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Dienstag, 29. Dezember 2015

So muss Vetterliwirtschaft klingen

Nur eine Frage an 20 Minuten: Dass Martin Fischer stellvertretender Unterhaltungschef ist, hat nichts mit der Wahl seiner Band Huck Finn als Schweizer Liebling des Jahres zu tun, oder?

Doppel J

Nur eine Frage an den Blick: Wenn es schon keine Stars des Tages aus der Schweiz mehr gibt - muss man die aus dem Ausland gleich zweimal präsentieren?

Freitag, 11. Dezember 2015

Der Leser sieht Rot

Manchmal möchte man schon gern Konferenzen bei 20 Minuten belauschen. Kommt jemand aus der Anzeigenabteilung vorbei und sagt: "Coca-Cola hat angerufen. Damit sie übermorgen die Anzeige schalten, muss morgen eine Meldung erscheinen, dass der Weihnachts-Truck in Winterthur Station macht." Sagt Chefredaktor Marco Boselli: OK, aber wegen der Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbung können wir die Nachricht nicht ganzseitig bringen." Nur eine Frage an Marcel Kohler, Leiter Bereich 20 Minuten: Warum wurde die News nicht einfach weggelassen?

Sonntag, 29. November 2015

Wer stoppt den Layouter?

Nur eine Frage an die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.) und die Lufthansa: Kann man Werbung noch geschmackloser platzieren?

Dienstag, 24. November 2015

Ringier kriegt die Kurve nicht mehr

Gerade auf werbewoche.ch gelesen: "Die Blick-Gruppe geht ab 2016 mit E-Mobil Züri eine umfassende Medienpartnerschaft ein. E-Mobil Züri ist der Verein, welcher plant, ab 2017 in Zürich ein Formel E-Rennen durchzuführen.Die Medienpartnerschaft mit der Blick-Gruppe solll laut Mitteilung das Gewicht der Zürcher Kandidatur sowohl in der Schweiz wie auch gegenüber der Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) stärken." Nur eine Frage: Wo bleibt der Rest der journalistischen Unabhängigkeit bei Ringier?

Ungeliftet: Die erfolgreichste Kolumnistin der Schweiz

Seit geraumer Zeit lässt Jeannine Pilloud, Leiterin Personenverkehr der SBB, im Blick am Abend eine Kolumne ghostwriten. Heute gab es dann zum Neustart der SBB-App die erwünschte Jubel-Geschichte auf einer Doppelseite. Kein Wort der Kritik - Stichwort: Entwicklungskosten. Das überrascht nicht. Aber nur eine Frage an den verantwortlichen Journalisten Vinzenz Greiner: Hätten Sie in der wohl ungewollt komischen Bildunterschrift nicht wenigstens Pillouds Vornamen richtig schreiben können?

Sonntag, 22. November 2015

Der Leser verliert in jedem Fall

Nur eine Frage an den Blick am Abend: Was hat diese Werbung für Globetrotter jeweils als Aufmacher im redaktionellen Teil verloren?

Anschlag auf die Leserintelligenz

Dass die IS-Terroristen in Paris den Schweizer Messenger Threema benutzt haben sollen, kann man diesem Aufmacher der heutigen Sonntagszeitung nicht entnehmen. Daher nur eine Frage an Dominik Balmer von der Sonntagszeitung: Wo genau steht in Ihrem Text etwas, das diese Überschrift rechtfertigt?

Mittwoch, 11. November 2015

Nimm 2

Nur eine Frage an Roger Köppel und Wolfgang Koydl von der Weltwoche: Was ist peinlicher - das Feiern des Despoten Viktor Orbán oder das Bejubeln der Werbebeilage für die Jungfraubahnen?

Montag, 14. September 2015

An der Werbung gebaut

Nur eine Frage an Susanna Müller von der NZZ: Welcher der beiden Inhalte ist die Anzeige?

