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Montag, 12. Februar 2024

"Blick" wird diese Story trotz heftiger Kritik nicht löschen


Geschätzte 80 Prozent der geneigten "Blick"-Leser:innen 
 bekanntlich ohnehin nicht die hellsten Kerzen am Baum  denken beim obigen Teaserbild samt -text, dass der ehemalige Ski-Star Linsey Vonn Roger Federer eine echte Liebeserklärung gemacht hat. Die heftige Kritik könnte sich darauf beziehen, dass der ehemalige Tennisstar bekanntlich vier Kinder hat und Ehefrau Mirka das Ganze als geschmacklos empfinden könnte. Das erinnert an die Titelbilder der Yellow Press. Klickt man den Teaser an, kommt das Bild unten. Das Bild der vermummten Skifahrer deutet an, dass Federer und Vonn nicht gesehen werden wollten, Vonn versehentlich einen Post veröffentlichte, in dem sie ihre Liebe verriet und diesen daher löschen musste. Am Ende entpuppt sich das Ganze als harmloser Skitag unter Freunden und die Liebeserklärung, welcher erst im Lauftext das Adjektiv "regelrechte" vorangestellt ist, als dieser Text: "Normalerweise enttäuschen dich Menschen, die du bewunderst, auf irgendeine Art – aber nicht Roger Federer." Warum sie ihn gelöscht hat? Überflüssig zu erwähnen. 

Es gilt ja als offenes Geheimnis, dass Blick+ nicht läuft. Man sieht das auch daran, dass das digitale Bezahlangebot der einst so stolzen Ringier-Boulevardzeitung derzeit zum Sechsmonatsangebot von 29 Franken verramscht wird. Daher nur eine Frage an Cédric Heeb zu seiner Clickbaiting-Story: Gelesen wurde sie bestimmt oft, aber glauben Sie ernsthaft, dass irgendjemand danach ein digitales "Blick"-Abonnement abschliessen wird?


Mittwoch, 7. Februar 2024

Dating-Boom, Recherche-Crash


Nur eine Frage
an Markus Presta, Gastautor von "Inside Paradeplatz" und dessen Macher Lukas Hässig: Warum wird im Artikel kein einziger Beleg dafür geliefert, dass es immer mehr einsame Herzen mit Online-Datingplattformen versuchen?

Dann halt auf die Yacht nach Mounte Carlo


Nur eine Frage
an "Bild": Seit wann heisst der Monte Terminillo Mounte?

Sonntag, 4. Februar 2024

Journalistische Ehre macht den Abflug


Ich weiss, das dass Ressort Reisen traditionell neben dem Autoressort das korrupteste ist. Trotzdem nur eine Frage an Steffi Buchli, Head of Content beim "Blick", zur Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalten: Warum muss ein Journalist wie Reto Scherrer eine Dauerwerbesendung wie den Podcast "Usgfloge" für Vögele Reisen moderieren?

Die Ära der weltumspannenden Recherchen ist zu Ende


"Die Ära der weltumspannenden Konzerne geht zu Ende" schreiben Jürg Meier, Guido Schätti und Benjamin Triebe in der "NZZ am Sonntag". Aufhänger ist, dass Holcim das US-Geschäft abspaltet, um von Subventionen zu profitieren. In weiteren Artikeln wird vermeintlich nachgelegt. So fällt Markus Städeli für seinen Kommentar nur das Beispiel Meyer Burger ein. Der Solaranlagenhersteller konzentriert sich auf seine Produktion in Nordamerika  wegen dortiger Zuschüsse. Dann wird noch Jens Südekum, Professor an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, zitiert. Harte Zahlen oder sonstige Belege für das Ende einer Ära hat er aber auch nicht zu bieten. Man könnte den NZZ-Redaktoren jetzt erklären, dass weltumspannende Konzerne durchaus in manchen Ländern produzieren und in anderen ihre Zentralen haben können und so weiter. Aber lassen wir das. Im Klartext: Die NZZ liefert anderthalb Belege ihrer steilen These. Daher nur eine Frage an Chefredaktor Beat Balzli: Sieht so die nach dem Rausschmiss von Jonas Projer intern verbreitete Zielsetzung "Mehr Qualität" aus?

