Dieses Blog durchsuchen

Donnerstag, 4. Januar 2018

So wird das nichts mit der Paywall

Felix Lee hat eine interessante Geschichte darüber geschrieben, wie China gegen den Bitcoin vorgeht. Der Artikel wurde an Luzerner Zeitung und Die Presse verkauft. Das Problem: In der österreichischen Zeitung steht er hinter einer Bezahlschranke. Wer mag, findet ihn aber mit zwei Klicks auf der Schweizer Newssite gratis. Daher nur eine Frage an die Verantwortlichen: Wie sollen so Leser zu zahlenden Kunden werden?

Stephanie Lahrtz berichtet aus München über Basel

Viele NZZ-Artikel aus dem Ressort Ausland sind nichts weiter als Zusammenschriebe diverser Agenturmeldungen und/oder anderer Medienberichte. Im Inland sowieso, wie Ressortchef Michael Schoenenberger einst indirekt einräumte. Deshalb nur eine Frage an Eric Gujer, Chefredaktor der NZZ: Welchen Mehrwert bringen eigentlich Korrespondenten, die hunderte oder tausende Kilometer von den Orten des Geschehens stationiert sind?

Nichts Neues mehr aus dem Sängerhimmel

Der Sänger Roger Cicero ist bekanntlich längt tot. Er starb im Alter von nur 45 Jahren am 24. März 2016 an einem Hirninfakt. Daher nur eine Frage an Bild: Warum sollte man für News zu Cicero noch Alerts abonnieren?

Mittwoch, 3. Januar 2018

Faktenfrei und Spass dabei

Der Soziologe Stephan Lessenich schreibt in der Süddeutschen Zeitung, es seien nicht die Abgehängten gewesen, die den Aufstieg der rechtsnationalen Alternative für Deutschland (AfD) ermöglicht hätten, sondern die Mittelklasse voller Abstiegsangst. Interessante These. Im ganzen Artikel findet sich aber kein einziger echter Beleg dafür (eine repräsentative Umfrage oder Ähnliches). Man liest Passagen wie diese: "Was wir im Jahr 2017 vielmehr erlebt haben, ist der "Aufstand der Etablierten" (Cornelia Koppetsch): Eine Bewegung zur Verteidigung von als gerechtfertigt erachteten und durch den Aufstieg von Außenseitern als gefährdet wahrgenommenen ökonomischen, sozialen und kulturellen Vorrechten. Eine Bewegung, die Klassenkämpfe aus der Mitte führt - und in der die unteren und oberen Fraktionen der Mittelschicht in einer klassenpolitischen Positionierungskonkurrenz zueinander stehen, um letztlich dann aber doch an einem Strang zu ziehen." Also nur eine Frage an SZ-Chefredaktor Kurt Kister: Sollten nicht auch im Feuilleton Fakten geboten werden?

Gratis ist noch zu teuer

Valeska Blank, immerhin stellvertretende Ressortleiterin Wirtschaft der Gratiszeitung 20 Minuten, hat für die heutige Printausgabe den Aufmacher verfasst: "Darum arbeiten Angestellte im Café besser als im Büro". An diesem Artikel ist so vieles handwerklich schlecht, dass man gar nicht weiss, wo man anfangen soll. Vielleicht mit den kleineren Dingen: Quelle ist ein Artikel aus der Harvard Business Review, der natürlich nicht erwähnt wird. Online ist er immerhin verlinkt. Die Quelle stammt aus dem Oktober. Kann man machen - bei einem tagesaktuellen Medium. Eine erwähnte Studie belgischer Forscher ist bereits von 2016, eine weitere allerdings schon von 2013. Aktualität also schon mal Fehlanzeige. Egal. Schlimmer ist, dass Blank einfach kommentierend eingreift und Studienergebnisse so interpretiert, dass sie zur Titelthese passen. Beispiel: "Wenn man andere hart arbeiten sieht, gibt man sich bei den eigenen Aufgaben mehr Mühe. Das haben belgische Forscher herausgefunden. Ihr Fazit: Fleiss wirkt ansteckend. Dieser Effekt kann in einem Café gut greifen, denn dort sieht man ständig, wie die Angestellten servieren, abräumen oder Tische putzen." Das haben die belgischen Forscher aber nicht so geschrieben. Noch ein Beispiel: "Dass Angestellte mehr leisten, wenn sie ab und zu der Grossraum-Atmosphäre entfliehen können, haben schon zahlreiche Umfragen belegt. Eine Studie der Universität Stanford zeigt etwa, dass Mitarbeiter im Homeoffice 13,5 Prozent effizienter sind und 9 Prozent engagierter arbeiten als ihre Kollegen, die immer im Büro präsent sein müssen." In der Onlineversion wurde hier ein Satz entfernt. In der Printversion folgt nämlich noch folgender: Fürs Café dürfte also dasselbe gelten. Nicht zuletzt steht im Lead, dass Angestellte im Café mehr leisten als im Büro. Auch das wird natürlich im Text nicht belegt. Der Originalartikel der Harvard Business Review liefert dieses Ergebnis auch nicht hart. Also nur eine Frage an Valeska Blank: Haben Sie diesen Artikel am Silvesterabend verfasst?