Sonntag, 6. September 2015

Eric Gujer, ein Chefredaktor ohne Herzblut

"In den vier Jahrzehnten seiner politischen Karriere hat Franz Josef Strauß wohl mehr Skandale und Affären überstanden als jeder andere deutsche Nachkriegspolitiker. Fragwürdige Rüstungsgeschäfte, Schmiergeldzahlungen und die "Spiegel"-Affäre - die Skandal-Bilanz des CSU-Spitzenpolitikers." So fasst etwa stern.de das Wirken des berühmtesten CSU-Politikers aller Zeiten zusammen. Und die NZZ? Sie liess das alles in ihrer aktuellen Berichterstattung nahezu unerwähnt und kürzlich zum Geburtstag des verstorbenen Politikers einen gewissen Reinhard Meier-Walser eine ganze Seite vollschreiben. Etwa über die Spiegel-Affäre, einen der schlimmsten Eingriffe in der Pressefreiheit der deutschen Nachkriegszeit liest man wenig: "Als Strauss in der Folge der Spiegel-Affäre sein Amt als Verteidigungsminister abgeben musste, erwarteten Beobachter bereits das Ende seiner politischen Karriere. Doch Strauss rappelte sich schnell wieder auf, behielt durch sein Amt als CSU-Vorsitzender auch auf internationalem Parkett Profil und Statur und konnte... ... wieder gestaltend auf die deutsche Aussenpolitik einwirken." Unter dem vollkommen unkritischen Text wird erwähnt, dass der Autor Leiter der Akademie der Hanns-Seidel-Stifung in München ist. Diese nennt sich selbst CSU-nah. Daher nur eine Frage an NZZ-Chefredaktor Eric Gujer: Warum erteilen Sie ehemaligen Kollegen wie Oswalt Iten und Jürg Dedial ein Schreibverbot und lassen stattdessen derartig parteiische Schreiber in die Tasten hauen?

Dienstag, 1. September 2015

Längerer nachdenken

Der Blick am Abend schreibt Zahlen zu weltweiten Flüchtlingsströmen aus der New York Times ab, ohne das Gehirn einzuschalten. Heute dann die lapidare Entschuldigung. Garniert wird das Ganze mit einem Fairness-Button. Fair ist, dass dieser Schund kein Geld kostet. Nur eine Frage an Chefredaktor Peter Röthlisberger: Warum führen Sie nicht eine tägliche Korrekturspalte ein - wie die New York Times?

Pro Bono

Nur eine Frage an den Blick am Abend: Was genau hat der letzte Absatz dieser Meldung mit der News zu tun?

Sonntag, 9. August 2015

Die NZZ am Sonntag gibt der FDP den Vorzug

Patrons geben FDP gegenüber der FDP den Vorzug. So lässt sich die heutige Titelgeschichte der NZZ am Sonntag zusammenfassen. Die Autoren, Stefan Bühler und Daniel Friedli, zitieren eine Umfrage im Auftrag von SuccèSuisse, einem Zusammenschluss wirtschaftsnaher Politiker, etwa Ruedi Noser (FDP) und Gerhard Pfister (CVP). Die Umfrage ist nicht repräsentativ. Zu lesen ist, dass sie in Firmen mit 2 bis 249 Beschäftigten durchgeführt wurde - vom Meinungsforschungsinstitut Gfs Bern. Im Impressum der SuccèSuisse-Website wird die Agentur Furrer.Hugi&Partner AG erwähnt. Es ist ganz einfach: Wenn KMU-Chefs die FDP mögen ist das keine Überraschung beziehungsweise eher von untergeordneten Newswert. Die NZZ am Sonntag betreibt also hier wunderbar Wahlwerbung für die FDP - ganz oben auf Seite 1. Daher nur eine Frage an die Autoren und Chefredaktor Felix Müller: Würden Sie eine Story lesen, in der der Tagi titelt "NZZ der FDP nahe"?

Sportressort im Gegenwind

Claudia Rey war für die NZZ beim Windsurfer-Weltcup in El Médano auf Teneriffa. Eine interessante Geschichte hat sie mitgebracht. Unter dem Text steht allerdings etwas, das die Neue Zürcher Zeitung nicht einmal bei ihren Auto- und Reiseartikeln schreibt, die grösstenteils nur geschrieben werden, weil ein Journalist eingeladen wird: "Die Reise nach Teneriffa erfolgte auf Einladung des spanischen Fremdenverkehrsamts Turespaña." Natürlich enthält der Hinweis auch einen Link auf die Website des Fremdenverkehrsamts. Nur eine Frage an die Autorin, Sportressortleiter Elmar Wagner und Chefredaktor Eric Gujer: Wird im Sportressort das Geld knapp?

