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Donnerstag, 19. Juni 2014

Billige Kritik

Amazon hat gestern bekanntlich sein erstes Smartphone vorgestellt. Das Fire Phone gibt es vorerst nur bei AT&T in den USA mit Vertrag ab 199 Dollar. Ohne Abonnement kostet es mindestens 649 Dollar. Christiane Hanna Henkel schreibt aber heute in der NZZ, dass der Internethändler es zum Produktionskostenpreis verkauft. Das hatte mancher Branchenbeobachter vor der Präsentation vermutet. Daher nur eine Frage an die NZZ: Wurde dieser Kommentar vor Ende des Keynote verfasst?

Drittverwertung

Am 13.6 erschien auf sueddeutsche.de ein Artikel von Julian Hans, in dem er erklärt, wie bezahlte Manipulatoren in Social Networks und Kommentarspalten von Onlinemedien Stimmung für Wladimir Putin machen. Am 16.6 erschien der Artikel dann auf tagesanzeiger.ch, am 18.6. auf nzz.ch. Allerdings zeichnet für letztgenannten Christian Weisflog verantwortlich. Der Tagi und die SZ teilen sich bekanntlich Korrespondenten. Aber die NZZ hat sich nicht gross die Mühe eigener Recherchen gemacht, sondern einfach so getan als hätte sie das Material im Netz entdeckt. Ein Verweis auf SZ und Tagi fehlt natürlich. Man hätte beispielsweise doch mal versuchen können, mit den Verantwortlichen zu reden. Daher nur eine Frage an die Neue Zürcher Zeitung: Warum verlangen Sie für solche Drittverwertungen Geld?