Dienstag, 2. Januar 2018

Fremde Federn helfen beim Etikettenschwindel

Simon Bärtschi, Adrian Zurbriggen, Artur Rutishauser, Michael Marti, Armin Müller und Iwan Städler - kürzlich feierte sich die neue Chefredaktion Tamedia in einer aufwändigen Hochglanzbeilage und präsentierte in dieser zwölf journalistische Stücke aus diversen Tamedia-Redaktionen. Nun könnte man sich fragen, wo die Frauen in der Chefredaktion sind. Auffällig ist aber auch etwas Anderes: Die 12-App von Tamedia wird immer als Best-of-Tamedia vermarktet. So ist etwa in der Beschreibung im App Store zu lesen: "Die Artikel stammen aus verschiedenen Redaktionen des Verlags Tamedia." Heute war dann aber eine Story der Süddeutschen Zeitung im Angebot, die ich an dieser Stelle schon gewürdigt habe. Gekennzeichnet ist der Artikel nicht. Klar: Der Tamedia hat aus Spargründen einen Deal mit der Süddeutschen. Das weiss man. Letztens war allerdings auch von Redaktor Werner Bartens auf tages-anzeiger.ch die Rede. Der arbeitet allerdings ebenfalls bei der Süddeutschen. Man mag das Zufall oder einen Etikettenschwindel nennen. Daher nur eine Frage an die neue Chefredaktion Tamedia: Sind die eigenen Titel nicht mehr in der Lage 12 Stücke am Tag zu liefern, die es wert sind, in der App aufgenommen zu werden?

Freitag, 29. Dezember 2017

Weniger immer mehr, bitte

"Immer mehr Menschen treffen sich in neuen Rederäumen wie Salons, um sich auszutauschen. Warum wir wieder mehr miteinander sprechen wollen", schreibt Ulrike Schuster in der Süddeutschen Zeitung, die den Artikel hinter der Paywall versteckt. Liest man ihn, erfährt man wie so oft, dass es keinen Anlass gibt "immer mehr" zu schreiben. Denn wie fast immer gibt es keinen Beleg für einen Trend. Man schreibt ihn einfach anhand einiger Einzelfälle herbei, um dem eigenen Artikel eine grössere Bedeutung zu verleihen? Daher nur eine Frage an SZ-Chefredaktor Kurt Kister: Für so etwas wollen sie Geld sehen?

20 Minuten beschenkt die SBB

Seit Jahren fällt Tamedia immer wieder mit der unzureichenden Trennung von redaktionellen und werblichen Inhalten auf. Die von Christian Lüscher geleitete Unit Commercial Publishing leistet offenbar ganze Arbeit. Trotzdem nur eine Frage an Tamedia: Was hat dieses unkommentierte Werbevideo für den SBB Weihnachtszug auf dem Videoportal von 20 Minuten verloren?