Kaspar Wolfensberger will nicht zum Rechercheur werden

Am 3. August meldete businessinsider.com, Apple wolle zum Mobile Virtual Network Operator (MVNO) werden, also ins Mobilfunkgeschäft einsteigen. Kaspar Wolfensberger schrieb die Story am 4. August ab. Er befragte noch ein paar Experten, deren Expertise sich in Grenzen hält: Oliver Zadori vom Vergleichsdienst Dschungelkompass und Hannes Lubich, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) sowie Oliver Bendel, ebenfalls Professor an der FHNW. Dumm nur, dass die Story bereits wenig später platzte. Apple dementierte gegenüber Reuters energisch. Fast überflüssig zu erwähnen: Weder Business Insider noch 20 Minuten haben sich die Mühe gemacht, Apple um eine Stellungnahme zu bitten. Businessinsider.com verschaukelte daraufhin auch noch die Leser: Der Artikel trägt den Zeitstempel vom 3. August. Der Autor hat am Ende aber später heimlich einen Dementi-Tweet eingefügt, das aber nicht mit "Update 4. August" oder so ähnlich gekennzeichnet. Am Ende steht dann noch fast trotzig, die Gespräche zwischen Apple und den Providern hätten stattgefunden. Und 20 Minuten? Es gibt nicht einmal ein Update, dass die Meldung eine Ente war. Einen zweiten Artikel, in dem das Dementi erwähnt wird, gibt es natürlich auch nicht. Daher nur eine Frage an Kaspar Wolfensberger und Chefredaktor Marco Boselli: Warum schreiben Sie nicht auch noch die aktualisierte Quelle ab?

Dienstag, 4. August 2015

Misleading European Newspaper Alliance

Wäre ich noch Medienjournalistin, würde ich der Frage nachgehen, was aus der Leading European Newspaper Alliance geworden ist, die auch Tamedia im März mit viel Jubel begrüsste - gehört doch der Tages-Anzeiger dazu. Da war viel die Rede von grossen Kooperationen, die man eingehen wolle, bessere Inhalte für europäische Leser etc.. Nun habe ich auf tagesanzeiger.ch einen interessanten Artikel gelesen: "Die 9 grössten Probleme von Windows 10". Autor Stephan Dörner schreibt im Bericht noch einmal all das zusammen, was auch Matthias Schüssler und Rafael Zeier im Tagi in mindestens zehn Artikeln in den vergangenen Tagen bereits berichtet haben. Der Artikel erschien übrigens einen Tag zuvor auf welt.de. Daher nur eine Frage an die Chefredaktoren Jan Eric Peters und Res Strehle: Geht die Zeitungsallianz über das Austauschen abgehangener Geschichten hinaus?

Dienstag, 21. Juli 2015

Schlussredaktion als Trauerspiel

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Aufgabe vieler Auslandskorrespondenten im Wesentlichen darin besteht, lange Agenturmeldungen umzuschreiben. Angesichts dieser Dopplung in der heutigen NZZ nur eine Frage an Eric Gujer und Niklaus Nuspliger: Warum steht die kurze Agenturversion des Korrespondentenberichts noch auf Seite 2?

Freitag, 17. Juli 2015

Lügenpresse

Ende nächsten Jahres wird Watson Geschichte sein. Hansi Voigt und sein Team werden beim jungen Newsportal dann über 20 Millionen Franken verbrannt haben. Schade, denn die erstarrte Medienlandschaft hierzulande könnte etwas mehr Bewegung gut vertragen. Woran Watson auch scheitern wird, ist der schlechte Journalismus, den man betreibt. Aktuelles Beispiel: Jonas Jansen hat für Faz.net gestern sehr gut aufgeschrieben, warum man der deutschen Bundeskanzerin Angela Merkel im Umgang mit dem libanesischen Mädchen Reem, das wohl doch nicht abgeschoben wird, wenig vorwerfen kann. Da hatten Watson und viele andere Newssites aber bereits ihre reisserischen Stories verfasst. Auf der Schweizer Seite urteilte Autor William Stern gleich zu Beginn seines Textes: "Es ist ein Dialog zum Fremdschämen, zum Vergessen und zum sich ins tiefste Loch verkriechen. Es ist ein Dialog, der einen endgültig mit dem Gewäsch von Politikern brechen lässt." Dumm nur, dass man recht schnell hätte merken können, dass es keinen Skandal gibt. Man hätte nur das ganze Video des Merkel-Auftritts an einer Schule im norddeutschen Rostock sehen müssen. Aber das hat der nicht recherchierende Journalist natürlich nicht getan. Sterns Watson-Kollege Kian Ramezani hat dann heute nachgelegt, natürlich wurde Sterns Text nicht mit einem korrigierenden Update versehen. Ramezani titelt dann auch "ARD unterschlägt entscheidende 3,5 Minuten des Merkel-Videos". Natürlich war der Bericht, auf den sich die ersten Berichte bezogen, schlecht. Das entbindet Journalisten aber nicht von der Pflicht, Originalquellen zu prüfen. Man sieht das ja auch an den beiden Watson-Stories: Wer diese als Quellen nimmt, schreibt schlechte Artikel. Schlimm ist nur, dass beide bereits über 500 Likes auf Facebook eingesammelt haben. Und Klicks kann man ja nicht rückgängig machen. Aber nur eine Frage an Hansi Voigt: Wie wäre es bis zum bitten Ende mal mit Recherche?

