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Sonntag, 18. März 2012

Wiederholungstäter


Ich habe es schon diverse Male erwähnt . Angesichts des Artikels von Lars Reppesgaard aus der aktuellen Chip-Ausgabe noch einmal: Die zeitliche Entwicklung der Mitgliederzahlen von Google+ und Facebook lässt sich unter anderem deswegen nur schwer vergleichen, weil der heutige Marktführer zu Beginn nur Studenten ausgewählter Universitäten offenstand und erst 2006, rund zwei Jahre nach der Gründung, die Expansion ins Ausland erfolgte.

Weil ich den Fehler schon im Januar bloggend erwähnte, nur eine Frage, Elvira Kolb-Precht: Schon ein lässiges Leben in der Chip-Schlussredaktion, oder?

Dienstag, 13. März 2012

Dafür zahl ich nichts


Bekanntlich will die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) noch in diesem Jahr ihre Paywall hochziehen. Die komplette Printausgabe wird man dann gegen Geld im Netz lesen können, nachdem ein Gratis-Kontingent an Artikeln ausgeschöpft wurde. Was mir seit längerem auf die Nerven geht, ist der fehlende Bezug zu digitalen Themen in der gedruckten NZZ. Einmal in der Woche gibt es eine Digital-Seite, auf der man dann beispielsweise jeweils vier Tage nach Messestart das vermeintlich Neueste von der Consumer Electronics Show (CES) oder dem Mobile World Congress (MWC) liest. So weit, so hinterher. Bei netzpolitischen beziehungsweise sicherheitsrelevanten Themen hinkt die alte Tante noch weiter hinterher, wie man zuletzt unter anderem an der Acta-Berichterstattung sehen konnte.

Ein Negativbeispiel aus der heutigen NZZ ist ein Leitartikel von Eric Gujer, der zwar im Auslandsressort arbeitet, aber sich mal als Kommentator eines Digitalthemas versuchen durfte. Und so will er dann festgestellt haben, dass "Unternehmen im Internet zur Zielscheibe eines Aktivismus werden, der von den Protesten unzufriedener Kunden bis zu existenzbedrohenden Hackerangriffen reicht. Gujer führt als Beispiele Dave Carroll und seinen Song für United Airlines, die Qualitätsmängel von Bosch-Siemens-Kühlschränken in China und die Hackerangriffe auf Stratfor an. Diese Fälle sind aber mindestens Wochen, wenn nicht gar Monate alt. Nur im Fall Carroll gibt Gujer zu, wie abhangen das Thema ist.

Bei der NZZ beruft man sich gern auf eine vermeintliche Analysefähigkeit. Wie sinkenden Leserzahlen zeigen, haben viele wohl verstanden, dass damit oftmals gemeint ist, dass man lange wartet, was die anderen schreiben, um dann eine Zusammenfassung mit feuilletonistischem Einstieg zu liefern. Aber selbst den hat Eric Gujer versiebt. Witzeleien mit "In China ist ein Sack Reis umgefallen" sind ungefähr so inspirierend wie ein Solo-Programm von Marco Rima.

Daher nur eine Frage, NZZ: Warum sollte ich für solche Inhalte zahlen?

Sonntag, 11. März 2012

Der Tod einer guten Geschichte ist die Recherche


Spiegel-Autor Ralf Neukirch hat sich mit seiner Geschichte, die Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl habe sich auf ihrer Reise nach Myanmar und Laos danebenbenommen, kein Ruhmesblatt verdient. Wöhrl wehrte sich durchaus glaubhaft auf ihrer Website - unter anderem mit der Feststellung, Neukirch sei bei einigen Ereignissen gar nicht dabei gewesen. Der CDU-Politikerin sprangen unter anderem Blogger und Journalistenausbilder Christian Jakubetz und Botschafter Christian-Ludwig Weber-Lortsch bei.

