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Montag, 30. Dezember 2013

Ein Jahr ist kein Jahr

Wenn man sich beim Tages-Anzeiger im Digital-Ressort umsieht, fragt man sich oft, warum es jetzt gerade der Artikel sein musste. Aber dieser, der gerade ganz oben steht, ist dann doch zu alt. Daher nur eine Frage an Matthias Schüssler, Rafael Zeier und Jan Rothenberger: Wie wäre es mit Content von 2013?

Dienstag, 24. Dezember 2013

20 Minuten weiss, worauf Samsung steht

Man könnte sich fragen, warum 20 Minuten Online einen Werbespot von Samsung auf sein Videoportal hochlädt. Die Antwort ist einfach: Der Traffic wird dann nicht mehr YouTube gutgeschrieben. Davon abgesehen: Stephanie Sigrist erzählt einen Reklamefilm der Südkoreaner für ihre Smartwatch Galaxy Gear nach. Es gibt aber keine Werbelügen oder Ähnliches zu beanstanden, weswegen die Story nicht Anderes als was ist? Werbung! Daher nur eine Frage: Gab es Geld von Samsung Schweiz dafür?

Montag, 23. Dezember 2013

Alte Tante schläft

Nur eine Frage an Norbert Hellmann und die NZZ: Schon mitbekommen, dass Apple am Sonntag den Abschluss eines Deals mit China Mobile bekanntgegeben hat?

Sonntag, 22. Dezember 2013

Die Zeit läuft mal wieder an der NZZ am Sonntag vorbei

Martin W. Angler schreibt heute in der NZZ am Sonntag über Smartwatches. Er schafft es dabei, eine halbe Seite zu füllen, ohne irgendetwas selbst recherchiert zu haben. Davon abgesehen, gibt es die erwähnte Galaxy Gear und die Pebble seit Monaten. Auf die Pseudo-Tests hätte man also auch verzichten können. Und dass Google und Apple an eigenen Smartwatches arbeiten, darüber wird seit Monaten spekuliert. Einen aktuellen Aufhänger gibt es also auch dafür nicht. Der Text reiht sich also nahtlos in all jene auf der NZZ-Digitalseite ein, die man nicht zu lesen braucht. Plus: Bekanntlich hat Sony seit einer halben Ewigkeiten Handy-Uhren im Programm. Im Intro steht hingegen: "Samsung bot bisher als einziger Konzern eine Smartwatch an." Daher nur eine Frage an Martin W. Angler: Hätten Sie nicht wenigstens fehlerfrei ihre zwei, drei Quellen abschreiben können?

Zum Glück keine Recherche

Gemäss Zürich-Versicherung seien Walliser die griesgrämigsten, die Zürcher die zufriedensten Zeitgenossen, schreibt Martina Wacker heute in der Sonntagszeitung. Basis dieser Aussage ist wie erwähnt eine Untersuchung der Zürich-Versicherung, die 3000 Suchbegriffe auswerten liess. Dabei kam dann unter anderem heraus, dass sich Zürcher für Sport und Wellness und Walliser für Arbeitslosigkeit und Gewalt interessierten. Joachim Masur, Schweiz-Chef der Versicherung, darf dann noch sagen, man solle das Ganze mit einem Schmunzeln betrachten. Davon abgesehen, dass eine solche Null-News, über deren methodische Mängel ich mich hier wohl nicht auslassen muss, keine Aufmacher-Story im Wirtschaftsbund einer grossen Zeitung sein sollte, nur eine Frage an Martina Wacker: Warum machen Sie so schamlos Werbung für die Zürich-Versicherung und Google?

Ueli Maurer bläst sich einen

Davon abgesehen, dass es ein furchtbar unterwürfiges Interview ist, nur eine Frage an Andreas Kunz von der Sonntagszeitung: Dass das auf dem Bild Plastikkerzen sind, haben das weder Ueli Maurer noch der Fotograf Fabian Unternährer gesehen?

Sonntag, 8. Dezember 2013

Der Burghardt gegen das Korrektorat

Nur eine Frage an Peter Burghardt von der Sonntagszeitung: Welche skandinavische Sprache ist das in der Bildunterschrift?

Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern

Am Samstag schrieb Jean-Pierre Kapp in der NZZ, "Bali-Pakt der WTO blockiert. Kuba, Venezuela, Bolivien und Nicaragua lehnen multilaterales Abkommen ab." Kapps Kollegin Yvonne Helble verfasste einen markigen Kommentar mit dem Titel "Reformen beherzt anpacken". Untertitel: "Die Welthandelsorganisation braucht dringend einen Neustart." Nur zur Erinnerung: Die WTO hat in der Nacht auf Samstag mit der Verabschiedung des Bali-Paketes einen historischen Durchbruch erreicht. Daher nur eine Frage an die NZZ: Für so etwas verlangen Sie Geld?

Freitag, 6. Dezember 2013

Eine Quelle ist keine

Nur nochmal zum Mitschreiben: China Mobile und Apple haben bisher keinen Vertrag zum Vertrieb des iPhones abgeschlossen. Nur weil es das Wall Street Journal schreibt, muss es nicht stimmen: Daher nur eine Frage an die versammelten Abschreiber: Kennen Sie die Zwei-Quellen-Regel?

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Unglaubliche Recherche in einem verrückten Flugzeug

Den Streit mit einer gewissen Diane hat sich Bachelor-Produzent Elan Gale nur ausgedacht. Auf ihn hereingefallen ist auch der Reiseblog Gotorio.de des deutschen Medienkritikers Thomas Knüwer. Daher nur eine Frage: Wie war das nochmal mit den zwei Quellen?

Dienstag, 3. Dezember 2013

Recherche geht meist daneben

Nur eine Frage an Dorothea Vollenweider von 20 Minuten: Wo genau steht Ihr Beleg dafür, dass Werbung auf Facebook meist daneben geht?

Sonntag, 24. November 2013

In dieser Recherche ist der Wurm drin

Marco Metzler hat sich heute in der NZZ am Sonntag als Apple-Kritiker versucht und schreibt, den teuren Tablets und Handys sei kein langes Leben beschieden. Das kümmere den Konzern wenig. Dazu ein paar Anmerkungen: Es gibt bisher keinen Beweis, dass iOS 7 alte Apple-Geräte nach dem Update langsamer macht. Man muss Einkäufe aus Apples Angebot nicht abschreiben. Beispielsweise lassen sich Filme und Songs auch auf Geräten ohne Apfel-Logo nutzen. Es mag sein, dass das Update auf iOS 6 nach zweieinhalb Jahren nicht mehr unterstützt wurde. Nur zum Vergleich: Bei Googles Android ist nach anderthalb Jahren Schluss, zahlreiche Windows Phones erhielten das Update auf Windows Phone 8 nach einer ähnlichen Frist nicht mehr. Bei diversen Geräten kann man den Akku nicht mehr selbst ohne weiteres wechseln - beispielsweise gilt das auch für das Nexus 5. Belege für geplante Obsoleszenz, wie sie im New-York-Times-Artikel "Cracking the Apple trap" angedeutet wird, liessen sich bisher nicht finden. Auch andere Hersteller tauschen Geräte nicht gegen höherwertige um. Es gibt etwa bei Samsung kein S4 für ein vermeintlich langsam gewordenes S3. Daher nur eine Frage, Marco Metzler: Wo bleibt die Ausgewogenheit der Berichterstattung?

Kein Foto, bitte

Drei Jahre habe Helene Aaecherli für ihre Prostitutionsgesschichte recherchiert, die in der aktuellen Annabelle zu lesen ist. Es geht um einen Besuch im Saunaclub Globe in Schwerzenbach. Sie hat mit einer Handvoll Freier, einem Sozialarbeiter, dem Bordellbetreiber und einem Psychoanalytiker gesprochen. Herausgekommen ist das, was man eh schon weiss: Männer gehen ins Bordell, weil sie dort das bekommen, was sie zuhause nicht kriegen. Einsamkeit spielt auch eine Rolle. Und natürlich geht es den Damen im Globe gut. Fotografieren liess sich natürlich keiner der Protagonisten. Daher nur eine Frage: an Annabelle-Chefredaktorin Silvia Bingelli: Was genau hat an diesem Artikel drei Jahre gedauert?

Donnerstag, 21. November 2013

Opium fürs Grafikervolk

Nur eine Frage an Georg Bucher von der NZZ: Warum wurden Holland und Belgien in der Karte vertauscht?

