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Samstag, 15. Oktober 2011

Blick ins Herz am rechten Fleck


Von der neben dem Interview platzierten Anzeige abgesehen, nur eine Frage zur Bildunterschrift, Karin Müller: An welcher Stelle des Interviews verrät Renzo Blumenthal, dass er SVP wählen wird?

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Sie war morgens nicht mehr in der Journalistenschule


Grob verkürzt, soll die Reportage an Einzelnen ganze Entwicklungen verdeutlichen. Man trifft sich also mit einem verarmten Lehrer aus Chicago und erzählt an seinem Beispiel die Erosion der Mittelschicht nach. Online-Sucht - das ist auch so ein Thema, an dem jeder sich mal versuchen darf. Heute war Irina Eftimie im Thuner Tagblatt an der Reihe. Dem Newsnetz war die Story eine Doppelplatzierung wert, wie im obigen Bild zu sehen ist. Schon im Intro bemerkt die Journalistin richtigerweise, es gebe kaum Fakten zum Thema. Trotzdem schreibt sie, es gebe Zehntausende Internetsüchtige hierzulande. Schlüssig belegen lässt sich das nicht. Und daher muss er her - der Einzelfall. In diesem Fall hat er die Initialen A. S. und erzählt wird die Geschichte einer Frau, deren Mann "nachts nicht mehr im Bett war".

Lassen wir die Frage nach der Wahrhaftigkeit der Erzählerin und der Aussagekraft der Geschichte einmal kurz unbeachtet und erinnern uns, was der deutsche Medienjournalist Stefan Niggemeier unlängst für die F.A.Z. schrieb: "Die Studie, wonach eine halbe Million Deutsche „internetsüchtig“ seien, beruht auf Unterstellungen. Statt zu differenzieren, worin genau die Abhängigkeit besteht – ob es etwa konkret um Online-Spiele geht oder um virtuellen Sex – wird der Ort an sich zur Gefahr erklärt. Eine der Schlüsselfragen heißt: „Wie häufig bevorzugen Sie das Internet, statt Zeit mit anderen zu verbringen, z.B. mit Ihrem Partner, Kindern, Eltern, Freunden?“ Die Möglichkeit, im Internet „Zeit mit anderen zu verbringen“, ist nicht vorgesehen. Nähe und Gemeinsamkeit zählen nur in analoger, körperlicher Form, das Internet wird konsequent als wirklichkeitsferner, einsamer Fluchtort definiert. Fragen wie: „Wie häufig setzen Sie Ihren Internetgebrauch fort, obwohl Sie eigentlich aufhören wollten?“ tun ihr Übriges. (Man ersetze Internetgebrauch testweise durch Bücherlesen, Schlafen oder Essen.)"

Nur eine Frage, Irina Eftimie: Ist der beschriebene Fall wenigstens nicht ausgedacht?

I wander why


Nur eine Frage, Guido Wemans: Dass Ihre Website noch wie 1995 aussieht, hat nichts mit der Qualität Ihrer Überschriften zu tun, oder?

Sonntag, 2. Oktober 2011

Ich bin dann mal weg


Dass oben über der Adresszeile "Gegendarstellung" steht - geschenkt. Nur eine Frage, Sonntagszeitung: Dauert es wirklich eine Woche, bis die Seite wieder erreichbar sein wird?

Nicht nur hausinterne Konkurrenz


Um es noch einmal zu betonen: Wenn es ein Adjektiv gibt, bei dem ich normalerweise nicht weiterlese, dann ist das "exklusiv". Heute bellte mich dieses Adjektiv zwar nicht von der Titelseite der Sonntagszeitung an, dafür war auf ihr aber zu lesen, dass Rapper Stress erstmals unter anderem über seine gescheiterte Beziehung mit Melanie Winiger sowie seinen Bandscheibenvorfall gesprochen haben soll. Ich weiss nicht, ob Sie 20 Minuten Friday lesen, Herr Hubschmid, aber über all das hat der Musiker schon in dieser Woche mit dem Ausgehmagazin gesprochen. Auch im Sonntag ist heute ein entsprechendes Interview zu lesen. Daher nur eine Frage: Mal wieder keinen Stress gehabt - im Feuilleton diese Woche, oder?