Mittwoch, 24. Januar 2024

Das ging ins Auge


Weil "Rocky" ein Film, aber kein Filmsong ist, nur eine Frage an Stefan Künzli von der "Aargauer Zeitung" zu diesem Nachruf auf Frank Farian: Hat den Text eine KI verfasst?

Medoutside


Priska Christen, Jeannine Kohli und Anja Wüest betreiben den Podcast "Villa Margarita". Die beiden Apothekerinnen und die Frauenärztin widmen sich in diesem allerlei Frauengesundheitsthemen. Wie erfolgreich sie reichweitenmässig und finanziell damit sind, ist nicht öffentlich bekannt. Daher nur eine Frage an Esther Diener-Morscher von "Medinside": Wie kommen sie darauf, dass die drei Stars seien?

Sonntag, 21. Januar 2024

Zahlen, bitte


Typische Geschichte: Man hat ein paar Einzelfälle und versucht diese zu einem schweizweiten Phänomen aufzublasen. Dieses Mal geht es um Baumängel. Sylvain Besson und Anielle Peterhans haben leider nichts Handfestes recherchiert. 

Was sie haben: Brigitte Hunkeler, Architektin und Mitverfasserin eines Expertenberichts über die Villen Champs du Léman (Aufhänger für den Artikel), sagt sie hätte in zwei Jahren 30 Fälle dieser Art bearbeitet; und zwar alle aus der Region Genf.

Es gibt eine Studie von 2013. Die Besson und Peterhans zitieren nun Othmar Helbling von der Kammer unabhängiger Bauherren mit der Aussage, dass sich die Situation heute noch  verschlimmert haben könnte. Cornelio Zgraggen, Fachanwalt Bau- und Immobilienrecht aus Luzern, sagt, dass die Qualität oftmals nicht stimmt. 

Im Intro steht, dass Baummängel auch woanders zunähmen. Natürlich, denn sonst wäre es ja nichts weiter als eine Genfer Lokal-Posse. Daher nur eine Frage an Sylvain Besson und Anielle Peterhans: Konnten oder wollten Sie nicht richtig recherchieren?

Montag, 15. Januar 2024

Eigene Wörter zählen


Oben eine Medienmitteilung der Kantonspolizei Schwyz, unten zunächst ein Artikel aus dem "Blick", dann einer aus "20 Minuten". Davon abgesehen, dass jeweils im Vergleich zur Mitteilung nur ein paar Wörter verändert wurden und es nicht einmal für die obligatorische Bilderstrecke reichte, weil die Kapo nur ein Foto zur Verfügung gestellt hatte, nur eine Frage an Letizia Vecchio von "20 Minuten": Schämen Sie sich nicht, über so etwas Ihre Autorinnenzeile zu setzen, anstatt es verschämt beim Kürzel zu belassen, wie es solcher Copy-and-Paste-Journalismus gebietet? 

Interessenskonflikt aus dem Lehrbuch


In ihrer aktuellen Kolumne für "Das Magazin" setzt sich Nadine Jürgensen mit der (fehlenden) Geldanlagestrategie vieler Frauen auseinander. Sie schreibt unter anderem: "Wer anfangen will zu investieren, sollte erstens einen Kurs besuchen oder sich anderweitig informieren; zweitens ein Budget mit Sparquote erstellen; drittens einen Notgroschen auf der Seite haben; viertens mit einer 3a-Säule die erste Investition tätigen und Gebühren beachten; fünftens danach weitere breit abgestützte Investitionen tätigen, etwa in Indexfonds oder ETF, und dort sechstens regelmässig kleine Beiträge einzahlen; siebtens Gewinne immer wieder reinvestieren (wegen Zinseszins) und achtens einen langen Anlagehorizont wählen, damit die Zeit immer zu ihren Gunsten spielt." 

Jürgensen schiesst unter anderem gegen die Banken: "Daran sind auch die Finanzinstitute schuld: Sie begegnen Frauen nicht auf Augenhöhe, sprechen Finanz-Bla-Bla und lassen die Finanzwelt als undurchdringlichen Dschungel erscheinen. Drei Viertel der Vermögensverwalter geben in einer Studie von BNY Mellon an, hauptsächlich Männer anzusprechen. Laut der Studie fühlen sich 82 Prozent der Frauen in der Schweiz unwohl beim Gedanken, einen Teil ihres Geldes am Finanzmarkt anzulegen. Eine deutsche Studie zeigt ausserdem, dass Bankberater Frauen häufiger teure Fonds mit tiefem Risiko empfehlen."

