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Dienstag, 28. Mai 2024

Rechercheflops beim "Tagi" auf Rekordhöhe

Zu diesem reisserischen Teaser des "Tages-Anzeigers" schreibt Leser M-W. völlig korrekt bereits gestern (am Erscheinungstag) in einem Kommentar: «Wieso machen Sie in einem Artikel allgemeine Ausagen, schreiben diese gross in die Überschrift und erwähnen dann im Artikel beiläufig, dass diese Zahlen NICHT repräsentativ sind? Und erwähnen vor allem nicht, dass die repräsentativen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) etwas völlig anderes zeigen? Wenn Sie ausschliesslich Daten der Schuldenberatungsstellen nehmen, ist das, als würden Sie eine Unfallstatistik in einer Autowerkstatt erstellen! Nach BFS sind die Zahlungsrückstände zurückgegangen! Und zwar auch die für die Krankenkassenprämien.

HasEtwa 6% der Bevölkerung leben in einem Haushalt mit Zahlungsrückständen bei den Steuern, etwa 5% mit Zahlungsrückständen bei Prämien oder Miete. Unter den Verschuldungsgründen spielen Gesundheitskosten auch kaum eine Rolle. Kredite werden vor allem für Autos und Wohnraum aufgenommen und sogar häufiger für Ferien als für Gesundheitskosten.

Gerade vor den Gesundheits-Abstimmungen wäre es sehr wichtig objektiv und umfassend zu informieren. Das hier sieht mir eher nach einseitiger Berichterstattung und Stimmungsmache aus.»

Passt ist ... nichts. Daher nur eine Frage an die Journalisten Dominik Balmer und Patrick Meier: Wollen Sie so die wenigen Leser:innen, die es gut mit Ihnen meinen, auch noch verprellen?

Sonntag, 1. Juli 2018

Der Tod der guten Geschichte ist die Recherche

Bekanntlich muss man Zahlen immer mit anderen kombinieren, um verlässliche Aussagen oder Neuigkeitswerte generieren zu können. Wenn etwa eine Zahl steigt, ist es sinnvoll, sich zu fragen, ob eine andere auch gestiegen ist. Wächst also die Zahl der Unfälle im ÖV, müsste man nachschauen, ob die Zahl der Fahrten, Fahrzeuge oder Verkehrsteilnehmer gestiegen ist. Das haben Dominik Balmer und Vanessa Mistric für ihren heutigen Aufmacher in der Sonntagszeitung aber nicht gemacht. Daher nur eine Frage: Was genau soll dieser Alarmismus?

Sonntag, 22. November 2015

Anschlag auf die Leserintelligenz

Dass die IS-Terroristen in Paris den Schweizer Messenger Threema benutzt haben sollen, kann man diesem Aufmacher der heutigen Sonntagszeitung nicht entnehmen. Daher nur eine Frage an Dominik Balmer von der Sonntagszeitung: Wo genau steht in Ihrem Text etwas, das diese Überschrift rechtfertigt?