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Mittwoch, 25. September 2024

Nicht aller Ehren wert


Nur eine Frage
an Joachim Käppner von der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) zu seiner Rezension der Erinnerungen von Julian Nida-Rümelin ("Aller Ähren wert"): Fanden Sie diese viel zu lange Bildunterschrift so spritzig, dass sie diese gleich nochmal mit Fehlern an den Anfang des Artikels gestellt haben? 

Dienstag, 17. September 2024

So brutal wirkt fehlende Kompetenz


Wir haben hier schon häufiger darüber berichtet, wie Medien Videos aus sozialen Netzwerken stehlen und sie entweder direkt auf eigene Server hochladen oder sie vorher noch notdürftig bearbeiten. Das Ziel ist es jeweils, eigene Werbung vor den Videos zeigen zu können. Das jüngste Beispiel stammt von "20 Minuten": Fee Anabelle Riebeling hat einen Artikel über den Einsatz von Thermit im Ukrainekrieg aus dem Netz zusammenkopiert. Um diesen geht es uns aber nicht, sondern um das Video, welches Tizian Führer vor allem auf Basis eines Videos eines ukrainischen Telegram-Accounts erstellt hat. Natürlich haben weder er noch seine Kollegin selbst recherchiert. Führer gibt im Video an, sich auf Recherchen "N-TV" zu stützen. Der deutsche Sender ist nicht gerade für seine Zuverlässigkeit bekannt. 

Wie üblich wird bei Einblendern oder im Text mit Wörtern wie "anscheinend", "ist nicht bekannt" und "vermutlich" gearbeitet. Denn klar: Man hat ja nichts recherchiert  und das Medium, auf das man sich bezieht, auch nicht. Natürlich wird auch nicht darauf hingewiesen, dass nicht nur Kriegsvideos immer mit Vorsicht zu geniessen sind. "SRF" etwa weist regelmässig in Nachrichten darauf hin, dass sich zum Beispiel Angaben aus israelischen Militärkreisen nicht unabhängig überprüfen lassen. BTW: Unten im Artikel sind weitere Videos enthalten, gern einfach von Telegram heruntergeladen und auf eigene Server hochgeladen. Nur zur Erinnerung: Das verstösst gegen die Nutzungsbestimmungen der Social Networks.

Daher nur eine Frage an Chefredaktorin Désirée Pomper: Dass vor den Video zu lesen ist, dass man sie wegen der Werbung gratis schauen kann, das zeigt schon Ihren Humor. Denn wer würde den jemals für Inhalte von "20 Minuten" bezahlen?

Container neben Reihenhäusern


Das Thema sorgt oft für Diskussionen: Flüchtlingsheime in Wohngegenden. Doch Kirchheim ist kein Viertel von München und schon gar keine luxuriöse Gegend. Nur eine Frage an Robert Gongoll und Andreas Bachner von "Bild" zum Artikel: Würde man das korrekt schreiben, wäre die Hälfte des Aufregungspotenzials weg, gell? 

Vermisstes Korrektorat in Zürich ZH nicht gefunden

 


Nur eine Frage
an den Blick: Jäger werden auch immer älter, oder?

Dienstag, 10. September 2024

Hab die Taschen vollgemacht


Nur eine Frage
an Gonne Garling und Stefan Schlagenhaufer von "Bild": Wie viel hat Ihr Medium von Ikea für diese Schleichwerbung bekommen? 

Wer zu spät kommt, den bestraft die Leserin


Gestern Abend fand die Apple Keynote zum iPhone 16, der Apple Watch 10, Ultra 2 und den AirPods 4 statt. Heute Morgen auf handelszeitung.ch: diese Vorschau - und diese auch noch von "Blick"-Redaktor Tobias Bolzern. Daher nur eine Frage an Chefredaktor Markus Diem Meier: Ist das diese Qualitätsoffensive der "Handelszeitung", von der zurzeit alle reden? 

Sonntag, 8. September 2024

Tippfehler sorgt für Lacher an Blog-Themenkonferenz


Nur eine Frage
an "20 Minuten": You had one job, oder?