Ein Problem: Jürgensen, die schon bei der "NZZ" nicht als grosse Rechercheurin auffiel, nennt manche Quellen ihrer Behauptungen nicht, andere sind nicht unabhängig, etwa BNY, also eine Bank. Das grössere Problem: Nadine Jürgensen ist eine der Gründerinnen von ellexx, einem Start-up, das unter anderem Säule-3a-Produkte und ein Tracker Zertifikat vornehmlich für Frauen anbietet. Jürgensen hat also einen echten Interessenskonflikt, denn im Grunde macht sie Werbung für ihren Laden, indem sie andere Finanzanbieter disst. Von der bescheidenen Performance des ellexx-Trackers einmal abgesehen, nur eine Frage an "Magazin-Chefredaktor" Bruno Ziauddin: Warum hat aus Ihrer Redaktion niemand Jürgensen gestoppt?

Donnerstag, 11. Januar 2024

Dabeisein ist alles


Bei der "Luzerner Zeitung" hat 
Diana Sonja Tobler zum Jahresanfang Musikkritiker Urs Mattenberger ersetzt, der pensioniert wird. Den Auftakt macht ein öder Bericht zum Neujahrskonzert der Luzerner Sinfoniker. Im Artikel werden Werke erwähnt, die zwar im Programm stehen, aber dann doch nicht gespielt wurden. Daher nur eine Frage an Tobler: Waren Sie nicht drin oder kennen Sie die Stücke nicht?

Dienstag, 9. Januar 2024

Trennung von Nachricht und Meinung völlig ausser Acht gelassen


Nur eine Frage
an Matthias Heine von der "Welt" zu seinem Artikel über die Beschlüsse des deutschen Rats für Rechtschreibung zum Gendern: Was hat die gelb markierte Polemik in einem nachrichtlichen Text zu suchen?

"Blick" schafft die Recherche ab


Axa Schweiz macht geschickt PR in eigener Sache. Man positioniert sich im "Blick", dessen offenbar ahnungsloser Redaktor Christian Kolbe den Spin vom hierarchiefreien Unternehmen für den vermeintlichen Scoop übernimmt. Dabei ist es doch so: Es gibt neu 13 Verantwortungsstufen, also immer noch eine Hierarchie, denn jemand auf Stufe 9 ist höher als jemand auf Stufe 8. Daher nur eine Frage an Christian Kolbe: Warum lassen sich Sie derartig instrumentalisieren?

Donnerstag, 28. Dezember 2023

Aus der Traum


Wenn Prominente über 80 Jahre alt sind und Krebs haben, hat jede ernsthafte Redaktion dieser Welt den Nachruf bereits in der Schublade. Der deutsche Politiker Wolfgang Schäuble ist bekanntlich diese Woche gestorben. Daher nur eine Frage an "DIE ZEIT": Wieso träumt er in der heutigen Ausgabe noch?

Memento Recherche


Nur eine Frage
an Stephan Rehm Rozanes vom "Musikexpress": Sollte man als Musikjournalist nicht wissen, dass die Single von Depeche Mode "Ghosts Again" heisst?