Exklusiv falsch

Roger Baur schreibt im Blick am Abend, Apple sei tief gefallen und iPhones hätten gegenüber Android-Handys das Nachsehen. Dass die Basis dieser Aussage Unsinn ist, scheint ihn nicht zu stören. Denn man könnte nur einen Vergleich anstellen, wenn alle Nutzer mit ihren Geräten jeweils in derselben Funkzelle wären und den gleichen Mobilfunktarif gebucht hätten. Denn bekanntlich bekommt man bei Swisscom nur die volle Geschwindigkeit, wenn man viel zahlt. Daher nur eine Frage an die Macher der Gratis-Zeitung aus dem Hause Ringer: Ist in letzter Minute ein Aufmacher für die Seiten 2 und 3 weggebrochen?

Mittwoch, 20. November 2013

Nicht im Bilde

Nur eine Frage an Felix Raymann von 20 Minuten: Wo sind die Apps?

Sonntag, 3. November 2013

Wie man bei der NZZ am Sonntag recherchieren kann

Nicht einmal die USA konnten Huawei bisher Spionage nachweisen. Daher nur eine Frage an Lukas Häuptli von der NZZ am Sonntag: Wie wäre es, wenn Sie echte Recherchen lieferten, anstatt nur Verdachtsmomente in den Raum zu stellen?

Sonntag, 20. Oktober 2013

NBZ am Sonntag - Neue Bluff Zeitung am Sonntag

Vor fünf Tagen war zu lesen, die Chefin der Modemarke Burberry, Angela Ahrendts, wechsle im Frühjahr zu Apple. Sie werde direkt Firmenchef Tim Cook unterstellt sein und auch die Online-Stores beaufsichtigen, teilte Apple am Dienstag mit. Heute dann in der NZZ am Sonntag ein Nachzieher ohne neue Erkenntnisse zu dieser alten News. Nur eine Frage an Sie, liebe Leser: Angesichts des oben zu sehenden Teasers hätten Sie doch auch mit der Ablösung von Apple-Boss Tim Cook gerechnet, oder?

Alte Liebe am Handgelenk

Diese Woche berichtete der Blick, Leonardo DiCaprio habe eine neue Freundin, Kat Torres. Der Schauspieler sei nicht mehr mit dem deutschen Model Toni Garrn liiert, war zu lesen. Nur eine Frage an Blick.ch: Hat Tag Heuer dafür gezahlt, dass unten noch einmal die die alte Bilderstrecke präsentiert wird?

Freitag, 4. Oktober 2013

Hier schreibt der Werbekunde selbst

Dany Gehrig schreibt im 20 Minuten einen Artikel über eine von Globetrotter angebotene Bike-Reise nach Mustang. Weil Gehrig zufällig CEO Globetrotter Travel Service ist - wie unter dem Artikel auch noch erwähnt - nur eine Frage an die Gratiszeitung: Gibt es nun nicht einmal Redaktoren, die sich einladen lassen?

Erwünschter Nebeneffekt

Nur eine Frage, Futurezone: Ist das der perfekte Platz für diese Werbung?

Donnerstag, 22. August 2013

Was Carsten Schloter und Moritz Erhardt gemeinsam haben

Gestern schrieb Matthias Müller in der "NZZ" einen bemerkenswerten Kommentar mit dem Titel "Lasst die Toten ruhen". Er fordert all die vermeintlichen Besserwisser zum Schweigen auf. Denn kein Journalist weiss, warum sich Swisscom-Chef Carsten Schloter umgebracht hat. Es bringt also auch nichts, wenn Marc Kowalsky in der "Bilanz" suggeriert, der Grund für den Suizid liege in einem Zerwürfnis mit mit VR-Präsident Hansueli Loosli. Randnotiz: Als ehemaliger Swisscom-Mitarbeiter weiss ich, wie nah Schloters Tod vielen Kolleginnen und Kollegen geht. Pikanterweise publizierte die hier auch schon unangenehm aufgefallene NZZ-Redaktorin Kathrin Klette ebenfalls gestern einen Artikel, aus dem auch hervorgeht, dass sie nichts über den Tod eines Menschen weiss. Es geht um den deutschen Studenten Moritz Erhardt, einen Elitepraktikanten der Bank Merrill Lynch, der in London gestorben ist. Ob dies etwas mit Überarbeitung, Depressionen oder Liebeskummer zu tun hat - wir wissen es nicht. Klette hat sich aber nicht einmal die Mühe gemacht, selbst zu recherchieren. Stattdessen schreibt sie nur Boulevard-Zeitungen wie "Daily Mail" ab. Daher nur eine Frage an sie: Sollte man die Toten nicht ruhen lassen?