Dienstag, 3. September 2024

So spendabel war der "Blick" nicht


Am Wochenende spielte Tokio Hotel am Seaside in Spiez BE und an den Summerdays in Arbon TG. Ihren krönenden Abschluss machten sie privat in der Zürcher In-Beiz Fischer's Fritz. Wie das ablief, erzählt Gastronom Michel Péclard im "Blick". So weit so belanglos. Das Problem auch hier: Das Video oben wurde einfach bei Instagram geklaut und auf "Blick"-Server hochgeladen. Das Ganze wurde dann noch mit einem Blick-TV-Logo am Ende garniert, damit die Dummen denken, es hätte irgendeine Eigenleistung gegeben. Man könnte Videos ja auch einbetten, aber dann könnte man keine eigene Werbung anzeigen. Nur eine Frage an Steffi Buchli, Head of Content: Sie wissen schon, dass ihr Team jeden Tag mannigfach gegen die Nutzungsbedingungen diverser Social Networks verstösst, oder?

Dienstag, 27. August 2024

Der Zug für die Bildredaktion ist abgefahren


Jeder vierte Container auf deutschen Schienen fährt nach oder aus Hamburg und es geht um die Strecke zwischen der Hansestadt und Hannover. Wie könnte man diesen Artikel wohl bebildern? Nur eine Frage an den "Spiegel": Ist das so schwierig?

Sonntag, 25. August 2024

Video? Hab Kainz


Dieses ist nur ein Beispiel von vielen: Granit Xhaka (Bayer Leverkusen) hat im Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach mit einem sehenswerten Distanzschuss das 1:0 erzielt. Blöd nur, wenn man (wie Mathias Kainz von "nau") kein Video hat. Man geht also auf X, klaut dort eins (, das ebenfalls geklaut wurde,), lädt es auf den eigenen Server hoch und zeigt es dann seinen Nutzer:innen. Das Ganz natürlich mit vorgeschalteter Werbung. Wie zum Hohn gibt Kainz den Credit des X-Nutzers an. Daher nur eine Frage an "nau": Hätten Sie nicht wenigstens X statt Twitter im Credit schreiben können?

Donnerstag, 25. Juli 2024

Fehlerhaftes Update


Wohl kaum ein Schweizer IT-Fachmedium sucht ständig so viele Praktikant:innen wie die "Netzwoche". Nur eine Frage an Chefredaktor Marc Landis: War bei diesem Post auf X zu Crowdstrike auch eine(r) am Werk? 

Samstag, 13. Juli 2024

Steht es so schlimm um "Streelife"?


Dem Vernehmen nach wird die Streetlife Media AG 2024 nicht überleben. Daher nur eine Frage an Chefredaktorin Silvana Guanziroli: Schaffen Sie es deshalb nicht mehr, Anzeigen wie diese fehlerfrei zu schalten?

Sonntag, 16. Juni 2024

Encore une fois


Angesichts dieser Schleichwerbung (heute mal) für Oris und Bulgari in Tamedias Lifestyle-Postille "encore" nur eine Frage an Chefredaktorin Renata Libal: Wie oft noch? 

Dienstag, 4. Juni 2024

Newsredaktor:in ohne Nachdenken unterwegs


Nur eine Frage
an "20 Minuten": Gibt es auch 15-Jährige mit gültigem Führerausweis? 

Dienstag, 28. Mai 2024

Rechercheflops beim "Tagi" auf Rekordhöhe

Zu diesem reisserischen Teaser des "Tages-Anzeigers" schreibt Leser M-W. völlig korrekt bereits gestern (am Erscheinungstag) in einem Kommentar: «Wieso machen Sie in einem Artikel allgemeine Ausagen, schreiben diese gross in die Überschrift und erwähnen dann im Artikel beiläufig, dass diese Zahlen NICHT repräsentativ sind? Und erwähnen vor allem nicht, dass die repräsentativen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) etwas völlig anderes zeigen? Wenn Sie ausschliesslich Daten der Schuldenberatungsstellen nehmen, ist das, als würden Sie eine Unfallstatistik in einer Autowerkstatt erstellen! Nach BFS sind die Zahlungsrückstände zurückgegangen! Und zwar auch die für die Krankenkassenprämien.

HasEtwa 6% der Bevölkerung leben in einem Haushalt mit Zahlungsrückständen bei den Steuern, etwa 5% mit Zahlungsrückständen bei Prämien oder Miete. Unter den Verschuldungsgründen spielen Gesundheitskosten auch kaum eine Rolle. Kredite werden vor allem für Autos und Wohnraum aufgenommen und sogar häufiger für Ferien als für Gesundheitskosten.