Jakubetz schrieb auf cicero.de: "Erst am Donnerstag, vier Tage nach Veröffentlichung der Geschichte (und der Unterlage durch Frau Wöhrl) lieferte auch der "Spiegel" bei Facebook ein Statement ab. Inhaltlich nicht neu - aber interessant war dann, wie zum einen das Publikum reagierte und wie der Spiegel damit umging. Die ersten Kommentare zeugten zunächst davon, wie oberflächlich Leser anscheinend mit Texten umgehen. Schnell war die Rede von "Urlaub auf Staatskosten" und "peinlichem Verhalten", bis der Grundtenor der Kommentare plötzlich umschwenkte. Die erste Kommentatorin merkte an, nach Durchlesen des Wöhrl-Statements die Sache nicht mehr so wild zu finden, der Bildblogger Lukas Heinser fragte, wie der Spiegel denn zu dem Vorwurf stehe, Frau Wöhrl nicht korrekt zitiert zu habe."

Und nun sehe ich in der aktuellen Ausgabe des Hamburger Nachrichtenmagazins drei Leserbriefe zum Thema. Alle greifen Dagmar Wöhrl scharf an. Daher nur eine Frage an den Spiegel: Wie wäre es mit Meinungsvielfalt?

Donnerstag, 8. März 2012

Unternehmenspraxis, Geldanlage und Werbung


Seit einigen Wochen hat die NZZ donnerstags einen neuen Bund zu bieten. Er nennt sich Equity und soll nach eigenen Angaben über Unternehmenspraxis und Geldanlage informieren. Abgesehen davon, dass die erste Ausgabe noch voller Anzeigen war und sich die Werbekunden augenscheinlich schon wieder verabschiedet haben - das journalistische Niveau ist ausbaufähig. Als Beleg mögen zwei Artikel aus der heutigen Ausgabe dienen.

Ein Schwerpunkt ist das Geschäft mit digitalen Büchern - aus Anlass der Diskussion um die Buchpreisbindung. Die beiden Artikel von Janine Haffter kommen ohne neue Rechercheergebnisse aus. Diese erwartet man ohnehin nicht von der NZZ. Ärgerlicher ist, dass das Rieplsche Gesetz von 1913 aus der Mottenkiste geholt wird: Keine neue Mediengattung ersetzt die bestehenden. Blogger und Medienberater Thomas Knüwer schrieb dazu einst: "Riepl lebte in einer anderen Welt. Einer Welt, die nicht taugt für das, was ihm zugesprochen wird. Sein Gesetzt ist ein Gesetz, das darauf beruht, dass etwas nicht so sein wird, weil es noch nie so gewesen ist. Es ist das Atomkraftwerke-sind-sicher vor Tschernobyl. Und deshalb ist es kein Gesetz." Und: "Es ist geradzu putzig, wenn selbst die philogisch-historische Fakultät der Uni Augsburg über Riepl schreibt, er habe sich mit der “Geschichte der Fern- und Telekommunikation” beschäftigt. Denn als Riepl seine Doktorarbeit schrieb, gab es nicht einmal das Radio."

Viel mehr geärgert habe ich mich aber über einen Text von Marie-Astrid Langer. Er nimmt 25 Milliarden Downloads in Apples App Store zum Anlass, die steile These aufzustellen, dass Applikationen für Unternehmen längst zum Geschäft geworden sind. Herzlichen Glückwunsch: Diese Erkenntnis ist mindestens zwei Jahre alt. Auch diese Geschichte kommt ohne Neuigkeiten aus. Sie konzentriert sich vor allem auf Apple, was damit begründet wird, dass die Schweiz ein Apple-Land ist. Nicht einen einzigen Beleg liefert die Autorin dafür. Schlimmer ist, dass Langer der Firma iAgentur grosszügig Platz für Eigenwerbung einräumt. Warum keine einzige andere Schweizer Softwareschmiede gewürdigt wird, ist unverständlich. Wahrscheinlich kennt die Journalistin Martin Schawalder oder Marco Ghinolfi, die Unternehmensgründer, persönlich. Der kommende Webstandard HTML5, der das Geschäft mit Apps auf eine völlig neue Grundlage stellt, wird selbstredend ausgeklammert.

Das obige Foto ist übrigens so schlecht, um nicht noch Werbung für Equity zu machen. Nur eine Frage, NZZ: Wer zu spät kommt, den bestrafen wohl auch die Anzeigenkunden, oder?