Superdroge Kokowääh


Nur eine Frage an die Kulturredaktion der Sonntagszeitung: Til Schweiger und Bradley Cooper können Sie schon auseinanderhalten, oder?

Montag, 26. September 2011

So sammelt man keine Google-Plus-Punkte


Nur noch mal kurz zur Erinnerung: Facebook wurde 2004 gegründet und stand zunächst nur Studenten an der Harvard University offen, später kamen weitere US-Hochschulen hinzu, erst 2006 erfolgte die Expansion ins Ausland. Die Hardware-Ausstattung war eher kümmerlich, was man unter anderem in David Kirkpatricks gut recherchiertem Buch "The Facebook Effect" nachlesen kann. Daher hat es noch wenig Sinn, die Mitgliederentwicklung von Facebook und Google+ zu vergleichen. Nur eine Frage, Oliver Wietlisbach: Kennen Sie Wikipedia?

Montag, 19. September 2011

Der Spiegel geht twittern


"Gestern erschien mal wieder eine Spiegel-Titelgeschichte, die sich um ein Internet-Thema dreht. “Ende der Privatheit” heißt sie und dreht sich um Google. Bemerkenswert, dass die Netz-Szene auf diese Story nicht groß Bezug nahm. Das demonstriert, dass nach den “Falschen Freunden“, der raupkopierten Dummmacher-Story, der Second-Life-Sexorgie und dem entblössten Hinternet viele die Hoffnung fahren gelassen haben, der Spiegel könne intellektuell einmal eine tiefgreifende Geschichte zu solch einem Thema anfertigen", schrieb einst der von mir sehr geschätzte Kollege Thomas Knüwer unter der Überschrift "Der Spiegel geht googeln".

Warum mir dieser Blogeintrag vom Januar 2010 nun wieder eingefallen ist? Weil sich beim Hamburger Nachrichtenmagazin seitdem wenig geändert hat. Man nehme nur mal zwei Digital-Geschichten der heutigen Ausgabe. Alexander Kühn füllt zwei Seiten und eine Spalte mit twitternden Stars: "Stars haben die raffinierte Direktheit von Twitter entdeckt", heisst es unter anderem. Es scheint, als hätte Kühn sie entdeckt. Denn dass Prominente zwitschern, ist fünf Jahre nach dem Start des Microblogging-Dienstes nun wirklich keine News mehr - geschweige denn ein Bericht.

Und dann darf Miriam Meckel noch zwei Seiten mit der bahnbrechenden Erkenntnis füllen, dass Google jedem Nutzer seit 2009 individuell angepasste Suchergebnisse präsentiert. Die Freundin von Anne Will schreibt: "Während ich bei der Suche nach 'Finanzkrise' früher mit Hilfe des Page Rank Ergebnisse fand, die aus der Gesamtheit aller Anfragen und Verweise im Internet gewichtet und errechnet wurden, und die für alle Suchenden gleich waren, hat sich jetzt mit der personalisierten Suche etwas verändert." Das, liebe Professorin Meckel, ist nun wirklich nicht neu. Eli Pariser hat darüber das Buch "The Filter Bubble" geschrieben und unter anderem ist dieses Konrad Lischka von Spiegel Online aufgefallen. Selbst die verschnarchte NZZ hat schon einen Bericht gebracht.

Daher nur eine Frage:
Wann lesen wir im Spiegel erstmals eine Digital-Geschichte, die Knüwer widerlegt?

Dienstag, 13. September 2011

Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen


Nur eine Frage, Daniel Schurter: Wenn nicht einmal der Name feststeht und diese ganze Geschichte aus nicht verlinkten Gerüchten besteht, warum wird das Google-Handy dann ein Knaller?

Montag, 12. September 2011

Blanker Unsinn


Nur eine Frage an die Onlineredaktion des Tages-Anzeigers: Ist heute nichts Wichtiges in der digitalen Welt passiert?

Weniger ist weniger


Nur eine Frage, Blick.ch: Kennt man in der Nachrichtenredaktion den Unterschied zwischen Atomkraftwerk, Reaktor und Ofen?