Sonntag, 10. Dezember 2023

Immer älter, immer seniler


Die "Medienkritik" gehört jeweils zu den Tiefpunkten jeder Ausgabe der "NZZ am Sonntag". Nehmen wir die heutige Version der Kolumne. Schon das erste Wort stimmt nicht. "Soeben" schreibt Felix E. Müller. Vor über einem Monat, am 7.11., hat "Nau" verkündet, Rowena Goebel zur Chefin der hauseigenen Academy zu machen. Ich will hier gar nicht darauf eingehen, dass Müller sich offenbar in keinster Weise mit ihrer Person oder den Lehrinhalten auseinandergesetzt hat. Sie ist 26 Jahre alt, dass muss ihm dafür reichen, zu suggerieren, sie könne keine qualitativ hochwertige Ausbildung sicherstellen. Nur so ein Gedanke: Es könnte ja sein, dass bei "Nau" auch gestandene Journalist:innen unterrichten. Müller nutzt seine Philippika auch dazu, pauschal die Jüngeren für den sinkenden Stern des Qualitätsjournalismus verantwortlich zu machen. Man könnte auch postulieren, die Alten, die wie Müller nicht loslassen können, seien genauso schlimm. Doch nur eine Frage an Beat Balzli, Chefredaktor der "NZZ am Sonntag": Haben Sie nicht gemerkt, dass Müller als Stiftungsratspräsident des MAZ (seit Mitte November "Institut für Journalismus und Kommunikation" statt "Journalistenschule"  das hat Müller wohl auch noch nicht mitbekommen) befangen ist? Denn setzen immer mehr Verlage auf eigene Ausbildungen, entgehen dem MAZ Einnahmen ...

You've been rickrolled

 


Nur eine Frage
an "Meedia": Seit wann heisst Rea Rick?

Dienstag, 28. November 2023

Zahlen, bitte


Simon Schmid von der Redaktion Tamedia hat vier Personen gefunden, die keinen Job bekommen haben, weil ihre Profile nicht haargenau zu den Anforderungen passen. Noch einmal: Es sind vier Fälle. Schmid zitiert noch das Outplacement- und Karriereberatungsunternehmen von Rundstedt (nette Werbung für dieses!), das dafür den Begriff Zero Gap geprägt haben soll, also: Firmen dulden null Abstand zwischen ihren Anforderungen und dem, was sie von Bewerber:innen geboten bekommen. Zur Erinnerung: Es herrscht Fachkräftemangel allerorten. Man könnte genauso schnell einen Artikel zimmern, in dem vier Personen zu Wort kommen, die Quereinsteiger sind, deren Profile also überhaupt nicht zu den Anforderungen eines Jobs gepasst haben. Zumindest anfänglich ... Nun wäre Schmids Artikel so egal wie viele seiner vorigen. Doch er ist erwähnenswert, weil er sehr schön zeigt, woran viele Medienberichte kranken. Denn Schmid behauptet einfach, dass es vielen Stellensuchenden so geht. Wenn die Kriterien nicht zu 90 Prozent erfüllt würden, folge eine Absage. Das soll dem Artikel eine Relevanz verleihen, die er einfach nicht hat. Denn nur eine Frage: Wo ist eine einzige Zahl, die Schmids These belegt?

Freitag, 24. November 2023

Atemlos ... durch die Bildrecherche


Zur Neuauflage des Hits "Atemlos" nur eine Frage an Michel Imhof vom "Blick": Seit wann ist Helene Fischer (links!) Shirin David?

Sonntag, 5. November 2023

20 Prozent Rabatt aufs Büroohr


Nur eine Frage
an Artur Rutishauser, Chefredaktor der "SonntagsZeitung": Dass ifolor in der Rubrik Büroohr abgefeiert wird und in derselben Ausgabe Werbung auf der Titelseite klebt, ist ein dummer Zufall, oder?

Eintauchen ins Werbeverse


Nur eine Frage
an Steffi Buchli, Head of Content, beim "Blick": Warum ist diese Werbung für Kia nicht als solche gekennzeichnet?

Sonntag, 29. Oktober 2023

René Zeyer tief im Elend


René Zeyer hat auf seinem Blog "Zackbum" immer wieder gegen die "Republik" gewütet. Auch über die Vorwürfe sexueller Belästigung und die diskussionswürdige Entlassung eines bekannten Reporters hat Zeyer immer wieder berichtet. Dabei hat er wiederholt unterstrichen, wie angreifbar das ganze Verfahren ist. Daher nur eine Frage an ihn: Warum lässt er es zu, dass im jüngsten seiner Artikel dank eines freigeschalteten Kommentars (, den Zeyer lobt,) sowie eines Zitats im Text die Identität des Reporters nun für jede(n) googelbar wird  und damit Erinnerungen an Lukas Hässigs Versagen in einem ähnlichen Fall geweckt werden?