Dieser Mann zieht schneller als sein Schatten

Ein Bolt für alle Fälle: Seit Frühling wirbt Sprinter Usain Bolt für die Samsung NX300. Und am Wochenende zückte er im Ziel eine solche Kamera, um Bilder zu machen. Disqualifiziert wurde er erwartungsgemäss trotz Werbeverbots nicht. Daher nur eine Frage, Blick am Abend: Schon mal darüber nachgedacht, dass Samsung genauso solche Berichte bezwecken wollte?

Mittwoch, 31. Juli 2013

Eigengewächs gefeiert

Nur eine Frage an den Blick am Abend: Warum wird nicht erwähnt, dass Benjamin Rüegg, der Mann mit den lustigen Bildschirmhintergründen, für den Blick arbeitet?

Lohnenswerte Partnerschaft

Alle paar Wochen kommt eine Dating-Website mit einer Studie um die Ecke. Dabei geht es dann um Sex-Knigges und ähnliche Marginalien. Gibt es Umfragen, sind sie selten repräsentativ. Daher nur eine Frage an Kathrin Klette von der NZZ: Dass sie über diese schwachsinnige Studie berichten, hat nicht zufällig etwas damit zu tun, dass die NZZ einen Deal mit Parship hat, oder?

Donnerstag, 18. Juli 2013

Im Kürzel liegt die Würze

Nur eine Frage an den hier schon öfter erwähnten Stefan Betschon von der NZZ zu seinem Artikel über IFTTT: Was ist IFFT?

Dienstag, 16. Juli 2013

Journalistisches Ethos im Garten vergraben

Ich habe mich ja schon zur Springer-Paywall namens Bild+ geäussert: Leser werden hinters Licht geführt, denn die Inhalte sind in der Regel nicht exklusiv und somit nicht bezahlenswert: Heutiges Beispiel ist der oben erwähnte Text über den Studenten Leo, der für "Gardena als Rasenwächter" auf der internationalen gartenschau hamburg (igs 2013) arbeitet und dafür 2500 Euro bekommt". Woher ich das weiss? Steht in der im Netz. Daher nur eine Frage an Bild:de: Kann man Werbung exklusiv haben?

PR-Schleudertrauma

Nur eine Frage an Stephan Gubler, der für den Blick am Abend den Weltraumsimulator von Space Expedition Corporation (SXC) in Holland testete: Der Schweizer Uhrenhersteller Luminox wird nur erwähnt, weil er die Reise bezahlt hat, oder?

Freitag, 12. Juli 2013

Paid Content

Davon abgesehen, Markus Spillmann, dass es "das iPad" heisst, nur eine Frage an Andreas Schürer und Peter Hogenkamp: Warum erscheint diese reine Werbung für das NZZ Café (neu am Terminal A am Flughafen Zürich) im redaktionellen Teil der Neuen Zürcher Zeitung?

Sonntag, 7. Juli 2013

Verrat am Leser

Der Spiegel druckt in seiner aktuellen Ausgabe ein Interview, dass Jacob Appelbaum und Laura Poitras mit Whistleblower Edward Snowden führten, bevor dieser sich outete. Dementsprechend ist es nicht besonders interessant. Auf dem Titelblatt wird es aber so verkauft, als hätten Snowden dem Spiegel ein aktuelles Interview gegeben. Daher nur eine Frage nach Hamburg: Möchten Sie so ein wenig im Scoop-Fahrwasser des Guardian fischen?

Alles andere ist Beilage

Ende Juni verliess Jeroen van Rooijen die NZZ, um bei Harper's Bazaar anzuheuern. Er ging aber auch im Streit um den von ihm gegründeten und eingestellten Gentlemen's Report (GR). Nur eine Frage an die Neue Zürcher Zeitung: Warum wird immer noch mit dem GR als Beilage um Leser geworben?