Sonntag, 21. August 2011

So tief kann das Sommerloch nicht sein


Wenn Journalisten über die Medienkrise reden, fällt oft der Satz, wenn überhaupt würden Sonntagszeitungen überleben. Müssten sich diese auf ihre Digital-Ressorts verlassen, wäre das wohl schwierig. Denn beim Tamedia-Blatt hat man es bekanntlich mit dem Ressort Wissen zusammengelegt. Wirklich Neues gab es früher schon selten, die Geschichten dieser Woche mögen als Beispiel dienen: Ein Test des HTC Evo 3D, David Bauer protokolliert sein Leben und Simone Luchetta schreibt für die Kolumne Zipped ein Spiegel-Interview ab. Ach ja: Eine Audio-Docking-Station des US-Anbieters Alesis hat Barnaby Skinner noch getestet. Wobei "getestet" meistens bedeutet: Drei, vier Sätze aus der Medienmitteilung, ein PR-Bild und alberne Sternchen akkurat anzuordnen. Es sei nur angemerkt, dass beispielsweise das Samsung Galaxy S2 ebenfalls einen mit 1,2 GHz getakteten Dualcore-Prozessor hat. Skinner hatte dies als Alleinstellungsmerkmal des HTC-Geräts ausgemacht. Und noch dies: Eine Kurz-Meldung zum Spiel "Order & Chaos Online" wirkt dabei etwas deplatziert.

Und was lesen wir in der NZZ am Sonntag? Auf der schon öfter durch fehlende Ideen aufgefallene Digital-Seite bringt Raffael Schuppisser heute eine Geschichte über Amazons Kindle Cloud Reader, der bereits seit vorletzter Woche erhältlich ist, was sogar NZZ Online bereits am 10. August aufgefallen ist. Schuppisser erzählt nun die alte Geschichte vom Ende der Apps und nutzt seinen Text überdies für peinliche Eigen-PR, indem er Peter Hogenkamp zu Wort kommen lässt, der die kommende digitale Ausgabe der NZZ anpreisen darf. Auch die Kurz-Meldungen sind bekanntlich selten neu. Heute mag als Beleg dafür dienen, dass Windows 8 einen App Store mitbringen soll - wie man das vom Mac kennt. Das ist allerdings auch schon seit ein paar Monaten bekannt.

Daher nur eine Frage: Arbeiten Journalisten wie diese höchstens 40 Prozent? Denn ansonsten würde ich gern wissen, was sie sonst in ihrer Arbeitszeit treiben. Recherche kann es ja nicht sein.

Sonntag, 7. August 2011

Einer für alle


Nur eine Frage, kress.de: Dass Litauen ein bisschen grösser als eine Stadt ist, könnte man wissen, oder?

Montag, 1. August 2011

Link liegengelassen


Die mir schon einmal unangenehm aufgefallene Edith Hollenstein hat reichlich spät einen Artikel über Ringier und Tamedia geschrieben, die mit DeinDeal.ch beziehungsweise scoup.ch dem Weltmarktführer Groupon Konkurrenz machen wollen. Angesichts der kolportierten 15 statt sechs Milliarden, die Google angeblich für Groupon zahlen wollte, nur eine Frage: Wenn Sie schon die verlinkte Quelle nicht nennen, warum zitieren Sie dann nicht wenigstens richtig?

Montag, 25. Juli 2011

Die Grenzen des Wachstums


Twitter lasse ich unberücktsichtigt, weil es sich dabei nicht um ein soziales Netzwerk wie Facebook und Google+ handelt. Nur noch mal zur Erinnerung: Facebook wurde 2004 gegründet und stand zunächst nur Studenten an der Harvard University offen, später kamen weitere US-Hochschulen hinzu, erst 2006 erfolgte die Expansion ins Ausland. Die Hardware-Ausstattung war eher kümmerlich, was man unter anderem in David Kirkpatricks gut recherchiertem Buch "The Facebook Effect" nachlesen kann. Warum ich das fast alles bei Wikipedia abschreibe? Damit die obige Infografik von Leon Haland, die Thomas Knüwer in seinem ansonsten lesenswerten Blog Indiskretion Ehrensache aufgegriffen hat, ihre Relevanz verliert. Denn die Mitgliederentwicklung von Google+ lässt sich nicht nur wegen der eingangs erwähnten Historie nicht seriös mit jener Facebooks vergleichen. Googles Ende Juni gestartetes soziales Netzwerk steht bisher nur Auserwählten offen. Wie viele das sind, dazu gibt es keine offiziellen Angaben. Ausserdem hat der führende Suchmaschinenanbieter zum Start ganz andere Ressourcen zur Verfügungs als Facebook. Also nur eine Frage, Thomas Knüwer: Zurzeit viel mit der Entwicklung des deutschen "Wired" zu tun, oder?

