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Sonntag, 18. Februar 2024

Ich fühlte nach dem Lesen der Onlineversion eine tiefe Leere


Nachdem Nadine Jürgensen im Januar Gratis-Werbung für ihr Finanz-Startup Ellexx im "Magazin" sowie im SRF "Club" machen durfte (Mitgründerin Patrizia Laeri war ja mal beim SRF), war diese Woche der "Blick" an der Reihe. Karen Schärer, Teamlead Gesellschaft, bot ihr die Möglichkeit, zu berichten, wie sie Gewalt während der Geburten ihrer Kinder erlitten hatte. Jürgensen, ganz Verkaufstalent, nutzte die Plattform, um darauf hinzuweisen, dass frau sich bei Ellexx zusatzversichern kann, damit frau bei der Geburt eine Doula, eine Geburtsbegleiterin ohne Ausbildung, ohne Zusatzkosten an der Seite haben kann. Diese Schleichwerbung fiel auch der "SonntagsZeitung" auf, die heute Morgen darüber berichtete. Und was macht der "Blick"? Löscht wie so oft die entsprechende Passage (siehe oben den ganzen Artikel) aus der Onlineversion. Im Print geht das ja leider nicht mehr. Das Ellexx mit dem Rücken zur Wand steht und Jürgensen nach jedem Strohhalm greift, fair enough. Wie traurig es ist, dass sie ihr Innerstes nach aussen kehren muss, um Reklame für ihr serbelndes Startup zu machen, sei einmal dahingestellt. Aber nur eine Frage an Karen Schärer vom "Blick": Warum haben Sie nach Ihrem peinlichen Versagen nicht wenigstens den Mut, den Fehler transparent zu korrigieren?

Freitag, 5. Mai 2023

Lukas Hässig outet Michael Perricone


Lukas Hässig hat auf "Inside Paradeplatz" einen Artikel über den Abgang von Michael Perricone beim "SRF" veröffentlicht. Dieser ging dem Vernehmen nach nicht ganz freiwillig. Hässig suggeriert unter anderem in einen Zusammenhang mit den Belästigungsvorwürfen, welche die ehemalige "SRF-Moderatorin" Patrizia Laeri unlängst gegen einen "SRF"-Mitarbeiter erhoben hat. Fun Fact: Der Beschuldigte wurde von einer externen Fachstelle vom Vorwurf freigesprochen. Dessen Name wurde aber in keinem Medienbericht genannt. Auffällig ist, dass Hässig im Artikel Perricone nur M nennt. An einer Stelle setzte der Autor aber einen Link. Ankertext: erfahrenen Journalisten. Jede(r) kann also problemlos sehen, dass es im Artikel um Michael Perricone geht, denn der Link führt zu dessen LinkedIn-Profil. Hässig und Laeri lagen immer wieder über Kreuz, weil der Beni Frenkel, freier Autor von "Inside Paradeplatz", der Unternehmerin wiederholt fehlenden Erfolg mit ihren Finanzprodukten und dem Portal Ellexx attestiert hatte. Hässig musste daraufhin gerichtlich angeordnet einige Passagen löschen und entschuldigte sich später - auch für den triefenden Sexismus der Berichterstattung. Verschwörungstheorie: Hässig wollte etwas gut machen und Perricone für Laeri outen. Davon abgesehen, nur eine Frage an Hässig zum Link: War das Absicht oder haben Sie als alter weisser Mann das Internet nicht verstanden?

Montag, 31. Januar 2022

Warum schont René Zeyer Beni Frenkel?


Beni Frenkel hat bekanntlich auf "Inside Paradeplatz" einen inhaltlich tendenziösen und sprachlich äusserst fragwürdigen Artikel über Patrizia Laeri und ihr Finanzportal "ellexx" verbrochen. Klage läuft. Nur eine Frage an René Zeyer: Erwähnen Sie Frenkel nicht namentlich, weil er - wie Lorenz Steinmann - einst ihr Partner bei "Zackbum" war? 

Sonntag, 21. November 2021

Die Winteler naht


Patrizia Laeri, Nadine Jürgensen und Simone Züger haben auf ihrem Portal ellexx die lesenswerte Rubrik "Männerfragen" eingeführt. In dieser wird Vertretern des starken Geschlechts genau der Fragenkatalog präsentiert, den Frauen allzu oft erdulden müssen. Daran musste ich denken, als ich heute das Porträt von Nicole Ruch in der "SonntagsZeitung" las. Geschrieben hat es Chris Winteler, eine Frau. Ruch ist diese Woche zur neuen Präsidentin des Schweizer Tierschutzes (STS) gewählt worden. Hauptamtlich ist sie Direktorin bei der Credit Suisse (CS). Schon der Textanfang spricht Bände: "Über Alter und Familienverhältnisse hält sie sich bedeckt". Nur zur Erinnerung: Wenn Männer das tun, wird es selten erwähnt. Und weiter geht es: "Die Bankdirektorin trägt einen schwarzen Hosenanzug, ein schwarzes, mit Spitzen besetztes Top - eine markante Uhr blitzt unter dem Ärmel hervor. Es funkelt an Ringfingern und Ohren. Sorgfältig geschminkt und frisiert ist sie." Es ist ein alter JournalistInnentrick: Frau tut so, als hätte man etwas Überraschendes entdeckt. Also nur eine Frage an Chris Winteler (übrigens Jahrgang 1966): Was genau ist daran für eine CS-Direktorin, die Sie an ihrem Arbeitsplatz getroffen haben, überraschend?