Sonntag, 4. März 2012

Zeitmaschine Newsnet


Reto Knobel fasst für Newsnet gern und oft Geschichten aus fremden Quellen zusammen, versieht sie mit seiner Autorenzeile und vergisst entsprechende Links. So weit bekannt. Vergangene Woche publizierte er im Ressort Digital mal wieder mindestens zwei Artikel, welche diese These eindrucksvoll belegen. Am 1. März durfte Alma Whitten in einem vermeintlich exklusiven Gastbeitrag ihre Sicht auf Googles neue Datenschutzbedingungen darlegen. Whitten ist im Unternehmen als Director Privacy, Product & Engineering beschäftigt. Dumm nur, dass sie all das schon in einem Blogeintrag vom 25. Januar geschrieben hatte. Auch die Replik von Hanspeter Thür, dem eidgenössischen Datenschützer, enthielt nichts, was er nicht schon diverse Mal zum Thema gesagt hatte. Ich werde den Verdacht nicht los, dass sich Knobel hier hat von Googles Presseabteilung instrumentalisieren lassen. Man kennt es ja von der NZZ: Interessengeleitete Autoren dürfen ungefiltert ihren Senf dazugeben.

Und dann hatte Reto Knobel noch eine Geschichte über die Filter Bubble zu bieten. Autor Eli Pariser hat vor langer Zeit behauptet, dass wir beispielsweise, indem wir personalisierte Suchergebnisse sehen und Links von Freunden empfohlen bekommen, unseren Horizont nicht mehr erweitern. Sorry, aber zu diesem Thema ist vor langer Zeit schon alles geschrieben worden. Knobel hat die wichtigsten Ergebnisse des Buches von Pariser, das bereits im Juni 2011 erschien, immerhin in einer Bilderstrecke zusammengefasst.

Nur eine Frage:
Wann gibt es denn beim Newsnet mal eine eigene aktuelle Geschichte im Ressort Digital?

Donnerstag, 23. Februar 2012

Schlecht geträumt


Nur eine Frage, Daniel Bösch: Dass Sie im Blick am Abend von ihrem Traumauto, einem Toyota GT86, schwärmen, hat nichts damit zu tun, dass der Autohersteller Ihr Sponsor ist, oder?

Sonntag, 19. Februar 2012

Dickes Ding


Schauspielerin Susan Sideropoulus musste am Freitagabend in der Sat.1-Show „Mein Mann kann“ mit ihrem Mann Jakob Shtizberg ein dickes Auto in die Parklücke manövrieren. Die Bild-Zeitung wollte etwas von einem Ehekrach erfahren haben, den das Spiel nach sich zog, den man aber beim besten Willen nicht erkennen konnte. In jedem Fall konnte jeder klar lesen, dass es sich - wie aus dem oben von mir präsentieren Screenshot unter der roten Linie klar hervorgeht - um einen Dodge (Ram) handelte. In der Sendung wurde vielfach auf den Herstellernamen gezoomt. Schliesslich dürfte dafür gezahlt worden sein. Im Artikel ist trotzdem von einem Cadillac Escalade die Rede. Also nur eine Frage, Bild: Wenn schon Schleichwerbung, warum dann nicht richtig(e)?

Donnerstag, 16. Februar 2012

Ein Klassiker der Obdachlosenvertreibung


Heute habe ich im Blick am Abend gelesen, dass die Stadtbehörde von Minneapolis "eine neue Waffe gegen Kriminalität lanciert": Klassische Musik soll Diebe und Vandalen von U-Bahnstationen fernhalten. Angesichts der Tatsache, dass diese neue Waffe beispielsweise in Hamburg schon seit Ende der 90er Jahre eingesetzt wird, nur eine Frage: Wenn man schon Meldungen irgendwo abschreibt, ohne die Quelle zu nennen, sollte man dann nicht wenigstens einen kurzen Gegencheck machen?

Ideenlose Redaktionsvögel


Die Smartphone-Versionen von "Angry Birds" gibt es bekanntlich schon etwas länger und die meisten haben ihre Geräte im Büro dabei. Also vom schwachsinnigen Dreh der Geschichte, die beide Blätter gestern hatten, einmal abgesehen, nur eine Frage an Blick am Abend und 20 Minuten: Wer hat hier von wem abgeschrieben?