Sonntag, 24. Juli 2011

Weichhirne


Angesichts der Tatsache, dass im Artikel von 22 Toten die Rede ist, nur eine Frage zu diesem Teaser auf der Front, Blick am Abend: Ihr wisst schon, dass sich eure Zeitung nicht am Kiosk verkaufen muss, oder?

Freitag, 22. Juli 2011

Hauptsache, Apple


So, so, Tages-Anzeiger: Es gibt also einen App Store für Macs - dieser existiert aber schon seit Jahresanfang, wie auch Sie erkannt zu haben scheinen. Nur eine Frage, Anatol Heib: Gab es heute keine anderen Geschichten?

Montag, 18. Juli 2011

GmbH - Geschichte mit beschränkter Haftung


Ich bin jetzt 42 Jahre alt und leider, liebe Kollegen beim Spiegel, hat mein Gedächtnis noch nicht so sehr nachgelassen, dass ich mich nicht an einen Blog-Post von Ali Arbia erinnern könnte. Er schrieb im Mai über einen kroatischen Jungen namens Ivan, der magnetische Kräfte haben soll. Arbia fasste seine Gedanken anlässlich zahlreicher Medienberichte damals so zusammen: "Was tut man also im 21. Jahrhundert, wenn man seine Arbeit und Journalisten-Ethik ernst nimmt? Man setzt sich hin und googelt. Problemlos findet man dann heraus, dass es sich nicht um Magnetismus handelt und ähnliche Behauptungen unzählige Male widerlegt wurden." Und dann schlage ich heute das Hamburger Nachrichtenmagazin auf und lese die obige Meldung über Ivan, in der wenigstens nicht mehr behauptet wird, Ivan sei magnetisch. Trotzdem nur eine Frage: Gab es diese Woche sonst nichts für die Meldungsseite abzuschreiben?

Ein bisschen bi schadet fast nie


Wenn es ein Adjektiv gibt, bei dem ich normalerweise nicht weiterlese, dann ist das "exklusiv". Und auch heute lag ich dabei nicht falsch. Denn Melanie Winiger, die ihre besten Zeiten zweifelsohne hinter sich hat, packt eben nicht nur im Blick über vermeintliche interessante Liebesszenen aus, sondern gibt das gleiche Interview noch mal im 20 Minuten. Daher nur eine Frage: Hat man an der Dufourstrasse etwa auch seine besten Promi-Zeiten hinter sich?

Sonntag, 17. Juli 2011

In schlechter Gesellschaft


Jedes ernstzunehmende Feuilleton hat Adam Mansbachs Buch "Verdammte Scheisse, schlaf ein" spätestens vor einem Monat abgefeiert. Sogar die NZZ hat es Anfang Juli rezensiert. Und heute las ich in der NZZ am Sonntag einen unter anderem daran aufgehängten Text namens "Baby, halt die Klappe". Dass Autor Martin Helg mit seinem vermeintlichen Trendthema spät dran ist - geschenkt. Dass in der gestrigen Vorschau auf die heutige Ausgabe noch zu lesen war, kein Geräusch nerve mehr als Babygeschrei, im Artikel dann aber eine Studie erwähnt wird, laut der es das Geschrei nur auf Platz 3 gebracht hat, als nach belästigenden Geräuschen gefragt wurde - auch geschenkt. Man kann alles behaupten. In diesem Fall: Das Geschrei von Babys wurde von der Verständnis-Pädagogik lange tabuisiert. Jetzt ist zumindest das Klagen darüber wieder erlaubt. Man könnte das Intro auch so verstehen, dass nun das Klagen über die Tabuisierung wieder erlaubt ist. Aber davon einmal abgesehen, liefert Martin Helg keinen einzigen ernstzunehmenden Beleg für seine These. Er führt nur den grossen Erfolg des Buches "Achtung Baby" von Komiker Michael Mittermeier und eben jenen des erwähnten Mansbach-Werkes an.