Sonntag, 17. Dezember 2017

Sonntagszeitungsredaktorin bei Recherche abgestürzt

"Siroop-Drohne stiess über Zürich fast mit Rega-Helikopter zusammen", schreibt Pia Wertheimer heute in der Sonntagszeitung. Klingt nach einer interessanten Geschichte. Denn laut Subline ist es zu einer gefährlichen Situation gekommen. Aber: "Die Fluggeräte fliegen in einer Distanz von 397 Metern horizontal und 100 Metern vertikal aneinander vorbei. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) hatte den Drohnenflug abgesegnet. Laut Bazl-Sprecherin Nicole Räz kam bei einem Debriefing heraus, dass im vorliegenden Fall alles in Ordnung war. Im vorliegenden Fall wurde die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle nicht eingeschaltet." All diese Sätze sind Zitate aus dem Artikel. Daher nur eine Frage an Pia Wertheimer und Chefredaktor Artur Rutishauser: Warum blasen Sie diese Story auf eine Dreiviertelseite auf und titeln derartig reisserisch?

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Bild sprach zuerst mit dem Toten

Die deutsche Boulevardzeitung Bild berichtet unter Berufung auf die halbseidene Quelle Monaco Matin, dass Modedesigner Otto Kern Selbstmord in Monaco begannen haben könnte. Belege werden dafür nicht geliefert. Bild-Reporter Sven Kuschel schreibt einfach die Meldung ab und schürt so-Gerücht um einen Suizid. Unter dem Text hängt noch scheinheilig die übliche "Denken-Sie-an-Freitod,-dann-rufen-Sie-diese-Nummer an"-Box. Der erste Satz lautet übrigens: "Bild berichtet in der Regel nicht über Selbsttötungen, um keinen Anreiz für Nachahmung zu geben – außer, Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit." Daher nur eine Frage an Sven Kuschel: Schon mal etwas vom Werther-Effekt gehört?

Rad ab

Der vierfache Tour-de-France-Sieger Chris Froome ist an der Vuelta positiv auf Salbutamol getestet worden. Der Dopingexperte Fritz Sörgel spricht von einem Totalschaden für den Radsport. Froome führte sein Asthma ins Feld. Natürlich gilt die Unschuldsvermutung. Christof Gertsch, Sportjournalist des Jahres, sprach 2014 in der NZZ angesichts eines ähnlichen Vorfalls allerdings noch von Hetzern gegen Froome. Heute wurde übrigens auch publik, dass Gertsch und seine Mitstreiter 100'000 Franken per Crowdfunding für «No. 1 – Das beste Sportmagazin der Welt» erhalten haben. Nur eine Frage an Christof Gertsch: Werden sie bei diesem Projekt die Qualitätslatte auch so hoch legen?

Montag, 11. Dezember 2017

Aus dem Weg

Es gibt seit Jahren Diskussionen darüber, ob man Gaffer, die filmen oder fotografieren, statt bei Unfällen zu helfen, bestrafen sollte. Daher nur eine Frage an Journalisten vom Tages-Anzeiger: Seit wann unterstützen Sie Gaffer beziehungsweise Unfallfilmer auf diese Weise?

Die 222-Franken-Aktion war nicht der Anfang

Kürzlich las ich, dass Dominique Zeier und Céline Külling, beide Studentinnen am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich, herausgefunden haben, dass Jugendliche Sponsored Content und redaktionelle Inhalte schwer auseinanderhalten können. Der Blick fällt immer wieder mit gut getarnter Werbung auf. Aktuelles Beispiel ist diese Reklame für Saas-Fee. Nur eine Frage an Chefredaktor Christian Dorer: Die erst recht auf Smartphones ultrakleine Kennzeichnung, die hat der Schnee verweht, oder?

Werbekunden haben das Grosse Los gezogen

Nur eine Frage an Chefredaktor Marco Boselli und Geschäftsführer Marcel Kohler von 20 Minuten: Warum ist diese Werbung für das Millionenlos von Swisslos auf der Titelseite nicht gekennzeichnet?