Dienstag, 14. Februar 2012

Den Toten ehren


Vom verstorbenen ARD-Moderator Hans-Joachim Friedrichs ist folgende Journalistenregel überliefert: "Man soll sich nicht mit einer Sache gemein machen - auch nicht mit einer guten." Und seit Jahren steht die Hilfsaktion "Jeder Rappen zählt" von DRS3, SF und Glückskette in der Kritik, weil sie manchen karitativen Organisationen zeitweilig zu viel Aufmerksamkeit verschaffen soll. Und was las ich gestern im Blick am Abend: Caritas-Sprecher Stefan Gribi darf eine ganze Seite über Aktionen des Hilfswerks in Myanmar vollschreiben. Nur eine Frage: Schreibt demnächst Apple-Sprecherin Andrea Brack etwas zum iPad 3?

Sonntag, 5. Februar 2012

Warum Schleichwerber schneller mit der Recherche fertig sind


Claude Settele schreibt in der heutigen NZZ am Sonntag über eBook-Reader. Ich habe mich schon öfter darüber ausgelassen, wie sehr die Artikel auf der Digitalseite aus der Zeit gefallen sind. Man kann sie immer bringen - oder nie, denn so etwas wie Aufhänger scheinen den Machern nicht bekannt zu sein.

Ich bin bei der Lektüre aber noch über etwas Anderes gestolpert. Laut Settele ist der Kindle nicht auf amazon.de erhältlich, was ihm die Gelegenheit gibt, auf digitec.ch zu verweisen. Dabei ist es gar nicht so schwer, denn man erhält folgende Meldung auf der Website: "Kindle eReader, Wi-Fi, 15 cm (6 Zoll) E Ink Display, deutsches Menü kann leider nicht an die ausgewählte Adresse versandt werden. Diese Kindle-Version ist nur für Deutschland, Österreich und Luxemburg lieferbar. Für beste drahtlose Verbindung und schnellen internationalen Versand besuchen Sie den US-Kindle-Shop bei Amazon.com."

Und wer den Rat befolgt, kann den Reader für 133 Franken bestellen. Für den Hinterkopf: Digitec verlangt 169 Franken. Wer Claude Zettele googelt, entdeckt, dass er immer wieder grundlos erwähnt, dass es Gadgets für den Preis von XY Franken bei Digitec gibt. Denn es gibt sie hierzuland auch woanders. Aber Settele ist nicht allein. Eine Google-Recherche mit den Stichworten Thomas Benkö Digitec fördert ein ähnliches Ergebnis zutage. Nur eine Frage an Schleichwerber wie diese beiden: Dürfen Sie die Gadgets wenigsten behalten?

Samstag, 4. Februar 2012

Sex ist Sport - oder umgekehrt


Nur eine Frage, Bild.de: Gab es in dieser Woche keine Story mehr über Rudi Aussauer und sein Alzheimer, die man im Ressort Sport bringen konnte? Hinzu kommt, dass das Ganze nur ein Spass war, wie die norwegische Zeitung Dagbladet schreibt. Das ist auch bild.de nicht entgangen. Die fehlerhafte Originalgeschichte findet sich weiterhin im Netz. Im aktuellen Bericht ist natürlich kein Link zu ihr enthalten.

Sonntag, 8. Januar 2012

Die neue Chip mit alten Fehlern


Ich habe es schon diverse Male erwähnt. Angesichts des Artikels von Peter Glaser aus der aktuellen Chip-Ausgabe noch einmal: Die zeitliche Entwicklung der Mitgliederzahlen von Google+ und Facebook lässt sich unter anderem deswegen nur schwer vergleichen, weil der heutige Marktführer zu Beginn nur Studenten ausgewählter Universitäten offenstand und erst 2006, rund zwei Jahre nach der Gründung, die Expansion ins Ausland erfolgte.

Und noch etwas: Nur in Japan setzt Yahoo auf Google, im Rest der Welt bekanntlich seit längerem auf Suchtechnologie von Microsofts Bing. Ausserdem ist unklar, wie Chip auf die Zahl von 575'000 aktivierten Android-Geräten pro Tag kommt. Ende Dezember wuchs sie auf 700'000, was wohl aufgrund des Redaktionsschlusses nicht berücksichtigt werden konnte. Mitte November lag der Wert allerdings bei 550'000 Android-Geräten täglich und im Juni bei 500'000. Ebenfalls bereits Mitte November teilte Google mit, es seien insgesamt 200 Millionen und Tablets mit seinem Betriebssystem im Einsatz. Daher nur eine Frage, Thomas Pyczak: Ist das "die neue Chip"?