OK, dachte ich mir, blättere ich den Bund mal weiter durch. Auf der nächsten Seite überrascht David Signer mit der geschmacklosen Symbolbildunterschrift: "Ein Weisser ist in Afrika eine wandelnde Bank, die es zu plündern gilt. Sagt er, er könne nicht zahlen, glaubt ihm niemand."

Auf der dritten Seite findet man dann den sogenannten Kanon der Populärkultur. Zu lesen ist unter anderem Planking und Balconing sei diesen Sommer Trend. Auch diese vermeintlichen Trends sind schon etwas älter. Letztgenannter war beispielsweise schon im August 2010 ein Thema in Publikumsmedien.

Christof Gertsch hat eine Geschichte über die Ehrendamen der Tour de France geschrieben: "Küssen erlaubt, Flirten verboten". Man hat eine solche aber auch schon oft gelesen. Eine gute, weil ehrliche Zusammenfassung findet man bei 20 Minuten Online.

Ich musste dann leider aus Zeitgründen die Lektüre abbrechen. Daher nur eine Frage: Wird die Existenz von Sonntagszeitungen nicht immer mit den eigenen (kreativen) Geschichten gerechtfertigt, für die man mitunter mehrere Tage braucht?

Sonntag, 3. Juli 2011

Und wieder heisst es: Zahlen, bitte


Klaus Eck ist ein PR-Blogger, der es im Nachbarland Deutschland zu einiger Bekanntheit gebracht hat. Dies liegt vor allem daran, dass es zu IT-Themen vergleichsweise wenig echte Experten gibt und sich diese seltene Spezies nur selten äussert. Eck ist dafür bekannt, druckreif formulieren zu können, ohne dabei allzu sehr in die Tiefe zu gehen. Das hat er mit Reto Knobel von Tages-Anzeiger/Newsnetz gemeinsam, der allzu oft Artikel aus fremden Quellen zusammenfasst und diese dann - ohne zu verlinken - mit einer Autorenzeile versieht. Das verschafft ihm zwar manchen Treffer bei Google, aber von einem journalistischen Ehrenkodex, demzufolge man beim Abschreiben wenigstes Kollegen die Ehre eines Links erweisen sollte, scheint Knobel nichts gehört oder diesen auf Anweisung von Peter Wälty bewusst vergessen zu haben. Muss der Leiters des 1-Mann-Ressorts Digital selbst ran, wird es oftmals schlimm oder noch schlimmer, wie man an diesem Interview sieht. Eck stellt also die These auf, dass E-Mails irgendwann überflüssig werden könnten. Das ist weder neu noch durch irgendeine Zahl belegt. Stattdessen wird einfach mal behauptet, viele Nutzer kommunizierten nur noch über Facebook und Co. Nur eine Frage: Hat Klaus Eck sich selbst für dieses Interview ins Gespräch gebracht?

Sonntag, 19. Juni 2011

Schweizer Kopierllustrierte


Schon klar, dass Journalisten gern so tun, als hätten sie mit allen zu Wort kommenden Protagonisten selbst gesprochen. Zu Uschi Obermaiers in der aktuellen SI dargestellten Nöten nur eine Frage: Wenn es selbst die Bild-Zeitung schafft, die Originalquelle zu nennen, warum gelingt das der Schweizer Illustrierten nicht?

Montag, 13. Juni 2011

Getürkte Kreativität


ZDF-Moderatorin Hülya Özkan beschreibt in ihrem Buch "Güle Güle Süperland" eine Reise zu ihrer türkischen Familie. Ähnliches las man bereits von Jan Weiler, dann kam Stella Bettermann und nun steht dieser Abklatsch in den Läden. Daher nur eine Frage: Wann fährt ein in die Schweiz einwanderter deutscher Journalist nach Hause, um daraus ein Buch zu machen?

Donnerstag, 2. Juni 2011

Sie haben es schon wieder getan


Dass 20 Minuten gern belanglose Musik eigener Mitarbeiter anpreist und dabei nicht erwähnt, dass die Künstler im Unternehmen arbeiten, ist für Leser dieses Blogs nichts Neues . News is what's different - heisst es. Aber trotzdem sollte man angesichts der obigen Werbung für Huck Finn erwähnen, dass Gitarrist Berry Fischer Martin heisst und bei 20 Minuten Friday arbeitet. Nur eine Frage, Marlies Seifert: Gab es eine kostenlose CD für Sie?

