite gehört meistens irgendwelchen Gadgets, die alberne Sterne erhalten. Und das nennt sich dann Test. Ausserdem werden Testergebnisse aus Zeitschriften wie CHIP zusammengefasst und dann gibt es immer noch längere Artikel, die meistens merkwürdig aus der Zeit gefallen sind, weil man sie immer bringen kann - oder oft auch gar nicht. Denn Neues erfährt man selten. Meistens schreiben Barnaby Skinner und Simone Luchetta einfach an der Aktualität entlang. Hat man beispielsweise alles zu Windows Phone 7 gelesen, kommen sie mit einer Zusammenfassung um die Ecke - drei Wochen später. Daher wirkt die obige Aufforderung umso bizarrer, denn Stress scheinen die beiden Restredaktoren nicht zu haben. David Bauer, der unlängst einen unsäglichen, aus Wikipedia-Artikeln und zehn wegweisenden Blog-Posts zusammengestellten Kompass für die digitale Welt veröffentlichte und Geschichten-Hochjazzer Michael Soukup arbeiten nicht mehr für das Tamedia-Blatt oder sind in den Wirtschaftsteil gewechselt.
Nur eine Frage: Wie lang ist es her, dass Crowdsourcing ein Trend sein sollte?
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