Gerade vor den Gesundheits-Abstimmungen wäre es sehr wichtig objektiv und umfassend zu informieren. Das hier sieht mir eher nach einseitiger Berichterstattung und Stimmungsmache aus.»

Passt ist ... nichts. Daher nur eine Frage an die Journalisten Dominik Balmer und Patrick Meier: Wollen Sie so die wenigen Leser:innen, die es gut mit Ihnen meinen, auch noch verprellen?

Ups! Seite doch gefunden


Nur eine Frage
an Stefan Wüthrich (SRF Espresso) zu diesem Bericht über eine Phishing-Attacke auf Kund:innen der Postfinance: Welcher schlimme Fehler hat Sie gezwungen, diesen Artikel kommentarlos zu löschen?

Freitag, 24. Mai 2024

Digitecs Werbeh**e


Seit Jahren wirbt Digitec mit relativ provokativen Kommentaren. Der Newswert ist also gering: Gestern hat Carolin Teufelberger über den vermeintlichen Auftreger einer Digitec-Anzeige mit dem Wort H***nsohn berichtet, nun macht der Versandhändler daraus diesen LinkedIn-Post daraus. Daher nur eine Frage an die Journalistin: Haben Sie damit Ihrem alten Arbeitgeber Digitec Galaxus (siehe unten) einen Gefallen getan?

Sonntag, 19. Mai 2024

Die Recherchefähigkeiten sind alarmierend

 

"Offizielle Zahlen zu Inzest gibt es nicht ..." "Die tatsächliche Zahl dürfte weit höher sein ..." "Die Dunkelziffer von Inzestfällen dürfte hoch sein ..."  All das sind Zitate aus dem Artikel mit dem oben zu sehenden reisserischen Teaser. Daher nur eine Frage an Céline Zahno, Politikpraktikantin beim "Blick": Wie kommen Sie darauf, dass die (nicht existenten) Zahlen alarmierend sein sollen?

Sonntag, 12. Mai 2024

Encore une fois


"Encore", die Lifestyle-Postille der "SonntagsZeitung" bringt schon wieder Schleichwerbung – in der heutigen Ausgabe für Bucherer und Clarins. Nur eine Frage an Chefredaktorin Renata Libal: Wie lange noch? 

Leading Content-Austausch-Alliance


"Südtirol greift gegen Massentourismus durch", liest frau heute in der "SonntagsZeitung". Der Artikel von Tobias Kaiser ist interessant  und bereits in der "Welt am Sonntag" erschienen. Richtig kommuniziert wird das nicht; unter dem Text sind bloss die Logos der deutschen Wochenzeitung und der Leading Newspaper Alliance zu sehen (, der auch die "SonntagsZeitung" angehört). Aber nur eine Frage: Wer weiss das?  

Sonntag, 5. Mai 2024

Low End


«Florian Schwab ist ein Glückfall für uns, da er redaktionelles Können und Verlagserfahrung auf höchstem, internationalen Niveau auf sich vereint», sagte Claude Baumann, Gründer und CEO der Finews Group, unlängst als Florian Schwab von der "Weltwoche" zu "Finews" wechselte. Und was macht Schwab da? Werbung wie die oben zu sehende für das Hotel "My Arbor" in Südtirol. Nur eine Frage an Schwab: Warum ist diese Reklame nicht als solche gekennzeichnet?

Freitag, 19. April 2024

So funktioniert die Live-Anzeige von Schleichwerbung


Hinter diesem Post auf X versteckt sich ein von Samsung bezahlter Beitrag zur Galaxy AI auf "Futurezone". Daher nur eine Frage an Chefredaktorin Claudia Zettel: Warum wird das nicht transparent ausgewiesen?

Sonntag, 14. April 2024

Encore une fois


Nur eine Frage
an Renata Libal, Chefredaktorin "encore": Warum kennzeichnen Sie diese Artikel noch immer nicht vorschriftsgemäss als Werbung (in diesem Fall für Club Med bzw. Tag Heuer)?

Mit leichtem Recherchegepäck untewegs


Dass der Aviatikexperte Cord Schellenberg es (schwammig) sagt, zählt nicht. Daher nur eine Frage an Maren Meyer von der "SonntagsZeitung": Warum liefern Sie in Ihrem Artikeln nicht einen einzigen Beleg dafür, dass die Fluggesellschaften die Kontrollen in puncto Handgepäck verschärfen?