Donnerstag, 5. Januar 2012

Überschrift wörtlich genommen


Dass schlechte Journalisten erst die Headline und dann den Text schreiben, ist eine Binsenweisheit. Dass sie dann aber ihre Autorenzeile vergessen, ist nicht Standard. Daher nur eine Frage, Blick am Abend: Wie wäre es mit einem Dankeschön für dieses nachträgliche Weihnachtsgeschenk?

Sonntag, 1. Januar 2012

Gesagtes längst gesagt


Unter der Überschrift "Fischer im Datenozean" schreibt Philip Bethge im aktuellen Spiegel über seinen Besuch im Googleplex, der Firmenzentrale des Suchmaschinenanbieters aus Mountain View. Geredet will er unter anderem mit Amit Singhal haben, einem Google Fellow, der sich um den Algorithmus des Unternehmens kümmert. Die Arbeiten daran verglich Singhal auch im Gespräch mit Bethge mit "dem Versuch, die Triebwerke eines Flugzeugs während des Flugs auszutauschen". Dieses Zitat ist allerdings mindestens ein halbes Jahr alt. Singhal hat es immer wieder gebracht. Es ist nichts Neues, dass der Spiegel durch die Formulierung "sagt" oftmals nicht klar macht, ob man selbst ein Zitat erhalten oder es irgendwo abgeschrieben hat.

In diesem Artikel wird es aber übertrieben: Zwei weitere Protagonisten kommen im zu Wort, dessen erste Hälfte eher aus der Perspektive des staunenden Kindes geschrieben ist. Philip Bethge lässt Andrew Keen sagen, Google sei ein Spiegel von uns selbst. Dieses Zitat stammt allerdings aus seinem Buch "The Cult of the Amateur", das auch schon einige Jahre auf dem Buckel hat. US-Kolumnist Vivek Wadhwa, dessen Kritik, Google tue nicht genug dafür, seine Ergebnislisten sauberzuhalten, Bethge aufnimmt, hat sie unter anderem bereits im August getwittert. Wenigstens räumt der Autor im Artikel ein, dass das erwähnte Update namens Panda, das den Algorithmus verbessern und unter anderem so genannten Content Farms das Geschäft vermiesen soll, bereits einige Monate her ist.

Abschliessend nur eine Frage: Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass es sich der Spiegel, wann immer er sich mit Digitalthemen auseinandersetzt, allzu einfach macht?

Nicht einfach hier klicken


Nur eine Frage, Bild.de: Wie viele User denken täglich, dass es sich bei Werbung wie jener für kizzle.net um redaktionelle Artikel handelt?

Sonntag, 18. Dezember 2011

Sind Sie noch zu retten?


Nur eine Frage, Reto Knobel: Schon mal darüber nachgedacht, dass es vielleicht keine dieser Datenpannen gegeben hat, die sich laut Kroll Ontrack 2011 zugetragen haben sollen?

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Sein Deal


Immer wieder betont Marc Walder, CEO Ringier Schweiz und Deutschland, dass zum Unternehmen gehörende Teilbereiche wie Ticketcorner oder DeinDeal.ch die redaktionelle Unabhängigkeit nicht beeinträchtigen sollen. Daher nur eine Frage an die "Verkörperung des amerikanischen Traums im Haus" (persönlich.com): Warum wird diese Werbeartikel für den Schnäppendienst wie jeder andere im Digital-Ressort aufgelistet beziehungsweise in der Nachricht selbst unerwähnt gelassen, dass das Schnäppchenportal zu Ringier gehört?

Montag, 12. Dezember 2011

Finden Sie den Unterschied


Nur eine Frage, Patrick Hediger: Warum haben Sie nicht gleich die ganze Medienmitteilung von Apple kopiert?