Quellen im eigenen Haus zählen nicht

Ermes Gallarotti berichtete auf nzz.ch gestern Abend, dass die EU die Schweiz nach einer Intervention des Fürstentums Liechtenstein auf eine graue Liste gesetzt habe. Es geht um Steuervermeidung. Interessant ist, dass Der NZZ-Wirtschaftsredaktor sich auf Brüsseler Kreise beruft. Noch interessanter ist, dass Stefan Bühler den Aufmacher zum selben Thema in der NZZ am Sonntag geschrieben hatte. Gallarotti nennt den Bericht aber nicht. Es gibt viele kleinere Beispiele, die belegen, dass es zahlreiche Doppelspurigkeiten gibt. So schrieb Stefan Betschon, der unlängst ebenfalls als Abschreiber ohne Quellenangabe auffiel, etwa am Freitag über die Apple Watch Series 3, die nun im Netz von Sunrise und Swisscom funkt. Claude Settele verfasste einen Text zum selben Thema, der gestern in der NZZ am Sonntag erschien. Daher auch angesichts des Joint Ventures der NZZ-Gruppe mit den AZ Medien nur eine Frage an die Chefredaktoren Eric Gujer und Luzi Bernet: Streichen Sie schon 2018 im grossen Umfang Stellen oder erst 2019?

Donnerstag, 16. November 2017

Recherche-GAU bei der NZZ

Da hat Apple-Fanboy Daniel Schurter auf watson.ch mal einen Primeur: Digitec sind offenbar Kundendaten geklaut worden. Weil keine Zahlungsinformationen darunter sind, ist die Geschichte nicht besonders dramatisch. Es ist aber immerhin der grösste Onlineshop der Schweiz und es gibt eine Vorgeschichte. Reisserisch in der Überschrift zu schreiben, die Daten würden bereits für gezielte Angriffe missbraucht - das ist too much, könnte man meinen. Aber was in jedem Fall nicht geht: Stefan Betschon, noch nie mit einem Scoop aufgefallen, von der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) hängt sich einfach an den Artikel dran, ohne Watson zu zitieren. Das gelingt dem Digitalredaktor mit dem einfachsten aller Journalistentricks: Man ruft bei der Medienstelle an und lässt sich etwas, das jemand anders berichtet hat, bestätigen. Nur eine Frage an Stefan Betschon: Das nennt man dann wohl Zwei-Quellen-Regel, oder?

Immer noch liest niemand den Blick am Abend

Vollzeitmitarbeitende der SRG sollen ab 2019 auch Gebühren bezahlen. Das ist insofern langweilig, als etwa Mitarbeiter von Medienhäusern zum Beispiel Zeitungen und Magazine gratis bekommen. Auf Social Media lesen bekanntlich viele Nutzer nur Überschriften, ehe sie kommentieren, liken und sharen. Im Blick am Abend ist zu dieser Nullgeschichte dementsprechend folgende Überschrift zu finden: "SRG-Mitarbeiter zahlen immer noch keine Gebühren". Das suggeriert, kein SRG-Mitarbeiter zahle Gebühren. Daher nur eine Frage an Julien Duc: Wieso ist das Wasser auf die Mühlen der No-Billag-Initianten?

Donnerstag, 26. Oktober 2017

So kommen Sie noch schneller an Werbung für das iPhone X

Da hat die PR-Abteilung von Apple wohl Lorenz Keller vom Blick (am Abend) und Rafael Zeier vom Tages-Anzeiger die gleiche Anleitung geschickt. Denn beide haben reine Werbung für das iPhone X geschrieben, genauer gesagt: Wie kann man das neuste Edel-Smartphone bestellen? Zitat aus dem Tag: "1. Installieren Sie auf all Ihren Apple-Geräten die Apple-Store-App. 2. Bringen Sie Lieferadresse, Kreditkarte und alle weiteren Informationen auf den neusten Stand. 3. Wählen Sie sich schon jetzt ein iPhone-Modell aus. Hier kann es die Chancen verbessern, wenn man eine unbeliebte Farb- und Speicher-Kombination wählt. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man das gewünschte iPhone in der App schon mal als Favorit markiert oder im Browser ein Lesezeichen direkt zur gewünschten Konfiguration setzt. So muss man im entscheidenden Moment nicht erst auswählen und konfigurieren. 4. Seien Sie zum Start des Vorverkaufs (27. Oktober um 9.01 Uhr) parat" Interessant ist, dass es eine ähnliche Anleitung nicht nur beim Blick gibt, sondern auch bei Watson, verfasst von Daniel Schurter. Daher nur eine Frage an die drei Journalisten: Wie fühlt man sich denn so als Apples Knecht?