Dienstag, 9. April 2024

Praktikant statt Überflieger


El Tony Mate soll gemäss "Blick" Red Bull in der Schweiz überflügelt habe. Das hiesse ja, dass von den diesen Dosen mehr verkauft werden als von denen mit dem Energy-Drink aus Österreich oder sich Chefin Saskia von Moos über höhere Umsätze freuen könnte als Red Bull. Allerdings wird im Artikel von Robin Wegmüller keine einzige Zahl genannt, die belegt, dass El Tony Mate Red Bull überholt hat. Daher nur eine Frage an den "Praktikanten Wirtschaft": Hat man Ihnen am ersten Tag beim "Blick" gleich das Prinzip Clickbaiting erklärt?

Dienstag, 2. April 2024

In 1,5 Jahren ist nichts passiert


Der "Tages-Anzeiger" hat einen im Oktober 2022 bereits erschienenen Artikel zur Zeitumstellung erneut veröffentlicht. Darauf wird auch hingewiesen. Unterm Text ist zu lesen, der Artikel sei aktualisiert worden. Das heisst allerdings nur, dass der damalige Aufhänger entfernt wurde: "Derzeit plädieren einige Schweizer Politiker dafür, die Sommerzeit rund ums Jahr beizubehalten, darunter FDP-Nationalrat Matthias Jauslin und GLP-Präsident Jürg Grossen. Denn das würde wegen der besseren Ausnutzung der Tageshelligkeit Strom sparen. Und Stromsparen ist nun mal das Gebot der Stunde." Zudem wurden ein paar Zwischentitel umformuliert bzw. an anderer Stelle gesetzt. Im Klartext: Es wurden keine neuen Studien, Zahlen o. ä. aufgegriffen. Und da gibt es Einiges aus den vergangenen anderthalb Jahren seit erstmaligem Erscheinen des Berichts. Daher nur eine Frage an die Autoren Nik Walter (mittlerweile entlassen) und Joachim Laukenmann: Ist das dieser Billig-Journalismus, von dem immer alle reden?

Keine Überraschung


Nur eine Frage
an "Blick"-Digitalredaktor Tobias Bolzern, hier mit einer Zweitverwertung zur Apple WWDC auf handelszeitung.ch am Start: Welche "grosse Überraschung" meinen Sie genau - dass es Neues zu iOS 18 und Künstlicher Intelligenz geben wird, wie es die Spatzen sei Monaten von den Dächern pfeifen und es daher schon mannigfach überall zu lesen war? 

Sonntag, 24. März 2024

Keine süsse Überraschung


Nur eine Frage
an Nina Kobelt zu ihrem Artikel in der "SonntagsZeitung" über die bekanntesten Schweizer Schokoladenfabriken: Fehlt (das House of) Läderach in Bilten in diesem Listicle wegen der jüngsten Negativschlagzeilen über Jürg Läderach?

Sonntag, 17. März 2024

Netto ein Artikel mehr


Der Blick möchte so gern Geld mit Blick+ verdienen, bringt aber allzu oft nur Sub-20-Minuten-Niveau zustande. Ein Beispiel: "Eine Studie der Bank Cler aus dem letzten Jahr bringt Licht ins Dunkle. Sie analysiert die Reineinkommen für die Jahre 2007 bis 2019. Reineinkommen? Dabei handelt es sich um das Nettoeinkommen (Löhne, Renten, Alimente und Kapitaleinkommen) minus Abzüge wie Gesundheitskosten, gemeinnützige Zuwendungen oder Einzahlungen in die Säule 3a. 
Wichtig zu wissen: Die Studie der Bank Cler setzt für ihre Analyse auf Nettolöhne." 

Aha, vielleicht sollte Autor Rolf Kromer gleich noch ein drittes Mal direkt danach erwähnen, dass es um Nettoeinkommen geht. Stossender ist aber, dass dieser Artikel vom 15.3.24 bereits im Mai 2023 schon einmal veröffentlicht wurde, worauf der "Blick" unter dem selbigen auch hinweist. Nur eine Frage: Warum wird nicht transparent gemacht, welche Änderungen es gegeben hat, um dem Verdacht des plumpen Rezyklierens entgegenzutreten?

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Nur eine Frage
an "Bild" zu den Spielschulden des Sängers Bruno Mars in Las Vegas: Schon mal über kontextsensitive Werbung nachgedacht?