Sonntag, 4. Dezember 2011

Siri hilft Redaktorin nicht


Die Meldung, dass Siri, Apples sprachgesteuerter Assistent fürs iPhone 4S, in den USA bei Abtreibungen nicht hilft, ist schon einige Tage alt und sogar schon bei NZZ Online zu finden . Daher nur eine Frage, Simone Schmid: Warum haben Sie diese Agenturmeldung mit Ihrem Kürzel noch mal im heutigen Wissensbund der NZZ am Sonntag verbraten - wo sie doch bereits im ersten Bund zu lesen ist?

Sonntag, 27. November 2011

Paid Content


Zu einem neuen Blog auf NZZ Online heisst es auf der Website der alten Tante, «Übermorgen» sei der neue Trendblog. "Hier schreiben wir über Konsumtrends, gesellschaftliche Veränderungen und zukunftsweisende Geschäftsmodelle. In Zusammenarbeit mit dem Forscherteam des GDI Gottlieb Duttweiler Institute betreiben wir ein «Frühmeldesystem», das die interessantesten Trends erklärt und einordnet." In den ersten Beiträgen von Alain Egli, Martina Kühne und Mauro Guarise geht es unter anderem um die Devise des "Weniger ist mehr", Sport-Apps wie Nexercise, Googles Ausflüge in den stationären Einzelhandel und das Buzz-Wort Crowdsourcing. Im letztgenannten Posting wird dann auch ungeniert auf die Migipedia verwiesen, die wie das GDI von der Migros betrieben wird.

Wir sehen also alte News, interessengeleitete Autoren und Eigenwerbung. Das Ganze erinnert an den mittlerweile eingestellten Extrablog des PR-Beraters Marcel Bernet. Auch die Printausgabe ist nicht frei von Interessenkollisionen: Der ehemalige Wirtschaftschef und heutige Boss des neoliberalen Lobbyorganisation Avenir Suisse, Gerhard Schwarz, schrieb einfach unter seinem alten Kürzel G.S. weiter. Den Leser informierte man nicht. Daher nur eine Frage zum Trennung von redaktionellen Inhalten und PR, NZZ: Wie viel Geld fliess nicht nur von der Migros?

Wer zu spät schreibt, den bestraft der Leser


Am 3. Oktober meldeten alle wichtigen Nachrichtenseiten, Nobelpreisträger Ralph Steinmann erhalte die Auszeichnung postum, denn er war am 30. September gestorben. Willi Wottreng schrieb selbiges für die Ausgabe der NZZ am Sonntag, die am 16. Oktober erschien. Am 7. November starb Boxer Joe Frazier. Am 8. hallten die Nachrufe durch die Medienwelt. Willi Wottreng schrieb seinen erst für die NZZ am Sonntag, die am 20. November im Briefkasten lag. Heute war eine Bilanz des Chansonnier-Lebens von Franz-Josef Degenhardt, der am 14. November starb, zu lesen. Daher nur eine Frage: Wann lesen wir etwas zum Tod von Georg Kreisler?

Samstag, 19. November 2011

Time to say Goodbye


Wer beim "Abschreibedienst" (Stefan Niggemeier) Meedia die beiden untereren Blogger anklickt, erfährt, dass die Seite des Verlegers Dirk Manthey keinen Eintrag bereithält. Und Dirk Kunde hat seinen letzten am 7. Juli 2011 publiziert. Daher nur eine Frage: Will man bei Meedia möglichst viele Blogger auf der Startseite präsentieren?

Unterschiede gesucht, Fehler gefunden


Am 7. November verschickte Swisscom eine Medienmitteilung , in der es um ein LTE-Pilotprojekt in sieben Tourismusgebieten wie Davos geht. Die meisten Medien haben längst darüber berichtet. In dieser Woche zog dann die Print-NZZ nach. Guido Wemans schrieb dabei aber nicht nur einen Absatz aus der Medienmitteilung fast ganz ab, sondern verstieg sich auch zu der Behauptung, es gebe noch keine LTE-fähigen Endgeräte. Als Gegenbeispiele seien hier nur Motorola Photon 4G,HTC Sensation 4G, Samsung Infuse 4G genannt. Daher nur eine Frage, NZZ: Ist das die berühmte Analysefähigkeit, mit der stets gerechtfertigt wird, Tage oder Wochen später über Geschehnisse zu berichten?