Sonntag, 22. Oktober 2017

Cash Royale

Der "Blick" fällt immer wieder mit gut getarnter Werbung auf. Wer weiss schon, dass esports.ch zu UPC gehört und dieser Artikel nichts weiter als Werbung für E-Sports ("Clash Royale") ist. Gekennzeichnet als Paid Post oder so ähnlich ist er jedenfalls nicht. Daher nur eine Frage an Oliver Lutz, den Verantwortlichen bei UPC: Wie viel haben Sie Ringier dafür gezahlt?

Eigenleistung unterschreitet Erwartungen

Anlässlich der jüngsten Quartalszahlen von Netflix nur eine Frage an Christian Steiner von der NZZ: Hätten Sie nicht wenigstens die Agenturkürzel löschen können, um zu verschleiern, dass sie unter Ihrer Autorenzeile einfach zwei Meldungen zusammengefügt haben?

Samstag, 7. Oktober 2017

Miese Bilanz

Gestern wurde bekannt, dass Gründer und CEO Jan Schoch Leonteq verlassen muss. Nur eine Frage an Erik Nolmans: Was hat Sie vor ein paar Wochen beim Schreiben dieser Titelgeschichte geritten?

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Karl W. Zimmermann mit Anfängerfehlern

Kurt W. Zimmermann disst in der aktuellen Ausgabe des "Schweizer Journalist" fast alle Neuzugänge der "Republik". Allerdings ist auf dem Foto nicht Adrienne Fichter zu sehen und Ariel Hauptmeister heisst Hauptmeier. Ich habe mir dann gar nicht mehr die Mühe gemacht, zu verifizieren, ob Zimmermanns Einschätzung der New Hires des von Christof Moser und Constantin Seibt gegründeten Onlinemagazins stimmt. Nur eine Frage an Kurt W. Zimmermann: Kann sich der Schweizer Journalist keine Schlussredaktion leisten?

Montag, 2. Oktober 2017

Der andere Chefredaktor

Die NZZ ist preislich und inhaltlich ein Premiumprodukt. Ein solches erkennt man auch an den Details, sollte man meinen. Daher nur eine Frage: Wenn Chefredaktor Eric Gujer diesen Newsletter schon nicht schreibt, warum fletscht er dann unter der Überschrift die Zähne?

Freitag, 29. September 2017

Warum ist nicht einmal die Überschrift neu?

Eric Gujer, Chefredaktor der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ), hat immer wieder betont, es gebe keinen Abbau bei der NZZ. Man könnte ihn mal fragen, warum dann all die Abgänge in den vergangenen Jahren nicht ersetzt worden sind. Aber an dieser Stelle nur eine Frage: Warum recyceln Christian Thumshirn und Urs Bühler einfach ihr Video von 2016 zum Zurich Film Festival (ZFF) und haben nicht einmal Zeit, einen neuen Lead beziehungsweise eine neue Head zu schreiben?

Warum der Apple-Chef keine Bäume pflanzt

Nur eine Frage an Silke Wichert und die Neue Zürcher Zeitung (NZZ): Seit wann ist Tim Cook nicht mehr Apple-Chef?

Samstag, 23. September 2017

Für die Kohle

Oscar-Gewinnerin Nathalie Portman ("Black Swan") hat gerade keinen neuen Film am Start. Man/frau kann trotzdem nach Südfrankreich fahren und mir ein pseudopersönliches Interview führt. Das beweist Jacqueline Krause-Blouin in der aktuellen Ausgabe der Annabelle. Die stellvertretende Chefredaktorin der Frauenzeitschrift musste mit der Schauspielerin nur ausführlich über ihre Rolle als Miss Dior reden. Sie verkörpert das neu aufgelegte Eau de Parfum des französischen Traditionshauses. Nur eine Frage an Chefredaktorin Silvia Binggeli: Wo genau liegt hier noch die Grenze zum Corporate Publishing/Brand Journalism/Content Marketing?