Freitag, 5. Juli 2013

Bild-

Bild+ soll der Schritt hinter die Paywall sein. Aber nur eine Frage, Bild.de: Mit diesem Teaser zu suggerieren, Rudi Völler habe eine Neue und am Ende ist es nur ein Urlaub mit seiner Frau Sabrina - wie oft kann sich Ihre Redaktion das leisten?

Sonntag, 30. Juni 2013

Das NZZ in die App Store

Nur eine Frage an Stephan Dové, Leiter Korrektorat der NZZ: Wer hat diesen Flyer gegengelesen?

Freitag, 28. Juni 2013

Auf der Suche nach der Ideallinie

Nur eine Frage an die selbsternannte Datenjournalistin Sylke Gruhnwald von der NZZ: Was genau sollen uns die grünen Linien in dieser offensichtlich nicht fürs Web optimierten Infografik sagen?

Montag, 17. Juni 2013

Volksverdummung

Heute auf der Frontseite der Printausgabe von 20 Minuten als Teaser und im Wirtschaftsteil in Gänze ist ein Bericht zu finden, der mit "Migros bietet günstiges 'Tablet fürs Volk' an" überschrieben ist. 149 Franken verlangt der Detailhändler für die 7-Zoll-Wifi-Version des Samsung Galaxy Tab 2 mit acht Gigabyte. In einer Box wird schnell klar, wie der Hase läuft: 20 Minuten ist als App vorinstalliert. Und wie in der Branche immer wieder zu hören ist, hat das Gratisblatt keinen wichtigeren Werbekunden als die Migros. Schnell noch in einer Preissuchmaschine nachgeschaut. Natürlich: Den Rechner gibt es ab 144 Franken. Im redaktionellen Teil hat dieser Artikel nichts zu suchen. Das einzig Ehrliche wäre ein harter Test gewesen. Daher nur eine Frage, Daniel Schurter: Haben Sie für diesen Liebesdienst wenigstens ein Galaxy Tab 7 gratis bekommen?

Sonntag, 9. Juni 2013

Zum Abtauchen

Heute hat die NZZ am Sonntag ein Interview mit James Cameron im Blatt. Gut, dachte ich mir, gibt bestimmt einen Aufhänger für ein Gespräch mit dem Titanic- und Avatar-Regisseur. Gibt aber keinen Anlass. Daniel Hug hat Fragen gestellt wie "Waren die Filme von Jacques-Yves Cousteau eine Inspirationsquelle?" Oder: "Wie beurteilen Sie den heutigen Zustand der Ozean?" Und ganz wichtig: "Ihre Projekte sind hochriskant. Zweifeln Sie manchmal an der Umsetzung?". Beim Blick auf die linke Zeitungsseite wird dann einiges klar. Daniel Hug hat das Interview bei Camerons Besuch in Genf bekommen, weil er dort ausführlich über eine Rolex berichtet. Der Schweizer Hersteller hat Cameron eine Taucheruhr gebaut, welche er bei seinen Expeditionen benutzt. Ausserdem ist das Unternehmen Sponsor des Projekts. Nur eine Frage, Daniel Hug: Gab es für Sie angesichts dieser kostenlosen doppelseitigen Werbebeilage eine Rolex umsonst?

Leidartikel

Niemand hat jemals ernsthaft behauptet, Social Media würden Revolutionen auslösen. Aber wenn ich den heutigen Leitartikel, besser Leidartikel, von Michael Furger in der NZZ am Sonntag lese, könnte ich vor Verzweiflung einen Umsturz an der Falkenstrasse auslösen. Furger ist sich nicht zu blöd, Sätze wie diesen zu schreiben: "Soziale Medien wie Twitter und Facebook werden als Werkzeuge der Befreiung und Solidarität gefeiert. Vergessen geht, was für Stumpfsinn und Abscheulichkeiten über diese Netzwerke täglich in die Welt gesetzt werden." Abgesehen davon, dass Medien nicht sozial sind, weiss ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Wer 2013 noch ernsthaft schreibt, dass auf Twitter und Facebook Banales und Brutales zu sehen ist, hat immer noch nicht verstanden, dass diese Dienst nichts anderes als ein Spiegel der Gesellschaft sind. Wer sie deswegen verdammt, könnte auch das Telefon verbieten - wenn man bedenkt was für Stumpfsinn und Abscheulichkeiten über diese Netzwerke täglich in die Welt gesetzt werden. Zu einem ähnlich stumpfsinnigen Text von Andrea Masüger, CEO der Südostschweiz Medien, schrieb Nick Lüthi kürzlich auf auf Twitter: "Der Abstinenzler als Suchtexperte: Andrea Masüger warnt vor Twitter, droht uns «zu Psychopathen zu machen»". Heute mal nur eine Frage an dies Leser: Ist Michael Furger auf Twitter?