Dienstag, 5. Mai 2015

Zerbrach er an der Last des Googelns?

Dave Goldberg, SurveyMonkey-CEO und Ehemann von Facebook-Managerin Sheryl Sandberg, ist vor ein paar Tagen beim Sport im Familienurlaub in Mexiko gestürzt und an seinen Kopfverletzungen gestorben. Das kann man sich mit wenigen Klicks zusammengoogeln. Thomas Benkö war entweder ein Opfer des Redaktionsschlusses oder seiner Recherchefähigkeiten. Ich tippe auf Letzteres, weil er auch hier im Blog schon öfter negativ aufgefallen ist. Wie auch immer, er schrieb in Ringiers Gratiszeitung, dass Goldberg wohl Selbstmord begangen habe. Er sei wohl an einer erfolgreichen Frau zerbrochen. Wichtigste Quelle ist die angeblich bekannte Tech-Unternehmerin Penelope Trunk. Ausserdem werden Premium-Quellen wie die Daily Mail angeführt. Hin und wieder steht natürlich im Text, dass man es nicht sicher weiss. Aber das hält Benkö nicht davon ab, mit seinem Nicht-Wissen eine Seite zu füllen. Daher nur eine Frage an Chefredaktor Peter Röthlisberger: Haben Sie wegen ihrer morgendlichen Video-Selfies auf Facebook keine Zeit mehr, solche Artikel zu verhindern?

Montag, 23. Februar 2015

Wir vergessen dich nicht

"Akku leer gibts nicht mehr", schrieb Roland Gamp am 18. November 2014 im Blick am Abend. Es ging um das Zürcher Start-up Battere, das für den Dienst Battere Now in Bars und Restaurants Akku-Packs in verteilt, die man gratis ausleihen kann. Heute berichtet der Blick am Abend nochmal über Battere Now. Ebenfalls heute twitterte einer der Battere-Betreiber, Andreas Braendle, scheinheilig: "Danke, Blick am Abend, wir haben uns schon gefragt, woher all die App-Downloads kamen." Nur eine Frage: Hat das Ganze etwas damit zu tun, dass mit Mirko Hofmann einer der Battere-Macher mal Blick-Redaktor war?

Bar jeder Vernunft

2013 machte sich Daniel Hug in der NZZ am Sonntag zum Werbeaffen, als er ein Interview mit Regisseur James Cameron nur bekam, weil er lang und breit erwähnte, dass dieser eine Partnerschaft mit Rolex eingegangen sei. Ebenfalls 2013 feierte Victor Weber in der Sonntagszeitung eine Uhr von Musiker Dieter Meier allzu sehr. Martin Suter hat daraus offenbar wenig gelernt. Denn gestern brachte er in der Sonntagszeitung ein(e)… ja was eigentlich? Porträt, Reportage, Feature? Man weiss es nicht so genau. Neun Minuten hatte er nach eigenen Angaben mit Supermodel Bar Rafaeli. Das Gros des Textes besteht aus Zusammengegoogeltem. Originär ist unter anderem Folgendes: Zu ihrem Erfolg habe Glück gehört, sagte Rafaeli und dass Hublot sie ausgewählt habe, sei eine Ehre. Ach deswegen die neun Minuten: Verwaltungsratspräsident Jean-Claude-Biver hatte Schweizer Medien eingeladen, in New York dabei zu sein, um die neue Hublot-Markenbotschafterin vorzustellen. Das ist natürlich eine ganze Seite im Fokus-Bund der Sonntagszeitung wert. Eine Anzeigenseite habe ich übrigens nicht entdeckt, aber die gibt es dann bestimmt noch. Abgesehen davon, dass ich einen solchen Artikel eher in der Annabelle gesehen hätte - nur eine Frage an den USA-Korrespondenten der Tamedia-Sonntagszeitung, Martin Suter: Hätten Sie nicht lieber die Apple-Auto-Story dieser Woche aus Wall Street Journal, Bloomberg und Financial Times zusammenschreiben können wie alle anderen?

Ringier steht auf Eigenwerbung

Nur eine Frage an Patrik Berger vom Blick am Abend: Dass Sie diese unsinnige Story geschrieben haben, hat nichts damit zu tun, dass mal wieder (fett gedruckte) Werbung für Ringers Autoportal Autoscout24 fällig war, oder?

Donnerstag, 19. Februar 2015

Rob Vegas ist nicht Harald Schmidt

Seit Jahren ist bekannt, dass sich hinter dem Twitter-Konto @bonitotv nicht Harald Schmidt, sondern Komiker Rob Vegas verbirgt. Daher nur eine Frage an den Blick am Abend: Wann wird sich das auch an der Dufourstrasse herumsprechen?