Journalist:innen blamieren Journalist:innen


Wir erinnern uns: Natürlich hat auch das Bundesamt für Statistik versagt. Aber: In Zusammenarbeit mit DemoSquare hat die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) am Wahlsonntag bereits kurz nach dem Mittag erste Hochrechnungen publiziert – und lag damit weit daneben. Daher nur eine Frage an Felix E. Müller, Kolumnist (und ehemaliger Chefredaktor) der "NZZ am Sonntag": Warum wird das in Ihrem Text nicht erwähnt?

Terminator zerstört Kolumne


Normalweise erzählt Claudia Schumacher in ihrer Kolumne "Fast verliebt" in der "SonntagsZeitung" (wie so viele Autor:innen) Beziehungsgeschichten von Bekannten, die angeblich nicht erfunden sind. Daher nur eine Frage an sie: Warum dieses Stück über Arnold Schwarzenegger (und dessen allzu oft dokumentierte) vermeintliche Entwicklung zu einem besseren Mann? 

Samstag, 14. Oktober 2023

Recyclingparadiese


Nachdem mir wiederholt Artikel präsentiert wurden, die zu einem früheren Zeitpunkt bereits erschienen sind, nur eine Frage an Raphaela Birrer, Chefredaktorin des "Tages-Anzeigers": Wäre es nicht weniger peinlich, einfach weniger Content auf die Website zu stellen?

Freitag, 29. September 2023

Misstöne zum Start


Nur eine Frage
an Giovanni di Lorenz, Chefredaktor (Chefredakteur, wie man in Deutschland sagt) der "ZEIT": Warum durfte die Autorin Christine Lemke-Matwey diesen erwartungsgemäss unkritischen Artikel über Christian Thielemann überhaupt verfassen?

Sonntag, 17. September 2023

Encore une fois


Ob "Publikreation", "Backstage" oder "Kaleidoskop" - es ist und bleibt Werbung. In dieser Ausgabe der Tamedia-Lifestyle-Postille "encore" für Rado, Chopard und Hamilton. Daher nur eine Frage an Chefredaktorin Renata Libal: Freuen Sie sich schon auf die Rügen des Schweizer Pressrats?

Das ist ja der Gipfel!


Nur eine Frage
an Steffi Buchli und Sandro Inguscio vom "Blick": Warum ist diese Werbung für Ochsner Sport (26 Summits) nicht als solche gekennzeichnet?

Donnerstag, 31. August 2023

Mea culpa Fehlanzeige


Zur Erinnerung: Das Verfahren gegen Rammstein-Sänger Till Lindemann in Berlin wurde eingestellt. Obwohl zahlreiche Personen sich mit Vorwürfen an die Medien gewandt hatten, hat niemand bei den Behörden Klage eingereicht. Das heisst nicht, dass Lindemann damit aus dem Schneider ist, doch nun zeigt sich sehr schön, welche Journalist:innen ihren Beruf ernst nehmen. Negativbeispiel: Ueli Bernays von der "Neuen Zürcher Zeitung". Ohnehin nicht als grosser Rechercheur bekannt, hatte er aus Medienberichten im Sommer etwas zusammengeschrieben. Reisserischer Titel (siehe oben). Klammheimlich wurde dieser dann angepasst (siehe unten). Eine Korrektur, ein Update oder Ähnliches? Wo denken Sie hin, liebe Leser?! Man könnte auch Namen wie Andreas Tobler von Tamedia nennen. Von vielen Journalist:innen ganz zu schweigen. Nun flüchtet frau sich ins Raunen ("Aber es könnte doch sein." Nur weil das Verfahren eingestellt wurde, heisst das doch nicht ..." Kein Rauch ohne Feuer." "Die Frauen haben Angst vor Lindemanns Anwälten" und so weiter und so fort). Nur eine Frage: Wie wäre es mal mit dem alten Satz von Rudolf Augstein 
 Schreiben, was ist?



Wo ist Finn Canonica?


Nur eine Frage
an Michèle Binswanger zu ihrem Kommentar im "Tages-Anzeiger" bezüglich des vermeintlichen #MeToo-Falls (es gilt die Unschuldsvermutung) bei der "Republik": Warum nennen Sie den Namen Christian Dorer (Ringier; zur Erinnerung: Es gibt kein Strafverfahren o. ä. gegen ihn), sprechen aber im Fall Ihres Konzernkollegen Finn (Marco) Canonica nur von einem "Kadermitarbeiter"?