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Sonntag, 18. März 2012

Transparenz sieht anders aus - im eigenen Haus


Wenn man über Unternehmen des eigenen Medienhauses schreibt, sollte man erwähnen, dass diese zum eigenen Laden gehören - finde ich. Anlässlich der Tatsache, dass Zattoo nun auf den Fernseher kommt und Tamedia gehört, erfüllte mir tagesanzeiger.ch diesen Wunsch. Manuel Bühlmannn liess hingegen auf 20min.ch nicht nur diese Information weg, sondern brachte am Ende noch einen Werbehinweis auf die eigene App TV Screen sowie links daneben ebenfalls Reklame dafür unter. Daher nur eine Frage: Schon mal etwas von der Trennung von Redaktionsinhalten und PR gehört?

Dafür gibt's in A keinen Journalistenpreis


In einer elfteiligen Serie hat 20 Minuten Online versucht, den Fall Natascha Kampusch neu zu erzählen. Das Problem ist: Man hat nichts Neues erfahren. Es wurden alte Spekulationen (mehrere Täter, Kinderpornoring usw.) aufgewärmt. Wenig überraschend das Ganze, denn Journalisten wie Karin Leuthold und Felix Burch sind bisher nicht als investigative Grössen aufgefallen.

Mich überraschte es damals schon, dass keine ernstzunehmenden Medien wie Der Spiegel oder Der Standard enstprechende Auswertungen der Akten hatten oder zumindest nichts veröffentlichten. Dementsprechend schlägt dem Schweizer Nachrichtenportal seit einigen Wochen Gegenwind entgegen. Gut blasen lassen haben es unter anderem Die Zeit und Profil. Daher nur eine Frage, Hansi Voigt: Gibt es noch einen zwölften Teil mit Nachrichtenwert?

Wiederholungstäter


Ich habe es schon diverse Male erwähnt . Angesichts des Artikels von Lars Reppesgaard aus der aktuellen Chip-Ausgabe noch einmal: Die zeitliche Entwicklung der Mitgliederzahlen von Google+ und Facebook lässt sich unter anderem deswegen nur schwer vergleichen, weil der heutige Marktführer zu Beginn nur Studenten ausgewählter Universitäten offenstand und erst 2006, rund zwei Jahre nach der Gründung, die Expansion ins Ausland erfolgte.

Weil ich den Fehler schon im Januar bloggend erwähnte, nur eine Frage, Elvira Kolb-Precht: Schon ein lässiges Leben in der Chip-Schlussredaktion, oder?