Montag, 18. September 2017

Die schönsten Zugkollisionen Europas

Nur eine Frage an tagesanzeiger.ch zur Kollision zweier Züge in Augsburg: Wer vom Newsexpress hat hier den Kontext gemacht?

Mittwoch, 13. September 2017

Keinen herzlichen Dank an Roger Schawinski

Wie findet man Blogger fürs eigene Portal? Man lässt jeden schreiben, was er will. So auch Roger Schawinski, der sich auf persoenlich.com kürzlich bei Procter & Gamble (P&G) dafür bedankte, dass der für Marken wie Pampers und Bounty bekannte Konsumgüterhersteller herausgefunden haben will, dass Onlinewerbung wirkungslos ist. Schawinski, bekanntlich Besitzer von Radio 1, nahm das sogleich zum Anlass, Werbekunden nahezulegen, doch wieder mehr Geld in Radiowerbung zu stecken. Wer sich fragt, warum Schawinski in seinem Blogeintrag keine konkreten Zahlen nennt, dem liefert das Wall Street Journal eine Antwort. Denn dort hat der Autor abgeschrieben. Natürlich nennt er die Quelle nicht und setzt auch keinen Link. Ob er damit suggerieren möchte, dass er die Ergebnisse der Studie selbst von Procter-&-Gamble-Managern erfahren hat, die er noch aus seiner Zeit als Sat1-Chef kennt? Es könnte auch sein, dass Schawinski verschweigen möchte, dass der Artikel bereits Ende Juli verfasst wurde.

Im Artikel, der weitaus differenzierter daherkommt als Schawinskis Abschrieb, ist übrigens die zu lesen, dass P&G 100 Millionen Dollar weniger für Onlinewerbung im abgelaufenen Quartal ausgegeben hat. Zum Vergleich: Das Unternehmen hat ein Milliardenwerbebudget. Schawinski unterschlägt auch, dass P&G im erwähnten Quartal zusätzlich die Ausgaben für Agenturen und Werbeproduktionen signifikant gesenkt hat. Schawinski erwähnt überdies nicht, dass Procter & Gambles Chief Brand Officer Marc Pritchard bereits im April verlauten liess, es brauche weniger Werbung - über alle Gattungen hinweg.

Zweifelsohne kann man lange über die Wirksamkeit von Werbung im Web diskutieren und Analyse um Analyse wälzen, aber diese Mühe macht sich Schawinski nicht mal im Ansatz. Natürlich lässt der Schweizer Medienpionier also auch Studien wie jene von plan.net, GfK, Tamedia, Ringier und NZZ-Mediengruppe unerwähnt, welche die Anzahlt der Kontakte für die digitale Werbewirkung als entscheidend einstuften. Schawinski könnte auch mal bei Likemag oder Buzzfeed anrufen und fragen, warum die so rasant wachsen. Weil Onlinewerbung, die eben viel mehr ist als Banner und Videos, Stichwort Native Advertising, nicht funktioniert?

Unter den Blogposts auf persoenlich.com steht: "Der Autor vertritt seine eigene Meinung. Sie deckt sich nicht in jedem Fall mit derjenigen der Redaktion." Also nur eine Frage an die Macher von persoenlich.com: Reicht das wirklich aus?

Zurück in die Zukunft

Nur eine Frage an Patrick Berger vom Blick am Abend zum iPhone X: Warum kann man das neue Apple-Smartphone in der Schweiz erst ab dem 27. November vorbestellen, wenn es schon am 3. November erhältlich ist?

Mittwoch, 30. August 2017

Programmierkot ist das neue Gold

Marc Walder, seines Zeichens Chef von Ringier, hat Catrin Bialek und Hans-Jürgen Jakobs vom Handelsblatt ein durchaus interessantes Interview gegeben. Nur eine Frage zur Bildunterschrift: Wie genau hilft Codieren in der IT?