Die nackte Wahrheit


Wenn ein Trend aus New York kommt und nackte Haut verspricht, lohnt sich die Recherche nicht - könnte man reimen, wenn man dieses Video bei Blick.ch sieht. Also auf zur fröhlichen Klick-Jagd mit einem Clip über hüllenloses Spielen in der Ostküstenmetropole. Dabei wäre doch problemlos herauszubekommen gewesen, dass es sich hierbei um virales Marketing handelt. Auch 20 Minuten Online hat darüber berichtet, aber wenigstens ein paar Konjunktive eingebaut. Ein Update sucht man allerdings auch auf der Tamedia-Newssite vergeblich. Nur eine Frage: Dass nachträglich Tipp-Fehler korrigiert werden, soll einem als Leser wohl reichen, oder?

Dienstag, 24. Mai 2011

Bei der Geburt nicht getrennt


Marc Walder hat immer wieder betont, wie wichtig es sei, dass Ringiers Medien kritisch und unvoreingenommen berichten - auch wenn es um eigene Aktivitäten in der Unterhaltungsindustrie geht. Als Ringier seine App Vanilla startete, war das blick.ch viele Berichte wert, als sie eingestellt wurde, erwartungsgemäss keinen. Und nun hat die Verlagsbeteiligung Ticketcorner eine App, über die Ringiers Boulevard-Seite natürlich berichtet. Dass Ringier ein Joint Venture mit CTS Eventim eingegangen ist und die App somit aus dem eigenen Haus stammt, bleibt unerwähnt. Nur eine Frage für den Fall des Scheiterns: Darüber wird man wieder nichts lesen, oder?

Samstag, 21. Mai 2011

Offen für alle


Ich habe es schon öfter geschrieben: Der Tod der guten Geschichte ist die Recherche. Nun gut, für diese ist der Blick am Abend nicht bekannt, denn in der Regel schreibt man eine Geschichte irgendwo ab und setzt dann seine Autorenzeile darüber. Die in dieser Woche in allen grossen Medien thematisierte Sicherheitslecks beim Surfen in offenen Funknetzen, sind aber nicht nur ein Problem für Besitzer von Android-Geräten. Daher ist es Unsinn, wenn Philipp Albrecht schreibt, Blackberry- oder iPhone-Besitzer hätten nichts zu befürchten. Nachtrag am Rande: Ausser NZZ Online hat kein Schweizer Publikumsmedium thematisiert, dass zumindest Google mittlerweile für Kalender und Kontakte eine Verschlüsselung integriert hat. Daher nur eine Frage: Die gute Geschichte wäre doch viel besser, wenn die Sicherheitsprobleme fast alle Nutzer beträfen, oder?

Samstag, 14. Mai 2011

Alt ist nicht alt


Dass die Macher der SF-Sendung 10vor10 bei digitalen Themen alles andere als gut informiert ist, zeigte sich unter anderem zuletzt in der Berichterstattung über Google Street View. Ich weiss nicht, ob man sich auf den SF-Nimbus verlässt, recherchefaul ist oder einfach keine Ahnung hat. Aber dieser Beitrag von der Swiss Cyber Storm 3 belegt mal wieder, dass IT-Themen lieber denen überlassen werden sollten, die sich damit auskennen. Denn SMS Spoofing ist uralt und hat nicht zwangsweise etwas mit Hackerangriffen auf Smartphones zu tun. Daher nur eine Frage: Haben Sie schon mal daran gedacht, dass IT-Sicherheitsfirmen Konferenzen gern nutzen, um mit kostenloser Werbung in die Medien zu kommen?

Kontextsensitiver Test


Nur eine Frage, futurezone: Dass der Test des Samsung Galaxy S2 so positiv ausgefallen ist, hat nichts mit der daneben platzierten Anzeige zu tun, oder?

Samstag, 7. Mai 2011

Lohnende Cooperation


Nur eine Frage: Ist es nicht egal, welcher Detailhändler bei dieser Aktion im Boot ist?