Mittwoch, 16. November 2011

Erfolg ist, was man daraus macht


Vor ziemlich genau einem Jahr schrieb das Nachrichtenmagazin Der Spiegel: "Die mit Kritikerlob überhäufte und mit dem Deutschen Fernsehpreis dekorierte ARD-Serie "Im Angesicht des Verbrechens" entwickelt sich zum Flop. Gerade mal um die zwei Millionen Zuschauer schalteten jeweils die ersten vier Folgen ein - was einem Marktanteil von nicht einmal neun Prozent entspricht. Besonders bitter: Die Wiederholungen alter "Tatort"-Folgen erreichen auf diesem Sendeplatz am Freitagabend sonst knapp 3,5 Millionen Zuschauer. "Die ARD hatte andere, etwa doppelt so hohe Erwartungen", sagt Dominik Graf, der Regisseur der Serie." Weil man bei Ihnen selten aufs Niveau achtet, nur eine Frage, Blick am Abend: Warum ist diese eine Erfolgsserie?

Montag, 14. November 2011

Serienheld in Löffelchenstellung


In der ersten Folge der fünften Staffel "Stromberg" sagt der Titelheld zum Azubi Jonas in der Kantine, während er sich vier Becher Müller Milchreis nimmt: "Empfehle ich dir auch - so weiss ich nämlich: Da hat der Koch nichts mit zu tun. Für mich, für später, für gleich, für nachher."

In der zehnten Follge geht Stromberg mit Schirmchen in die Kantine. Anlässlich seines drohenden Rausschmisses steht er vor einigen Milchreisbechern und unkt: "Ich werde schon etwas finden, kann ja Werbung machen - was meinst du, was die zahlen?" Dazwischen - so kommt es einem vor - essen die Darsteller bei jeder sich bietenden Gelegenheit... Milchreis: Daher nur eine Frage, Pro7: Lassen sich Serien, parallel zur Ausstrahlung bereits auf DVD erscheinen, ohne derartig dreiste Schleichwerbung nicht mehr finanzieren?

Sonntag, 13. November 2011

Randibemerkung


Ende Oktober las ich ein interessantes Porträt über Randi Zuckerberg, die Schwester des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg. Nach ihrem Abschied vom sozialen Netzwerk will sie nun auf eigenen Füssen stehen. Leider wurde nur zwischen den Zeilen deutlich, dass ihr Abgang nicht ganz freiwillig war und sie auf ihren Bruder gerade nicht besonders gut zu sprechen ist. Heute Morgen kündigte die SonntagsZeitung dann an, dass Randi erstmals über ihre Zeit als Marketingchefin reden würde. Das hat sie aber wirklich oft getan - und zu Mark konnte ihr Barnaby Skinner nur entlocken, dass sie dazu nichts sagen möchte. Daher nur eine Frage:
Die Facebook-Story ist hätte auch kürzer sein können, oder?

Appleinsider


Apple hat zwar das Update iOS 5.0.1 veröffentlicht, aber nach wie vor keine Ursache der vor allem beim iPhone 4S auftretenden Akku-Probleme genannt. Daher nur eine Frage, Thomas Benkö: Warum schreiben Sie, dass die Ursache ein Softwarefehler gewesen sei, der die Lokalisierung per GPS im Dauerbetrieb gelassen habe?

Zwischen Zug und Trug


Nur eine Frage zur Sicherheit des Transrapid, Urs Bloch: Wie kann man in diesem ohnehin aufhängerlosen Artikl unerwähnt lassen, dass es am 22. September 2006 auf der erwähnten Teststrecke einen schweren Unfall mit 23 Toten und 10 Verletzten gab?

Sonntag, 30. Oktober 2011

Kostenlose Werbung in der Gratiszeitung


Die Berichterstattung über Schlangen vor Apple Stores zum Launch eines neuen Produkts hat in etwa den Nachrichtenwert der Tomatina: Man weiss, dass es sie gibt. Neuigkeiten sehen aber anders aus. Abgesehen davon, nur eine Frage, Blick am Abend: Gab es auch einen Kaffee von Local.ch und Moritz Adler für diese Gratis-Werbung?