Mittwoch, 5. Juni 2013

About Schmidt

Abgesehen davon, dass Eric Schmidt Googles legale Steuertricks in den vergangenen Wochen bereits einige Male verteidigt hat und der Nachrichtenwert dieser Meldung daher gegen Null geht, nur eine Frage an Die Zeit: Schon mitbekommen, dass Schmidt 2011 von Larry Page als CEO abgelöst wurde und nun Verwaltungsratsvorsitzender ist?

Freitag, 31. Mai 2013

Wie manage ich meinen Zorn?

Mats Schönauer hat für Bildblog.de im April unter dem hübschen Titel "Der schöne Sheen" aufgeschrieben, wie Bild.de Werbung für "Anger Management" macht, ohne diese als solche zu kennzeichnen. Die Serie mit Charlie Sheen ist gegen Geld auf Bild Movies zu sehen. Beeindrucken lassen hat man sich bei Axel Springer davon anscheinend nicht, denn nun wird erneut Werbung gemacht - unter dem Reiter TV. Nur eine Frage, Bild Online: Könnte es sein, dass Charlie Sheen niemanden mehr interessiert?

Donnerstag, 30. Mai 2013

Von Journalisten an der Falkenstrasse bisher kaum beachtet

Es ist ein alter Trick: Hast du nichts Neues anzubieten, schreibst du einfach, das, was du anzubieten hast, sei bisher kaum beachtet worden. In der heutigen NZZ schreibt Oliver Diggelmann, Professor für Völker- und Staatsrecht an der Universität Zürich, fast eine ganze Seite über das Tallin-Manual voll, in dem es um das Verhältnis von Cyberwar und Völkerrecht geht. Publiziert worden war es im März. Publizistischen Niederschlag fand es vielerorts, wie jeder per Suchmaschine herausfinden kann. Auch die sonstige Digitalberichterstattung in der heutigen Ausgabe ist - wie gewohnt - ein Trauerspiel. Dafür sorgt der hier auch schon einige Male negativ aufgefallene Digitalredaktor Stefan Betschon. Auf der Digitalseite ist eine Geschichte über "Digitale Demenz" der Aufmacher. Diese basiert zu grossen Teilen auf der seit längerem erhältlichen App Snapchat, die auch auf NZZ.ch schon einige Male abgefeiert wurde. Aufgehängt ist der Artikel an einem Zitat von Googles Verwaltungsratspräsident Eric Schmidt, der vergangenes Wochenende für ein vergessliches Internet plädiert hat, wie Betschon schreibt. Wenigstens nennt der Journalist dieses Mal Ort und Quelle (Hay Festival und Daily Telegraph). Normalerweise schreibt er "diverse Medienberichte", wenn er abschreibt. So neu ist Schmidts Forderung übrigens nicht. Er hat sich bereits Anfang Mai an einer Konferenz in New York für einen Lösch-Button für Webinhalte ausgesprochen. Betschon hätte einfach nur seine eigene Seite lesen müssen. Wie fast immer ist auch Betschons Kolumne diese Woche ein Ärgernis, weil er längst abgehandelte Themen aufwärmt, ohne dazu einen eigenen Gedanken anbieten zu können. Heute geht es um Googles Suchvorschläge. Alles dazu, inklusive dem Thema Bettina Wulff, ist - wie gesagt - längst gesagt. Ansonsten gibt es auf der Seite noch drei Kurzmeldungen, die auch schon überall zu lesen waren. Und der Surface-Pro-Test von Claude Settele ist auch nicht der Rede wert. Ich ärgere mich wirklich über das Geld, das ich der NZZ in den Rachen werfe. Als Anregung: Heute wären vielleicht Windows 8.1 und DRM für HTML5 Themen gewesen, welche die IT-affine Leserschaft erreicht hätten. Daher nur eine Frage, NZZ: Was ist eigentlich aus Peter Hogenkamp und seiner Digitaloffensive geworden?

Alles schon mal da gelesen

Apple soll den Auftrag für die Fertigung des iPhone mini, dessen Existenz noch nicht bestätigt wurde, an Pegatron statt an Foxconn vergeben haben. Einzige Quelle dafür ist ein Bericht des Wall Street Journal, den beide Unternehmen nicht kommentierten. Christian Lüscher, schon mehrmals unangenehm aufgefallen , macht daraus auf Newsnet den obigen Artikel, der eben mindestens eine Stunde lang ganz oben auf der Startseite stand. Alles, was in diesem mehr steht, als in der am frühen Nachmittag publizierten Agenturmeldung, ist eine Übersetzung des WSJ-Artikels. Genannt wird die Quelle natürlich nicht. Nur eine Frage, Res Strehle: Für solche Inhalte soll ich in einigen Monaten zahlen?

Dienstag, 7. Mai 2013

Chip, Chip, Hurra

Als ich die Schlagzeile rechts las, dachte ich: Wow, die News musst du lesen - 1 Terabyte Gratis-Speicher bei einem Cloud-Anbieter. Nachdem ich geklickt hatte, landete ich bei einer Bilderstrecke mit 25 Anbietern, die dieses Volumen insgesamt anbieten. Nur eine Frage, Chip Online: Wie viele Leser sind schon darauf hereingefallen?

Montag, 6. Mai 2013

Wenig Speicher im Kopf

Nur System-Apps müssen auf dem Samsung Galaxy S4 gespeichert werden. Und viele grosse Apps sind recht klein - sie laden ihr restliches Volumen erst im Nachhinein herunter. Beide sonstigen Speicherfresser finden auf externen Karten Platz. Daher nur eine Frage an Philipp Rüegg von 20 Minuten Online: Ist so etwas die Aufmacher-Story wert?

So müssen Nachrichten gemacht werden

Nur eine Frage, Newsnet: Nichts los heute, oder?

Dienstag, 30. April 2013

Zahlen, bitte

Nur eine Frage, Rainer Stadler: Wo ist die Tabelle?

Freitag, 26. April 2013

Was Weiss nicht weiss

Jeder, der sich ein bisschen im IT-Markt auskennt, weiss, dass Hersteller wie Apple und Samsung keine Verkaufszahlen für die Schweiz veröffentlichen. Bei den Südkoreanern kommt noch hinzu, dass sie nur angegeben, wie viele Gadgets sie weltweit ausgeliefert haben. Jedes Jahr veröffentlicht Robert Weiss sein Weissbuch, für das er auch keine offizielle Daten von den Herstellern bekommt. Er redet mit einigen Insidern und schätzt. Und das Ganze wird mir dann von der NZZ als Tatsachenbericht verkauft - samt Dachzeile. die nicht ganz zum Bild passt. Daher nur eine Frage, Christoph G. Schmutz: Wenn man schon deutlich später als alle anderen mit dieser Meldung kommt, sollte man dann nicht wenigstens ein bisschen Quellenkritik üben?

Immer mehr ist weniger

Zeiträume und Statistiken konnte ich in diesem Artikel von 20 Minuten nicht entdecken. Daher nur eine Frage, Jessica Pfister: An welcher Stelle können Sie mit Ihrem Text belegen, dass Politiker vermehrt mit expliziten Drohungen auseinandersetzen müssen?

Mittwoch, 24. April 2013

Lebt die alte Tante noch?

Bekanntlich hat gestern Bayern München den FC Barcelona in einem denkwürdigen Spiel mit 4:0 besiegt. Die NZZ macht heute mit einer Dortmund-Vorschau auf. Daher nur eine Frage: Wie früh ist die versammelte Sportredaktion nach Hause gegangen?

Dienstag, 16. April 2013

Redaktionstrottel

Nur eine Frage an Bild.de: Was ist eigentlich aus der Ankündigung nach dem Selbstmord von Robert Enke geworden, Begriffe wie "Trottel" seltener zu verwenden?

Montag, 15. April 2013

Zu hoch hinaus gewollt

Nur eine Frage an Stefanie Enge von bild.de: Wenn man doch schon vor vier Tagen lesen konnte, dass dieser Hack nur mit Simulatoren durchgeführt werden konnte und Piloten stets Herr über den Autopiloten sind, warum dann heute noch mal eine derartig überzogene Geschichte über Hugo Teso und seine Android-App?